Arktische Temperaturen: Thüringen hält Kälterekord

Mitteldeutschland hat die bislang kälteste Nacht des Jahres erlebt. Die tiefsten Temperaturen wurden dabei in Thüringen gemessen.

Sonnenaufgang über Kühnheide
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Deutschland hatte in der Nacht zu Mittwoch eine ganz besonders kalte Mitte mit "Kältepol" Thüringen. Nach vorläufigen Ergebnissen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurden dort die frostigsten Werte gemessen: In Mühlhausen lag die Temperatur bei 26,7 Grad an der Spitze, gefolgt von Olbersleben (Landkreis Sömmerda) mit minus 26 Grad und Dachwig (Landkreis Gotha) mit minus 25,7 Grad.

Eiseskälte auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt

Auch in Sachsen war es die bisher kälteste Nacht des Jahres mit minus 25,7 Grad in Marienberg im Erzgebirge. In Dippoldiswalde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) hat das MDR Wetterstudio minus 23,9 Grad gemessen, in Oderwitz in der Lausitz waren es minus 23,1 Grad. Sachsen-Anhalt hatte die tiefsten Temperaturen in Bad Lauchstädt (Saalekreis) und Bad Kösen bei Naumburg mit je minus 21,9 Grad. Aus Querfurt wurden minus 21,1 Grad gemeldet.

Kein historischer Kälterekord

Kältekammer Börde und Altmark
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Von Rekordtemperaturen sind diese Werte aber noch deutlich entfernt: Diese wurde laut DWD in Mitteldeutschland in den 70-er Jahren in Marienberg mit minus 35,5 Grad verzeichnet. Bundesweit liegt der historische Rekord bei minus 35,6 Grad auf der Zugspitze.

Es bleibt frostig

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wird Hoch "Gisela" auch in den nächsten Tagen für frostige Temperaturen tagsüber und sehr strenge Fröste in der Nacht sorgen. Das soll bis Ende Februar so bleiben. Laut MDR-Wetterstudio sollen sich die Temperaturen tagsüber zwischen minus 5 und null Grad einpegeln. Größerer Schneefall ist erstmal nicht in Sicht.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP - Nachrichten | 10. Februar 2021 | 10:00 Uhr