20 Jahre Geocaching

Stand: 30. April 2020, 16:03 Uhr

Geocaching ist die Schnitzeljagd der Moderne. Am 3. Mai 2000 wurde der der erste GPS-Geocache der Welt versteckt.

Der Amerikaner Dave Ulmer hat am 3. Mai 2000 eine Videokassette, CD’s, ein paar Dollarnoten, eine Dose Bohnensuppe und noch mehr Krimskrams in einen Eimer gepackt. Beim Präparieren des allerersten Geocaches hat er die Videokamera mitlaufen lassen und schon damals geahnt, dass er damit eine Welle des Schatzsuchens lostreten wird.

 

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Das ganze Zeug hier wird das erste GPS-Geheimversteck, Wenn du so was vergräbst, veröffentliche die GPS-Daten im Internet, so dass es jeder finden, was rausholen und wieder reinlegen kann. Und bald werden es Tausende sein, über das ganze Land verteilt. 

Dave Ulmer

Aus dem Eimer, den er in einem Waldstück neben einem Parkplatz in seiner Heimat Oregon, USA, versteckt hat, sind nicht nur ein paar Tausend, sondern mittlerweile über drei Millionen Geocaches weltweit geworden.

Der magische Moment des Dave Ulmer

Um die Geocaches zu finden, brauchst du die GPS-Daten des Verstecks. Die waren früher nur für das Militär nutzbar. Erst am 2. Mai 2000 hörten die Amerikaner auf, die GPS-Signale für „normale“ Bürger zu verfälschen. Es ist der Tag, an dem Dave Ulmer vor Aufregung nicht schlafen kann. Er sitzt um Mitternacht vor seinem GPS Gerät und sieht, wie sich die Positionsgenauigkeit von 300 Fuß (rund 100 Meter) auf 30 Fuß (ca. 10 Meter) ändert. Das heißt, auf der ganzen Welt kann von einem Moment auf den anderen jeder Mensch einen Punkt im Gelände innerhalb von zehn Metern finden. Also überlegt Ulmer, wie er diesen magischen Moment mit anderen teilen kann. Und erfindet das Geocaching.

Versteckte Schätze überall auf der Welt

Inzwischen gibt es Geocaches so ziemlich in jedem Land und an den verrücktesten Orten der Welt. Den höchsten Geocache findest du auf dem Mount Everest. Der Tiefste an Land heißt „Glück Auf in Merkers“ und ist im Bergwerk Merkers bei Bad Salzungen in einer Kristallhöhle versteckt. Es gibt zwar noch tiefere Geocaches, aber die sind im atlantischen und indischen Ozean auf über 2000 Meter Tiefe und ohne U-Boot nicht zu erreichen.

Selbst auf der Raumstation ISS gibt es einen Geocache. Bildrechte: Mark Garcia

Noch schwerer dürfte für „Otto Normalgeocacher“ nur der Geocache von Richard Garriott zu loggen sein. Der US-Astronaut und hat ihn 2008 auf der Raumstation ISS angebracht.

Der beliebteste Geocache der Welt hat die Form eines Legosteins und findet sich in Berlin am Potsdamer Platz an einer Lego-Giraffe.

 Giga-Events zum 20. Jahrestag auf 2021 verschoben

Eigentlich wollte die Geocacher-Community den 20. Jahrestag mit so genannten Mega- oder Giga-Events feiern, bei denen sich tausende Cacher treffen und gemeinsam auf die Jagd gehen. Wegen Corona sind die Feierlichkeiten aber auf nächstes Jahr verschoben.

 Die Koordinaten zu den Geocaches findest du problemlos im Internet, zum Beispiel unter www.Geocaching.com oder www.opencaching.de. Bestimmt gibt es auch einen Geocache in deiner Nähe.

Dieses Thema im ProgrammMDR JUMP Nachrichten | 27. April 2020 | 10:00 Uhr

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