Der deutsche Astronaut Alexander Gerst arbeitet an der Internationalen Raumstation ISS
Bildrechte: Alexander Gerst/ESA/NASA

Blick zu Alexander Gerst Wo ist die Internationale Raumstation ISS?

12.06.2018 | 11:30 Uhr

Vor einer Woche ist "Astro Alex" zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Nach mehr als zwei Tagen im All kam Alexander Gerst mit seinen Kollegen an der ISS an. Gerade mal 90 Minuten braucht die ISS um einmal die Erde zu umrunden. Auf der Seite der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA könnt ihr immer verfolgen, wo die ISS gerade ist.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst arbeitet an der Internationalen Raumstation ISS
Bildrechte: Alexander Gerst/ESA/NASA

Da werden sogar Sportwagenfahrer blass vor Neid: Mit 28.800 km/h rast die Internationale Raumstation ISS in einer Höhe von 400 Kilometern um die Erde. "Am Steuer" der deutsche Astronaut Alexander Gerst, der als erster Deutscher während der Mission sogar das Kommando über unseren Außenposten im All übernimmt. 90 Minuten dauert eine Umrundung des Planeten, dabei erlebt die Besatzung insgesamt 16 Sonnenauf- und untergänge.

Astro-Alex und die Nachrichten aus dem All

Alexander Gerst hat schon über die Startvorbereitungen geschrieben und schildert nun auch auch aus dem All ausführlich seine Eindrücke schildern. Hier laufen Infos von ihm, der ESA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein:

"Horizons" (Horizonte) ist der Name der zweiten Mission von Alexander Gerst auf der Internationalen Raumstation. Wie schon bei der letzten Mission ins All, berichtet Alexander Gerst auch wieder auf seinem Instagram-Profil und seinem Blog. Der deutsche Astronaut legt großen Wert darauf, seine Follower mit vielen Erlebnissen und Fotos von seinen Missionen zu versorgen und mit ihnen in Kontakt zu bleiben.

Jede Menge Experimente

Alexander Gerst schwebt durch die ISS.
Bildrechte: NASA

Bei der aktuellen ISS-Mission will Alexander Gerst in Experimenten die biomechanischen Eigenschaften eines ruhenden menschlichen Muskels in der Schwerelosigkeit erforschen. Mit dabei ist auch ein Experiment des Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik der TU Dresden. Das Analysesystem soll das Astronautentraining an Bord der ISS überwachen und auswerten und so die vielen Kabel, die dazu bisher nötig waren, überflüssig machen.

Mitgenommen hat er auch eine Zeitkapsel des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Sie enthält Zeitdokumente und Fotos von Schülern und Schülerinnen, die das heutige Leben von Jugendlichen widerspiegeln. Erst auf der ISS wird Alex Gerst die Zeitkapsel versiegeln und sie nach seiner Rückkehr auf die Erde an das Haus der Geschichte in Bonn übergeben, wo sie nach 50 Jahren wieder geöffnet werden soll. Auch Schüler aus Mitteldeutschland haben Fotos für die Kapsel ausgesucht.

Alexander Gerst schaut aus der Raumstation auf den blau leuchtenen Erdball.
Bildrechte: NASA

Es ist so schön auch Botschaften von meinen Mitmenschen mitzunehmen und denen damit die Möglichkeit zu geben, mit mir in den Weltraum zu fliegen. Jeder der mir eine Botschaft mitgegeben hat, fliegt mit mir zur Raumstation - das finde ich eine tolle Sache. Das ist inspirierend für mich.

Damit die Verpflegung im All nicht zu einseitig wird, durfte sich Astro-Alex ein paar Gerichte aussuchen, die er mitnimmt. Mit dabei Käsespätzle mit Speck, Maultaschen und Hühnerrahm-Geschnetzeltes. Außerdem gibt es 16 Standardgerichte - darunter ist vielleicht auch eine Original Thüringer Rostbratwurst.

Alexander Gerst lächelt in die Kamera.
Bildrechte: ESA / S. Corvaja

ISS-Kommandant Alexander Gerst Alexander Gerst ist der dritte deutsche Astronaut auf der ISS. Er hat Geophysik an der Universität Karlsruhe und Geowissenschaften in Wellington, Neuseeland studiert. 2009 begann seine Ausbildung zum Astronauten im Europäischen Astronautenzentrum (EAC). Nach Alex Gerst wurde übrigens auch ein Asteroid benannt. Ihr könnt ihm auch auf Twitter unter @Astro_Alex folgen, um seine schönen Aufnahmen aus dem All zu sehen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Nachmittag | 12. Juni 2018 | 18:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2018, 11:25 Uhr

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