Wetter-Rekorde: Wärmster, trockenster und kältester Ort Deutschlands bei uns!

Für die Ferienkinder sind diese Tage perfekt: Sommer, Sonne, Sonnenschein – perfekt um die Hitze-Tage am Baggersee zu verbringen. Gärtner und Bauern haben dagegen mit dem Wetter ernste Probleme: Den Pflanzen fehlt das Wasser. Dazu sorgt die extreme Trockenheit dafür, dass die Felder örtlich abbrennen. Fakt ist: In den vergangenen Wochen gab es einige Wetter-Rekorde in Mitteldeutschland.

Zuerst die wichtige Frage: Bleibt es so warm? Ja, denn über Deutschland hat sich eine so gennannte Omega-Wetterlage gebildet, sagt Meteorologe Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst:

Das Hoch über uns hat in etwa die Form des griechischen Buchstaben Omega. Und diese Wetterlage ist sehr stabil. In Tiefdruckgebieten steigt die Luft auf, deswegen bilden sich dort Wolken. Wir sind genau zwischen diesen Tiefs, wo die Luft wieder absinkt. Dort gibt es so gut wie keine Niederschläge

Wärmster Ort Deutschlands in Sachsen-Anhalt

Demker in der Altmark war im Juni der wärmste Ort Deutschlands: Dort kletterte die Temperatur am 9. Juni auf 33,4 Grad Celsius. Die Sonne hat allerdings in Sachsen deutlich länger geschienen: Rekordhalter im letzten Monat war Zwickau mit 269 Sonnenstunden.

Trockenster Ort Deutschlands in Thüringen

So waren die trockensten Gebiete Deutschlands im vergangenen Monat die Tieflandbereiche des Thüringer Beckens bis in den Osten Thüringens. Die Mess

stationen des Deutschen Wetterdienstes erfassten im gesamten Juni in Artern bloß 3,2 mm Niederschlag. Der Wert stellt nicht nur 2018 deutschlandweit den Minusrekord dar, sondern sind an dieser Stationen auch die niedrigsten Niederschlagsmengen im Juni seit Beginn der Messungen - in Artern seit 1954. In Jena, wo seit 1827 Niederschlagsmessungen durchgeführt werden, ist der bislang trockenste Juni mit 9,1 mm Niederschlag im Jahr 1835 registriert worden!

Extreme Trockenheit in Mitteldeutschland

Teile Ostdeutschlands erleben nach DWD-Angaben derzeit eine der schlimmsten Trockenperioden seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen vor mehr als 55 Jahren. Agrarmeteorologe Hans Helmut Schmitt:

An einzelnen Punkten sind wir in Sachen Trockenheit ganz nah an den Extremwerten dran.

Der Dürremonitor zeigt, was viele schon vermutet haben. Der heiße und trockene Frühling und die Hitzephase der letzten Wochen haben ihre Spuren hinterlassen. Besonders betroffen ist die Sächsische Schweiz/Osterzgebirge, Mittelsachsen, in Thüringen die Grenzgebiete zu Sachsen-Anhalt und Sachsen, große Gebiete im Süden Sachsen-Anhalts und ganz besonders die Region um Zerbst.

Kältester Ort Deutschlands im Erzgebirge

Bewohner der Stadt Marienberg im Erzgebirgskreis mussten in den letzten Tagen ihre Gartenpflanzen vor Frost schützen. Schon am vergangenen Wochenende wurden dort Temperaturen von minus 3,2 Grad gemessen. Doch dann ging das Thermometer noch weiter runter: In der Nacht zum Montag wurden in Kühnhaide minus 4,1 Grad gemessen. Frost gab es dort sogar in den ersten vier Juli-Nächten.

Fazit

Studien zeigen schon seit einiger Zeit, das in Deutschland extreme Wetterereignisse zunehmen. Schon 2016 rückte die Bundesrepublik auf dem Klima-Risiko-Index der Umweltschutzorganisation Germanwatch vom 64. auf den 42. Platz der am meisten betroffenen Staaten vor. Dieser Trend dürfte anhalten.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 07. Juli 2018 | 08:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Juli 2018, 16:23 Uhr

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