Herzinfarkt
Bildrechte: imago/Science Photo Library

So kannst du dein Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern

27.09.2018 | 11:05 Uhr

Am 29. September ist Weltherztag. Er soll auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufmerksam machen. Wenn jemand einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleidet, ist schnelle Hilfe wichtig. Damit man möglichst gesund bleibt, fängt Prävention früh an - am besten schon bei den Kindern.

Herzinfarkt
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind eine der häufigsten Todesursachen in den Industriestaaten. Begünstigt werden sie durch eine ungesunde Lebensweise wie Bewegungsmangel, ungesundes Essen und Rauchen. Wer einen gesunden Lebensstil pflegt, am besten schon in jungen Jahren, kann sein Risiko auf Herzerkranken stark reduzieren. Im Umkehrschluss kann man also sagen, die drei Hauptfaktoren, um am Herz gesund zu bleiben sind Bewegung, nicht rauchen und gesundes Essen. Empfohlen werden vor allem Gerichte aus der Mittelmeerküche, da die mediterrane Küche als wenig Fleisch lastig und ausgewogen gilt.

7.000 Schritte am Tag sind das Minimum

Um Herzerkrankungen vorzubeugen, empfiehlt die Deutsche Herzstiftung mindestens 7.000 bis 10.000 Schritte am Tag zu tun. Kontinuierliche, ausreichende Bewegung führt zu einem Art Schutzeffekt für das Herz. Dabei ist der Gesundheitseffekt genauso groß wie durch das Nichtrauchen. Wer sich viel bewegt, senkt außerdem sein Risiko zu massiven Übergewicht oder Fettleibigkeit.

Vor allem für Kinder ist wichtig, dass die Eltern einen gesunden Lebensstil pflegen, so dass sie es von Anfang an lernen. Seit einigen Jahren gibt es deswegen Präventionsprojekte wie "Skipping Hearts - Seilspringen macht Schule", in denen die Kinder zu mehr Bewegung animiert werden sollen und über das Herz informiert werden.

Herzinfarkt und Schlaganfall erkennen

Viele Infarkte kündigen sich wochenlang vorher an. Plötzlich auftretende Brustschmerzen, Atemnot und Engegefühle in der Brust sind die auffälligsten Anzeichen. Mediziner Dr. Lekutat rät:

Ein kurzer Stich in der Brust ist sicherlich nicht besorgniserregend. Aber wenn so ein Schmerz länger als 30 Sekunden anhält, dann sollten Sie schon aufmerksam werden

Treten die Symptome vorwiegend bei körperlicher Belastung oder unter Stress auf und verschwinden dann wieder, sind das zusätzliche Warnzeichen. Auch starke Brustschmerzen, ein Engegefühl in der Brust, heftiges Brennen und Übelkeit sind sehr deutliche Anzeichen für einen Herzinfarkt. Das gilt besonders, wenn die Schmerzen über mehrere Minuten anhalten. Weitere Warnsignale sind Schmerzen in der linken Schulter und dem linken Arm. Auch der Kiefer kann davon betroffen sein. Viele Betroffene berichten von einem sehr starken Druck auf der Brust, der oft auch mit Atemnot einhergeht. Hinzu können Erbrechen und Angstgefühle kommen. Ein äußerliches Anzeichen kann Schweiß auf kalter, blasser Haut sein. 

Solltet ihr leichte Symptome eines Infarktes bei euch oder einem Angehörigen bemerken, dann sucht schnellstmöglich euren Hausarzt auf, um den Zustand abklären zu lassen. Sind die Symptome akut und starke Schmerzen vorhanden, sollte man umgehend den Notarzt unter 112 anrufen. Das gilt auch dann, wenn ihr nicht sicher seid und einen Infarkt "nur" vermutet.

Es kann beunruhigend sein, wenn das Herz plötzlich wie verrückt schlägt. Manchmal steckt "auch nur" eine harmlose Ursache dahinter. Zur schnelleren Diagnose kann eine Checkliste hilfreich sein:

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 29. September 2018 | 06:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. September 2018, 11:04 Uhr

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