Welches Haustier passt zu meiner Familie?

Hund, Katze oder Hamster? Viele Haustiere können in eine Familie passen. Allerdings haben sie alle unterschiedliche Bedürfnisse. Wir helfen bei der Entscheidung!

Familie streichelt einen Hund
Viele Familien schaffen sich einen Hund an. Bildrechte: Colourbox.de

„Ich möchte ein Haustier!“ - Diesen Satz hören die meisten Eltern irgendwann. Denn ein Tier kann das Familienleben noch schöner machen. Immerhin werden in Deutschland etwa 34 Millionen Haustiere gehalten. Im Idealfall übernimmt in einer Familie auch das Kind Verantwortung und Hund oder Katze werden ein treuer Begleiter zum Spielen und Kuscheln. Zusätzlich kann es Ängste und Stress abbauen. Aber dennoch gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. Denn ein Tier benötigt auch viel Zeit für Füttern und Pflege. Der Deutsche Tierschutzbund schreibt in einer Broschüre: „Auch wenn Kinder hoch und heilig versprechen, die Versorgung des Tieres zu übernehmen, zeigt die Erfahrung, dass die Eltern letztendlich doch häufig einspringen müssen.“ Wir haben die wichtigsten Punkte für die Entscheidungsfindung zusammengefasst.


Hund: Ein Tier für die ganze Familie

Betreuungsaufwand

Hunde benötigen viel Zeit. Weil sie als sehr sozial und sehr stark am Menschen orientiert gelten, benötigen sie viel Aufmerksamkeit. Außerdem kann und sollte er gut erzogen werden, damit er auch mit Kindern klar kommt. Zusätzlich benötigen Hunde viel Auslauf. Viele von ihnen sollten nicht länger als vier bis sechs Stunden allein zu Hause sein.

Platzbedarf

Für große Hunde ist ein Haus mit großem Garten empfehlenswert. Kleinere Tiere können auch in Wohnungen in der Stadt gehalten werden. Allerdings sollte ein Park für Spaziergänge dann nicht weit entfernt sein.

Monatliche Kosten

Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, Futter und Tierarzt: Bei Hunden kann eine Menge zusammen kommen. Laut der Versicherungsgesellschaft Getsurance entstehen im Schnitt monatliche Kosten von 102 Euro. Der Wert variiert, da die Hundesteuer in jeder Gemeinde unterschiedlich hoch ausfällt.

Ein Schlittenhund.
Bildrechte: Colourbox.de

Katze: Schmusekater oder eigenwilliges Tier

Betreuungsaufwand:

Katzen sind vor allem Einzelgänger. Gemeinsam in der Natur herumlaufen wird mit diesem Tier nichts. Sie werden deshalb, anders als der Hund, auch nicht zum besten Freund des Menschen, sondern eher zu einem guten Mitbewohner. In vielen Situationen sind sie aber auch stark auf Schmusen aus. Eine Katze benötigt insgesamt deutlich weniger Zeit, als ein Hund.

Platzbedarf

Viele Katzen brauchen Auslauf. Ihnen tut es gut, auch draußen herumlaufen zu können. Daher wird ein Garten oder eine verkehrsarme Umgebung empfohlen. Zusätzlich wird ein Katzenklo benötigt. In Stadtwohnungen sollte die Einrichtung katzengerecht angepasst werden. In höheren Etagen muss darauf geachtet werden, dass die Tiere nicht aus Fenstern klettern können. 

Monatliche Kosten

Bei Katzen ist der größte Posten das Futter. Diese Position nimmt etwa 40 Euro ein. Laut der Versicherungsgesellschaft Getsurance entstehen im Schnitt monatliche Kosten in Höhe von 70 Euro. Darin enthalten sind Futter, Unterbringungen und Arztkosten.


Hamster: Tagsüber am Schlafen, nachts auf Tour

Betreuungsaufwand:

Hamster sind als Haustiere sehr beliebt. Aber viel unternehmen kann man mit ihnen nicht. Da sie nachtaktiv sind, schlafen sie vor allem tagsüber. Viel Betreuung benötigen sie nicht, aber viel Auslauf sollte ihnen gegeben werden. Täglich können sie etwa drei Kilometer rennen. Daher können sie abends auch aus ihrem Käfig gelassen werden, damit sie durch die Wohnung laufen können. Allerdings können sie sich dort hinter Schränken verstecken oder einklemmen.

Platzbedarf

Da Hamster sehr viel Auslauf benötigen, ist es sinnvoll, ein großes Laufrad aus Naturmaterialien in ihrem Käfig aufzubauen. Außerdem sollte es in der Wohnung einen Raum geben, in dem sie auch zeitweise außerhalb ihres Geheges rennen können.

Monatliche Kosten:

Laut der Versicherungsgesellschaft Getsurance entstehen im Schnitt monatliche Kosten in Höhe von 15 Euro. Darin enthalten sind Futter und Unterbringung.

Ein Hamster hockt auf einer Hand
Bildrechte: Colourbox.de

Meerschweinchen: Gut für die Wohnung

Betreuungsaufwand:

Meerschweinchen sind keine Tiere zum Kuscheln. Die tagaktiven Tiere können schnell falsch angefasst werden und sind dann nicht in der Lage sich zu wehren. Dann gehen sie in eine Schockstarre über. 

Platzbedarf:

Meerschweinchen sollten mindestens zu zweit gehalten werden. Sie fühlen sich in Gruppen wohl. Die Tiere können gut in Wohnungen gehalten werden, wenn sie genügend Auslauf bekommen und ihre Unterkunft groß genug ist. Auch im Gartengehege können sie gut leben.

Monatliche Kosten:

Laut der Versicherungsgesellschaft Getsurance entstehen im Schnitt monatliche Kosten in Höhe von 23 Euro. Darin enthalten sind Futter, Arztkosten und Unterbringung.

Mädchen kuschelt mit einem Meerschweinchen
Bildrechte: Colourbox.de

Kaninchen: Gesellig und auslaufbedürftig

Betreuungsaufwand:

Zwergkaninchen sind beliebte Haustiere. Sie bewegen sich gern, weshalb sie regelmäßig Auslauf bekommen sollten. Dabei ist zu beachten, dass keine Stromkabel in ihrer Reichweite sind, da sie diese anknabbern könnten. Außerdem haben sie Angst vor Menschen, weshalb sie nicht für kleine Kinder geeignet sind. Das Futter sollte vor allem auch aus Heu und Frischfutter bestehen.

Platzbedarf:

Die Tiere leben gern zu zweit. Aufgrund ihres Bedarfes an Auslauf sind sie weniger für eine Wohnung geeignet. Sie fühlen sich vor allem in Außengehegen wohl. 

Monatliche Kosten:

Laut der Versicherungsgesellschaft Getsurance entstehen im Schnitt monatliche Kosten in Höhe von 23 Euro. Darin enthalten sind Futter, Arztkosten und Unterbringung.

Junges Kaninchen von Mann gehalten
Bildrechte: Colourbox.de

Fische: Aufwendige Pflege, kein Kuscheln

Betreuungsaufwand:

Fische selbst benötigen kaum eine Betreuung. Anfassen ist schwierig. Das Gleiche gilt für den Aufbau einer innigen Beziehung. Auch die Pflege des Aquariums ist aufwendig. Die Reinigung sollte vor allem von Erwachsenen übernommen werden. 

Platzbedarf:

Abhängig von der Anzahl er Fische sollte die Größe des Aquariums angepasst werden. Da viele Tiere im Schwarm auftreten, müssen sie auch so gehalten werden. Ein Aquarium eigenen sich für viele Wohnungen. Allerdings sollte mit dem Vermieter abgesprochen werden, ob die Statik des Hauses ein entsprechendes Becken aushält.

Monatliche Kosten:

Laut der Versicherungsgesellschaft Getsurance entstehen im Schnitt monatliche Kosten in Höhe von 35 Euro. Darin enthalten sind Futter und Unterbringung.

Aquarium - Tuxedo Swordtail Fish - xiphophorus helleri tuxedo
Bildrechte: imago/Anka Agency International

Wellensittiche: Artgerechte Haltung kaum möglich

Betreuungsaufwand:

Wellensittiche werden oft in kleinen Wohnungen gehalten. Allerdings haben sie hier oft zu wenig Platz. Eigentlich brauchen sie täglich Platz für einen Freiflug. Sie können schnell zahm und zutraulich werden.

Platzaufwand:

Neben dem Freiflug ist das Schwarmauftreten der Wellensittiche wichtig. Sie sollten mindestens zu zweit gehalten werden.

Monatliche Kosten:

Laut der Versicherungsgesellschaft Getsurance entstehen im Schnitt monatliche Kosten in Höhe von 29 Euro. Darin enthalten sind Futter und Unterbringung.

Wellensittich
Bildrechte: imago/Photocase

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