Welcher Müll kommt in welche Tonne?

29.08.2019 | 10:25 Uhr

Was in welche Tonne kommt, ist in manchen Fällen immer noch ein Rätsel. In unserem Quiz findest kannst du rausfinden, ob du bescheid weißt.

Bioabfall-, Papiertonne und Gelbe Tonne
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Braune Tonnen, blaue Tonnen, Glascontainer in verschiedenen Farben, gelber Sack und so weiter. Das deutsch Recyclingsystem ist ziemlich komplex und nicht immer ist klar, was wo reingehört.

Die wichtigste Faustregel ist dabei eigentlich immer, dass man verschiedene Stoffe möglichst voneinander trennen sollte. Umschläge mit Sichtfenster sollten zum Beispiel bestenfalls nicht einfach so in den Papiermüll. Ziel der ganzen verschiedenen Tonnen ist es nämlich einen "Monostoffstrom" zu erreichen. Heißt: In der Papiertonne ist zum Beispiel wirklich nur noch Papier, das auch recycelt werden kann, dafür ist im gelben Sack nur noch wiederverwertbarer Plastikmüll.

Gut gemeint statt gut gemacht

Die Abfallentsorger liefern sich ein kleines Katz und Maus-Spiel, wenn auch eher unbeabsichtigt. Bestes Beispiel dafür ist Bioplastik aus nachwachsenden Rohstoffen. Das ist zwar theoretisch umweltschonender, weil es aus Zuckerrüben oder Mais hergestellt wird, allerdings wird es momentan weder recycelt noch aufbereitet, sondern einfach verbrannt. Es wäre also momentan noch sinnvoller, herkömmliches Plastik zu verwenden.

Auch landen immer noch viele Fehlwürfe in den verschiedenen Tonnen. Im gelben Sack bzw. in der gelben Tonne sollen es bis zu 50 Prozent sein. Dieser Müll gilt zwar statistisch als recycelt, faktisch wird er aber trotzdem verbrannt. Deshalb ist es wichtig, Müll auch wirklich sorgfältig zu trennen.

Denn der Müll, der hier nicht wiederverwertet werden kann, wird entweder verbrannt oder in andere Länder verschifft, vor allem nach China, Indien oder Malaysia. Dort landet der Müll dann oft auf ungesicherten Deponien. Bei starkem Regen werden dann Schadstoffe und Mikroplastik ausgewaschen und gelangen so ins Meer.

Mehr Kapazitäten, konsquentere Mülltrennung

Experten sehen immerhin einen langsamen Bewusstseinswandel bei den Verbrauchern. Trotzdem fordert die Umweltorgansition Greenpeace beispielsweise, dass die deutsche Recyclingindustrie ihre Kapazitäten soweit erhöht, dass der Müll, der hier anfällt, auch hier bearbeitet werden kann. Aber auch Verbraucher können einiges tun. Ganz auf Plastik verzichten ist noch ziemlich schwer, aber eine konsquente Mülltrennung macht Recycling einfacher und schont die Umwelt.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 29. August 2019 | 17:10 Uhr

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