Nach Absagen: Weihnachtsmärkte in unserer Region sollen stattfinden

Glühwein, Bratapfel und Stollen: An die gemütliche Weihnachtszeit denken wir während des Sommers eher selten. Nach den Absagen im vergangenen Jahr laufen die Vorbereitungen für die Weihnachtsmärkte in unserer Region aber bereits – jedoch unter unsicheren Planungsbedingungen.

Weihnachtsmarkt Bautzen
Bildrechte: MDR/Tobias Koch

In diesem Jahr soll kein Plan B notwendig sein: Die Vorbereitungen für den regulären Start der Weihnachtsmärkte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen laufen bereits. Auch wenn aufgrund der aktuellen Situation nicht mit hundertprozentiger Sicherheit geplant werden kann, sind die Startbedingungen anders als im vergangenen Jahr: Einerseits haben viele Organisatoren bereits Erfahrungen mit den Hygiene- und Schutzmaßnahmen bei Veranstaltungen gesammelt – andererseits ist über die Hälfte der Gesamtbevölkerung mittlerweile vollständig geimpft.

Ziel in Sachsen klar: Märkte sollen stattfinden

In Sachsen wird mit der Fortführung die traditionsreichen Märkte bereits geplant, eine Entwicklung der Infektionslage könne aber natürlich nicht vorausgesagt werden, so Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU). Eine erneute Absage der Märkte wolle man unbedingt vermeiden.

Mein Ziel ist ganz klar, dass Weihnachtsmärkte 2021 stattfinden können.

Anfang der Woche habe man sich erstmals beraten, was im Falle steigender Infektionszahlen möglich sei. Für eindeutige Regelungen müssten jedoch weitere Abstimmungen folgen.

In Leipzig, Chemnitz oder Dresden wird währenddessen schon fleißig geplant. Trotz der Unsicherheit will man hier sicherstellen, dass die Weihnachtsmärkte mit ausreichenden Schutzkonzepten stattfinden können. Während in Leipzig noch keine klare Prognose gewagt wird, ist Chemnitz fest entschlossen.

Sollte es die Corona-Lage zulassen, werden rund um das Rathaus wieder viele Stände für weihnachtliches Flair sorgen. Stand jetzt wird der Chemnitzer Weihnachtsmarkt in diesem Jahr auf jeden Fall stattfinden.

Auch das „Spielzeugdorf“ Seiffen im Erzgebirge ist optimistisch. Hier will man das 30. Jubiläum des Marktes nachholen, das im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemie nicht stattfinden konnte. Laut einer Sprecherin der Stadt arbeite man bereits an einer Strategie, die nach dem jetzigen Stand die Seiffener Weihnacht ermöglichen könne. Ein Lockdown wäre „eine große Katastrophe“. Auch der Bautzener Wenzelsmarkt, der Schlesische Christkindelmarkt in Görlitz und der Zwickauer Weihnachtsmarkt sollen nach jetzigem Stand stattfinden.

Nach Absagen bereitet sich auch Sachsen-Anhalt vor

Nachdem auch in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr die Weihnachtsmärkte nicht wie geplant stattfinden konnten, sind die Planungen für den Winter in vollem Gange. In den beiden größten Städten Halle und Magdeburg laufen die Vorbereitungen bereits. In Magdeburg unterzeichneten alle Teilnehmenden derweil ihre Verträge, so eine Sprecherin der Landeshauptstadt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Der Magdeburger Weihnachtsmarkt 2021 und die Lichterwelt Magdeburg sind in Planung.

Auch in Halle ist das Ziel klar: Der Weihnachtsmarkt soll in diesem Jahr wieder – unter Einhaltung eines Hygienekonzepts – stattfinden. Im Endeffekt werde die Entscheidung aber lageabhängig getroffen, auch wenn die Planungen bereits begonnen haben. Die Vorbereitungen beim Sternthaler Weihnachtsmarkt in Blankenburg, dem Stendaler Weihnachtsmarkt und dem Weihnachtsmarkt in Wernigerode laufen ebenfalls auf Hochtouren.

„Absagen ist keine Option“

In Thüringen hofft man ebenso auf die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr. Trotz der Absage im Vorjahr laufe die Vorbereitung in Erfurt ganz regulär, erklärte der Leiter der Abteilung Märkte und Stadtfeste der Stadt, Sven Kaestner. Während der Vorbereitungen stehe man auch im ständigen Austausch mit dem städtischen Gesundheitsamt.

Es kann momentan deutschlandweit glaube ich keiner sagen, ob es Weihnachtsmärkte geben wird.

Nach der Pandemie und den zahlreichen Lockdowns wolle man den Menschen nun etwas Schönes geben – und den Gewerbetreibenden eine wichtige Einnahmequelle bieten, so Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD). Absagen sei deshalb keine Option. Das denken sich auch die Städte Jena, Weimar und Gera und bereiten ihre Weihnachtsmärkte für die Gäste vor.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 15. September 2021 | 11:57 Uhr

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