Ausgedienter Weihnachtsbaum im Schnee.
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Weihnachtsbäume entsorgen Biotonne, Kompost oder abholen lassen?

Zu Weihnachten sah der Baum noch richtig prächtig aus mit Lametta, Lichtern und vielen Kugeln. Jetzt beginnen aber die meisten Weihnachtsbäume so richtig zu nadeln und sollen bei vielen schnell raus. Wie man den Baum am besten entsorgen kann, welche Regeln fürs Abholen und auch für die Größe gelten: Wir fassen das Wichtigste zusammen.

Ausgedienter Weihnachtsbaum im Schnee.
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Selbst wenn man den Baum vom Schmuck komplett befreit hat, darf man ihn nicht wieder in den Wald zurückbringen. Im Ernstfall drohen Bußgelder von 50 Euro aufwärts wegen illegaler Abfallentsorgung. Viele Zootiere fressen zwar gern Nadelbäume. Die Tiergärten lehnen die Weihnachtsbaumspende trotzdem ab. Schließlich können sie schlecht überprüfen, ob der Baum gespritzt wurde. Auch in der Biotonne haben Fichte, Kiefer oder Tanne in der Regel nichts zu suchen. Darauf weisen etwa die Stadtwerke Halle/Saale hin. Abfälle aus der Tonne würden anders verarbeitet als Bäume beim Kompostieren. In Leipzig, in Erfurt und im Salzlandkreis allerdings dürfen kleinere Bäume auch zerteilt in der Biotonne entsorgt werden. Hier lohnt sich also ein Anruf bei der Stadt- oder Kreisverwaltung. Wer einen Komposthaufen im Garten hat, darf darauf in der Regel auch den zerlegten oder gehäckselten Weihnachtsbaum entsorgen.

Selbst bringen kostet meist nichts

Ein Bagger verlädt Weihnachtsbäume in einer Shredderanlage in Halle/Saale.
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In vielen Gemeinden, Städten und Kreisen kann man den ausgedienten Weihnachtsbaum selbst zu ausgewiesenen Entsorgungsstellen bringen und kostenlos abgeben. Das sind im Landkreis Leipzig und im Landkreis Harz etwa die Wertstoffhöfe und im Landkreis Schmalkalden-Meiningen die Grünschnittannahmestellen der Gemeinden. Im Altmarkkreis Salzwedel werden ausgediente Weihnachtsbäume auf Wertstoffhöfen und zusätzlich auf Abfallwirtschaftshöfen wie etwa in Gardelegen oder Cheine angenommen. Halle bietet gleich 248 Plätze zum Entsorgen an, auf denen vom 7. Januar bis zum 4. Februar Bäume abgelegt werden können. Bei den Wertstoffhöfen der Stadt dürfen sorgar künstliche Weihnachtsbäume abgegeben werden. Auch im Landkreis Görlitz kann man die Bäume auf Kompostplätzen loswerden. Dort wird allerdings eine kleine Gebühr fällig.

„Wir holen ab!“

Zusätzlich bieten viele Dörfer und Städte noch einen Abholservice für ausgediente Weihnachtsbäume an. In Görlitz, Löbau und Zittau in Sachsen beispielsweise werden die Bäume im gesamten Januar an den Tagen eingesammelt, an denen auch die Biotonne geleert wird. Diesen Service bietet auch der Salzlandkreis. Abgeholt wird auch in Arendsee, Kalbe oder Salzwedel in Sachsen-Anhalt, wenn man den Baum neben die Mülltonne legt. Dafür gibt es aber feste, einzelne Termine, die auf der Webseite des Altmarkkreises veröffentlicht sind. Ähnlich klappt das Ganze auch im Landkreis Harz. Auch dort kann man die jeweiligen Abholtermine online abrufen. Für den Abholservice werden keine zusätzlichen Gebühren fällig. Die Gemeinden weisen aber darauf hin, dass die Bäume vorab komplett von Schmuck und Lametta befreit werden müssen. Außerdem sollten die Weihnachtsbäume nicht größer als zwei Meter sein. Bei vielen Müllautos passen sie sonst nicht in die Öffnung der Ladefläche. Außerdem sollen die Mitarbeiter der Entsorger nicht mit überschweren Bäumen belastet werden.

Unter Aufsicht verbrennen

Neujahrsfeuer in Landsberg im Saalekreis.
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In der Regel dürfen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen pflanzliche Abfälle nicht privat verbrannt werden. Das gilt auch für Weihnachtsbäume. In vielen Gemeinden nimmt aber die örtliche Feuerwehr die Bäume an. Die werden dann unter Profi-Aufsicht verbrannt und das Ganze mit Glühwein und Bratwurst gefeiert. So lädt etwa am ersten Samstag des Jahres die Stadt Böhlen zum Neujahrsfeuer mit Weihnachtsbäumen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 04. Januar 2018 | 06:20 Uhr