Vierblättriger Glücksklee und ein Schornsteinfegerpüppchen
Bildrechte: dpa

Tag des Glücks Glücklichsein beginnt im Kopf

16.03.2018 | 15:00 Uhr

Am 20. März ist der Internationale Tag des Glücks. Nach Glück strebt jeder und es wird auch immerzu gewünscht. Doch was braucht man eigentlich zum Glücklichsein? Kann man das lernen?

Vierblättriger Glücksklee und ein Schornsteinfegerpüppchen
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Wie glücklich wir uns fühlen, hängt zu einem großen Teil an unserer Einstellung zum Leben. Dieser Meinung ist zumindest Glückforscherin Simone Langendörfer:

Wenn wir negativ denken, ist die Welt negativ. Wenn wir positiv denken, ist die Welt positiv. Das hört sich einfach an, ist jedoch für viele eine Herausforderung.

Wenn uns der Bus vor der Nase weg fährt oder man etwas verloren hat, kann man sich schwarzärgern oder versuchen, die negativen Gedanken nicht überhand kommen zu lassen. "Ich kann lernen mein Glücksbewusstsein zu trainieren", erklärt Langendörfer. Oft erinnere man sich noch Jahre später an negative Ereignisse, während positive Momente schnell wieder vergessen werden.

Die Formel für Glück heißt: Dankbarkeit mal Achtsamkeit mal Bewusstheit.

Diese einfache Gleichung für das Glück kann jeder lernen, so Simone Langendörfer:

Wenn ich dankbar bin für das, was ich jetzt habe: Gesundheit, eine Wohnung und einen Job, kann mich das schon glücklich machen, sofern ich weiß, dass das alles keine Selbstverständlichkeit ist. Dankbarkeit im Grundsatz macht uns schon mal glücklich. Und dann achtsam sein, damit man auch wirklich die Dinge wahrnimmt, die man schon hat und die einem begegnen. Das ist wirklich die Basis und der Nährboden für Glück.

Was ist Glück?

Natürlich ist auch die Frage, wie man für sich selbst Glück definiert. Kann man nur glücklich werden, wenn man irgendwann mal Millionen im Lotto gewinnt und ist ein Leben lang unglücklich, weil das nicht passiert? Oder bedeutet glücklich sein in Wahrheit innere Zufriedenheit? Zumindest die Glücksforscherin ist sich sicher: Wer sich über kleine Dinge des Alltags wie ein Lächeln oder einen leckeren Eisbecher freuen kann, ist glücklicher und kann sein Glück auch auf andere übertragen.

Glück ist sehr ansteckend. Ich kann ein Glücksmultiplikator sein. Wenn man raus geht und man lächelt die Menschen an, strahlt man Zuversicht und Glück aus.

Unsere Glücksbringer und ihre Herkunft

Jede Kultur hat ihre eigenen Glücksbringer. Und oft geht der Ursprung dessen weit zurück. Wisst ihr, warum uns der Schonsteinfeger oder das Schweinchen Glück bringen sollen?

4-blättriges kleeblatt
Das vierblättrige Kleeblatt ist selten, wer es zufällig auf einer Wiese voll Klee findet, hat per se schon Glück.
Der Ursprung als Glücksbringer wird übrigens der biblischen Figur Eva zugeschrieben. Sie soll einer Legende nach ein vierblättriges Kleeblatt aus dem Paradies mitgenommen haben - als Andenken.
Wer also ein vierblättriges Kleeblatt findet, so heißt es, hat ein Stückchen Paradies gefunden.
Bildrechte: colourbox.com
4-blättriges kleeblatt
Das vierblättrige Kleeblatt ist selten, wer es zufällig auf einer Wiese voll Klee findet, hat per se schon Glück.
Der Ursprung als Glücksbringer wird übrigens der biblischen Figur Eva zugeschrieben. Sie soll einer Legende nach ein vierblättriges Kleeblatt aus dem Paradies mitgenommen haben - als Andenken.
Wer also ein vierblättriges Kleeblatt findet, so heißt es, hat ein Stückchen Paradies gefunden.
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Auf dem ausgestreckten Zeigefinger eines Kindes sitzt ein Marienkäfer.
Ein kleiner Himmelsbote der Mutter Gottes soll der Marienkäfer sein, der Glück bringt, wenn er sich auf euren Finger setzt. Ihr dürft ihn jedoch niemals abschütteln oder töten, denn das soll Unglück bringen. Bildrechte: Colourbox.de
Ein kleines rosa Schwein aus Marzipan soll Glück bringen.
Das Schwein galt lange als Symbol des Wohlstands und Reichtums - einem Bauer der viele fette Schweine hatte, ging es gut und dessen Familie musste nicht Hunger leiden. Das erklärt, warum wir im Volksmund auch den Ausspruch "Schwein gehabt" im Sinne von "Glück gehabt" kennen.
Ein kleines Glücksschweinchen - heute meist aus Marzipan geformt - soll Wohlstand und Reichtum symbolisieren und dem Beschenkten ebendiesen bringen.
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Zwei Hufeisen im Stroh sollen Glück bringen.
Das Pferd war zu früheren Zeiten ein besonders wertvolles und starkes Tier, das sich kaum einer leisten konnte. Ein normaler Bauer hatte früher eher kein Pferd - der Königshof dagegen gleich mehrere. Das Hufeisen, das das Pferd schützt, gilt deswegen auch als Glücksbringer und Schutzschild für die Menschen - besonders für denjenigen, der zufällig eins am Wegesrand findet.
Früher wurden Hufeisen oft über eine Tür gehängt - damit es dem Teufel auf den Kopf fällt, wenn er herein kommt. Oder auch an den Mast eines Schiffes, um Schutz zu bringen. Wichtig dabei war, das Hufeisen wie ein U auf zu hängen, also dass die Öffnung nach oben zeigt. Das Glück, so heißt es, kann dann bleiben. Hängt man das Hufeisen falsch herum, mit der Öffnung zum Boden, fällt das Glück hinaus. Als C aufgehängt, mit der Öffnung nach rechts, soll das Hufeisen für Christus stehen.
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Mistelzweig
Misteln sollen vor Hexen beschützen, deswegen wurde der Mistelzweig über Türen und Ställe gehängt. Wenn ein Liebespaar sich unter einem Mistelzweig küsst, gilt das als gutes Omen, das ebenfalls Glück bringt. Bildrechte: Colourbox.de
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Können uns Glücksbringer tatsächlich glücklich machen?

Manchmal braucht das Glück vielleicht auch einen kleinen Anschubser. Ob der Schornsteinfeger, das vierblättrige Kleeblatt, das Hufeisen oder das Glücksschweinchen - alle sollen uns Glück bringen. Und das tun sie laut Simone Langendörfer auch, sofern wir davon selbst überzeugt sind:

Wenn ich sage: dieses Kleeblatt bringt mir Glück, dann ist das mein Denken und mein Vertrauen. Und das ist die Basis: Die Gedanken und Gefühle. Was ich als Glücksbringer nehme ist nicht wichtig, sondern dass ich daran glaube.

Das heißt, Glücksbringer können wie ein Placebo tatsächlich funktionieren, das eigene Selbstbewusstsein stärken und so zum Erfolg führen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 17. März 2018 | 06:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. März 2018, 15:00 Uhr

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