Kita, Hort, Ämter - Neue Warnstreiks in Mitteldeutschland

Die Gewerkschaft Verdi hat die nächste Runde Warnstreiks für Mitteldeutschland angekündigt. In mehreren Städten soll am Mittwoch im öffentlichen Dienst die Arbeit niedergelegt werden.

Ende September hatten auch Beschäftigte im Nahverkehr in Magdeburg die Arbeit niedergelegt.
Ende September hatten auch Beschäftigte im Nahverkehr in Magdeburg die Arbeit niedergelegt. Bildrechte: imago images / Christian Schroedter

Die Gewerkschaft Verdi hat für den 21. Oktober erneut zu Streiks im öffentlichen Dienst aufgerufen. In Sachsen-Anhalt beteiligt sich außerdem die Erzieher-Gewerkschaft GEW am Streikaufruf.

Sachsen: Streiks in Leipzig, Dresden und Zwickau geplant

In Sachsen sind die Beschäftigten in zum Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind dafür aber mehrere Betriebe und Behörden:

Leipzig

  • die Stadtverwaltung
  • Kitas, Horte und Schulen
  • Leipziger Sparkasse
  • Deutsche Nationalbibliothek
  • Volkshochschule
  • Musikschule

Dresden und Zwickau:

  • die Kommunalverwaltung
  • Sparkassen
  • das städtische Krankenhaus Dresden

Sachsen-Anhalt: Warnstreiks im Norden

In Sachsen-Anhalt plant Verdi am Mittwoch Streiks in Magdeburg, im Landkreis Harz, in Halberstadt sowie in Dessau und Weißenfels. In Magdeburg sollen unter anderem die städtischen Kitas und die Trinkwasserversorgung bestreikt werden. Zum Streik sind unter anderem Beschäftigte der Verwaltung, der Bäder und der Kitas aufgerufen.

Die Gewerkschaft GEW hat ihre Mitglieder in Magdeburg und Halle ebenfalls zu Warnstreiks aufgerufen. Das heißt, auch in Halle könnten Kitas bestreikt werden.

Thüringen: Streiks in Erfurt und Ilmenau

Im Freistaat sind vor allem Beschäftigte in Erfurt zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind laut Verdi die Rentenversicherung, Sparkassen und Jobcenter, sowie das Landratsamt.

Die Gewerkschaft GEW hat außerdem einen ganztägigen Warnstreik an allen kommunalen Kitas in Erfurt angekündigt. Eine Kita aus Ilmenau soll sich an dem Streik beteiligen.

Die Gewerkschaft Verdi fordert nach wie vor 4,8 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten, mindestens aber 150 Euro. Außerdem soll die Arbeitszeit auf West-Niveau abgesenkt werden.

Das erste Angebot der Arbeitgeber, das seit vergangenen Freitag vorliegt, sieht eine Stufenweise Lohnerhöhung um 3,5 Prozent vor und eine Einmalzahlung von 300 Euro. Die Gewerkschaften bezeichneten das Angebot als "geradezu Respektlos".

Im öffentlichen Nahverkehr sind vorerst keine Streiks geplant.

Mit Material von dpa.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 20. Oktober 2020 | 09:00 Uhr

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