Das erwartet Touristen dieses Jahr im Ostsee-Urlaub

Die großen Reisen müssen wegen Corona dieses Jahr ausfallen. Viele Urlauber haben deswegen die Ostsee als Reiseziel ins Auge gefasst. Aber auch dort gelten Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen.

Ostsee Usedom Heringsdorf
Bildrechte: imago images / Leo

Die Sommerferien haben angefangen und für die allermeisten Menschen sind ihre Urlaubspläne wahrscheinlich ins Wasser gefallen. Wer Lust auf Strand und Meer hat, dem bleibt in Deutschland vor allem die Ostsee. Doch allgemein gilt: Es ist sehr voll an der Ostsee.

Überfüllte Strände und Einschränkungen

Wer einen Tagesausflug an die Ostsee machen möchte, hat bisher - zumindest in Mecklenburg-Vorpommern - schlechte Karten. Das Bundesland erlaubt bisher nämlich keine Tagesausflügler. Die Regelung soll vorerst bis 4. August gelten. Dann will die Landesregierung entscheiden, wie es weitergeht. Hotels sind an vielen Orten aber auch teils bis in den Oktober ausgebucht.

In Schleswig-Holstein sind Tagesausflüge zwar erlaubt, aber auch dort kann es zu Einschränkungen kommen, etwa wenn Strände überfüllt sind. Manche Gegenden haben dafür Frühwarnsysteme eingerichtet, so gibt es für die Lübecker Bucht eine Strandampel, die anzeigt, wie voll einzelne Strände sind. Dort wurden in den letzten Tagen bereits Strände wegen Überfüllung geschlossen.

Abgesehen davon gelten auch an der Ostsee die üblichen Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen, sprich: Ein Mindestabstand von 1,50 Meter und eine Maskenpflicht in den meisten geschlossenen Räumen.

Wasserqualität und Quallen

Die Wasserqualität an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern ist an allen Stränden ausgezeichnet. Auf dieser Karte sind alle Strände und die Wasserqualität verzeichnet.

Wegen der sehr warmen Sommer in den letzten Jahren droht noch eine ganz andere Gefahr in der Ostsee: Vibrionen. Die fleischfressenden Bakterien können schwere Wundinfektionen auslösen und fühlen sich ab 20 Grad Wassertemperatur ziemlich wohl. Wenn die Temperaturen weiter steigen, vermehren sich also auch die Bakterien. Bisher sei aber alles noch im grünen Bereich.

Außerdem sollte man einen Blick auf die Quallen behalten. Die halten sich zwar gar nicht so gerne in Strandnähe auf, aber wenn der Wind ungünstig steht werden sie von ihm einfach dort hingedrückt. Das könnte dieses Jahr durchaus problematisch werden, denn immer wieder wurden in den letzten Monaten große Mengen Quallen gesichtet. Ob wirklich mehr Quallen in der Ostsee sind, als üblich ist allerdings unklar. Experten vermuten, dass die Tiere durch Wind und Strömung einfach vermehrt auch einfach an die Wasseroberfläche gespült werden könnten.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 19. Juli 2020 | 17:00 Uhr

Aktuelle Themen von MDR JUMP