Corona-Pandemie Coronavirus-Ticker: EU-Finanzminister einigen sich auf 500-Milliarden-Paket

Die EU-Finanzminister einigen sich auf ein 500-Milliarden-Paket. In Sachsen genehmigt ein Gericht die Schließung von Blumenläden und das strenge Besuchsverbot. Der Papst eröffnet Osterfeiern im leeren Petersdom. Der britische Premier Johnson verlässt die Intensivstation. Sachsen hät am Abi-Zeitplan fest. Weitere Kulturereignisse wie die Händel-Festspiele sind abgesagt. 650.000 Betriebe haben Kurzarbeit angemeldet. Mehr aktuelle Informationen zur Corona-Krise im Ticker.

Das von der Deutschen Bundesbank in Frankfurt aufgenommene undatierte Foto zeigt ein Geldpaket von 50-Euro-Scheinen.
Das Hilfspaket der EU aus Krediten und Kurzarbeitergeld umfasst 500 Milliarden Euro Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Donnerstag endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und Covid-19 finden Sie im Ticker am Freitag.

23:08 Uhr | OVG Thüringen bestätigt Gottesdienstverbot bis Ostermontag

Das Thüringer Oberverwaltungsgericht hat das staatliche Verbot von Gottesdiensten in Gebäuden an Ostern wegen der Corona-Epidemie bestätigt. Dies entschied der 3. Senat des OVG. Eine ökumenische Klostergemeinschaft hatte sich wegen des Verbots von Gottesdiensten in ihrer grundgesetzlich geschützten Religionsfreiheit verletzt gefühlt (Az 3 EO 238/20). Sie wollte unter Einhaltung der Hygiene-Anforderungen in der Klosterkirche von Karfreitag bis Ostersonntag öffentliche Gottestdienste abhalten.

Den Richtern zufolge ist die Anordnung, auch Kirchenräume für Zusammenkünfte zu schließen, mit gewisser Wahrscheinlichkeit ein geeignetes und erforderliches Mittel, die Entstehung von Infektionsketten zu vermeiden.

22:19 Uhr | EU-Finanzminister einigen sich auf 500-Milliarden-Paket

Die EU-Finanzminister haben sich auf Hilfen in der Corona-Krise von einer halben Billion Euro geeinigt. Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire erklärte nach einer Videokonferenz, es sei eine "ausgezeichnete Vereinbarung". Bundesfinanzminister Olaf Scholz sagte, wichtig sei, dass Europa eine gemeinsame Antwort auf die Coronavirus-Krise gegeben habe.

Das Hilfspaket umfasst mehr als 500 Milliarden Euro und besteht aus drei Teilen:

  • Kreditzusagen des Eurorettungsschirms ESM von bis zu 240 Milliarden Euro für besonders von der Pandemie betroffene Staaten
  • Garantiefonds für Unternehmenskredite der Europäischen Investitionsbank EIB, der 200 Milliarden Euro mobilisieren soll
  • Kurzarbeiter-Programm im Umfang von 100 Milliarden Euro

Zuvor war eine Einigung noch gescheitert, weil die Niederlande die Kredite an Bedingungen wie zur Finanzkrise knüpfen wollte. Ein Kompromiss sieht nun vor, dass sich der Kreditnehmer verpflichten muss, die Gelder nur für direkte und indirekte Kosten des Gesundheitswesens, Heilung oder Vorbeugung einzusetzen.  

Das Streitthema Corona-Bonds wurde zunächst ausgeklammert. Es könnte wieder aufkommen, wenn über die Finanzierung eines noch geplanten "Reccovery Fonds" zur Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung der am meisten betroffenen Staaten verhandelt wird. "Ein solcher Fonds wäre zeitlich befristet, zielgerichtet und angemessen für die außerordentlichen Kosten der gegenwärtigen Krise", heißt es in einer Erklärung der Minister.

21:22 Uhr | Geschäftsschließungen und Besuchsverbote in Sachsen rechtens

Aushang an einem wegen der Corona Krise geschlossenen Blumenladen
Bleiben in Sachsen geschlossen: Blumenläden Bildrechte: imago images/Christoph Worsch

Die verordnete Schließung vieler Geschäfte und die Besuchsverbote in Sachsen sind rechtmäßig. Das hat das Verwaltungsgericht Dresden am Donnerstag entschieden. Die Richter wiesen zum einen die vorläufigen Rechtsschutzanträge einer Blumenhändlerin sowie einer bundesweit mit Filialen vertretenen Handelsgesellschaft ab. Die angeordneten Geschäftsschließungen seien von den Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes gedeckt. (Az. 6 L 249/20, 6 L 258/20)

Erfolglos blieb zudem das Begehren einer Mutter und ihrer erwachsenen Tochter aus dem Landkreis Meißen, Erlaubnisse für gegenseitige Osterbesuche erstreiten zu wollen (Az. 6 L 252/20).

20:51 Uhr | Betrüger nutzen Corona-Hilfen aus

Die massiven staatlichen Hilfen für Unternehmen und Selbstständige in der Corona-Krise haben auch Betrüger angezogen. Betroffen ist vor allem Nordrhein-Westfalen. Das Land stoppte deshalb die Auszahlung.

20:43 Uhr | Einreisende aus dem Ausland müssen in Quarantäne

Menschen, die aus dem Ausland nach Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen einreisen oder zurückkehren, müssen für zwei Wochen in Quarantäne. Das beschlossen die jeweiligen Landesregierungen in Dresden, Magdeburg und Erfurt.

Betroffene Personen sind demnach verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen dort aufzuhalten. Besuche von Personen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören, sind nicht gestattet.

Die Regelung gilt für Sachsen-Anhalt und Thüringen bis zum 19. April, für Sachsen bis zum 20. April. Ausnahmen gelten für verschiedene Berufsgruppen wie Lastwagenfahrer, Piloten und medizinisches Personal.

20:34 Uhr | Ab Freitag verstärkte Kontrollen in Sachsen

Die Sachsen müssen sich von Karfreitag an auf verstärkte Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln einstellen. Nach Angaben des Innenministeriums ist neben der Bereitschaftspolizei auch berittene Polizei im Einsatz, um mögliche Menschenansammlungen in Parks und an Ausflugszielen zu unterbinden. Drohnen würden wegen datenschutzrechtlicher Bedenken hingegen nicht eingesetzt. Auch private Grundstücke würden nicht routinemäßig kontrolliert. Es sei denn, es gebe einen begründeten Verdacht, dass sich dort mehrere Menschen für eine Party treffen.

20:20 Uhr | Johnson verlässt Intensivstation

Der britische Premierminister Boris Johnson ist von der Intensivstation entlassen worden. In einer Erklärung heißt es, der Premier werde zunächst weiter engmaschig überwacht. Er sei sehr guter Dinge. Johnson ist an Covid-19 erkrankt.

20:11 Uhr | Corona - der Tag in Mitteldeutschland um 21:45 Uhr im MDR FERNSEHEN

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in Mitteldeutschland informieren wir Sie auch ausführlich im MDR Fernsehen um 21.45 Uhr sowie in unseren Podcasts.

20:01 Uhr | Slowakei riegelt Roma-Siedlungen ab

In der Slowakei haben die Behörden am Donnerstag fünf Armensiedlungen der Roma-Minderheit mit insgesamt mehr als 6.000 Bewohnern abgeriegelt, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. In den Siedlungen waren Roma positiv auf das Virus getestet worden. Seit mehreren Tagen ist die Armee im Einsatz, um Corona-Tests in Roma-Siedlungen vorzunehmen. Das Internetportal Aktuality.sk berichtete, seit der Corona-Krise hätten die rassistischen Äußerungen gegenüber der Roma-Minderheit zugenommen.

Die Slowakei verzeichnete bis Donnerstag 701 bestätigte Infektionsfälle und zwei Tote. Die Regierung in Bratislava schreibt die niedrigen Zahlen ihren radikalen Schutzmaßnahmen zu.

19:41 Uhr | Leipziger Kliniken erhalten Hilfe aus Vietnam

Leipzig hat medizinische Schutzausrüstung aus Vietnam erhalten. Wie die Stadt am Donnerstag mitteilte, spendete das Militärhospital 175 in Ho-Chi-Minh-Stadt 10.000 Gesichtsmasken, 1.000 Schutzkittel sowie Schutzbrillen, Handschuhe und Schuhüberzieher. Sie sollen dem Klinikum St. Georg sowie dem Universitätsklinikum zugute kommen.

Beide Krankenhäuser kooperierten nach Angaben der Stadt seit langem mit dem Militärhospital in Vietnam. Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht sagte, die vielfältige wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Leipzig und Vietnam trage nun auch in Zeiten der Krise Früchte.

19:21 Uhr | Italien meldet höhere Zahl an Neu-Infektionen und Toten

In Italien ist die Zahl der bestätigten Neu-Infektionen und der in den letzten 24 Stunden Gestorbenen wieder gestiegen. Das Katastrophenschutzamt meldete am Donnerstag 610 Tote, nach 542 am Vortag. Auch wurden 4.204 neue Infektionsfälle verzeichnet, nach 3.836 am Mittwoch. Insgesamt sind damit 143.626 Erkrankte und 18.279 Tote registriert.

18:50 Uhr | Papst eröffnet Osterfeiern im leeren Petersdom

Im leeren Petersdom hat Papst Franziskus die Feiern der Kar- und Ostertage eröffnet. Wegen der Corona-Pandemie fand die Gründonnerstagsmesse zum Gedenken an das Letzte Abendmahl Jesu praktisch ohne Teilnehmer statt. Außer Personen mit liturgischen Aufgaben wohnten ihr nur rund ein Dutzend Ordensfrauen, Geistliche und Laien in getrennten Bänken bei.

Papst Franziskus
(Fast) allein im Petersdom: Papst Franziskus Bildrechte: dpa

Die traditionelle Fußwaschung entfiel. In den vergangenen Jahren hatte Franziskus u.a. Straftätern, muslimischen Migranten und Behinderten die Füße gewaschen. Der Ritus erinnert nach christlichem Glauben an eine  Geste Jesu beim Letzten Abendmahl und soll ein Zeichen der Liebe und Verbundenheit sein.

Auch der Kreuzweg am Karfreitag wird nicht wie sonst üblich mit Tausenden Pilgern am Kolosseum stattfinden, sondern auf dem fast menschenleeren Petersplatz.

18:25 Uhr | Polen lässt Grenzen bis 3. Mai zu

Polens Regierung hat am Donnerstag die Regeln zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verlängert. Wie Ministerpräsident Mateusz Morawiecki mitteilte, bleiben die Grenzen für Ausländer bis zum 3. Mai geschlossen. Geschäfte - mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften und Apotheken - bleiben bis 19. April geschlossen, der Schulunterricht, internationale Flüge und Bahnreisen bleiben bis 26. April ausgesetzt. In Polen sind bislang 5.341 Infektionsfälle gemeldet, 16 Menschen starben.

18:16 Uhr | Leopoldina nennt sieben Punkte für Lockerung der Corona-Verbote

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hält eine Lockerung der Einschränkungen in der Corona-Krise nach den Osterferien für möglich. Dazu seien neben den allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln sieben Punkte notwendig.

17:56 Uhr | Gericht kippt Ostsee-Reiseverbot für Mecklenburger

Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns dürfen über Ostern Tagesausflüge zur Ostsee, den Inseln und an die Seenplatte machen. Das Oberverwaltungsgericht Greifswald kippte am Donnerstag in zwei Eilverfahren das von der Landesregierung verfügte Reiseverbot. Bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache bleibe der entsprechende Passus der Landesverordnung außer Vollzug, erklärte das Gericht.

Für Touristen aus anderen Bundesländern gilt mindestens noch bis zum 19. April ein Einreiseverbot nach Mecklenburg-Vorpommern.

17:42 Uhr | Sachsen hält an regulärem Abi-Termin fest

Das Abitur in Sachsen soll trotz Corona-Krise zum regulären Zeitpunkt geschrieben werden. Kultusminister Christian Piwarz erklärte nach einer Kabinettssitzung, ein Not-Abitur sei keine Option. Die Prüfungen begännen am 22. April, die Schulen würden für die Abschlussklassen am 20. April wieder geöffnet. Wer sich jedoch beim Ersttermin nicht in der Lage fühle, könne die Klausuren nachschreiben.

Wann der übrige Unterricht in Sachsen weitergeht, wird laut Piewarz später entschieden.

17:30 Uhr | Wave-Gotik-Treffen 2020 vor dem Aus

Leipzig muss dieses Jahr zu Pfingsten offenbar ohne die liebgewonnene Schwarze Szene auskommen. Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte in einem Gespräch mit dem Lokalsender Leipzig Fernsehen: "Es kann nicht stattfinden. Wir werden Großveranstaltungen bis weit in den Herbst hinein wahrscheinlich nicht durchführen können. Wir haben selbst das Bachfest abgesagt, ich gehe davon aus: Auch das Wave-Gotik-Treffen kann nicht stattfinden."

17:25 Uhr | Kekulé: Heinsberg-Studie ist ein Sonderfall

Eine Studie aus dem besonders vom Coronavirus-Ausbruch betroffenen Kreis Heinsberg in NRW hatte aufhorchen lassen, weil dort jeder Sechste mit dem Virus in Kontakt gekommen war und nur zwei Prozent erkrankten. Der Virologe Professor Alexander Kekulé sieht in der Studie jedoch einen Einzelfall.

17:21 Uhr | 100 Ärzte in Italien an Covid-19 Gestorben

In Italien sind nach Angaben der Ärztekammer bereits 100 Mediziner nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Auf ihrer Webseite, die mit einem schwarzen Trauerflor versehen ist, zählt die Kammer die Namen aller verstorbenen Ärzte auf. Einige von ihnen waren den Angaben zufolge aus dem Ruhestand zurückgeholt worden, um in den völlig überfüllten Krankenhäusern auszuhelfen. Italienischen Medienberichten zufolge sind auch 30 Krankenschwestern und Pfleger an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Italien ist mit mehr als 17.600 Toten am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffen.

17:12 Uhr | IG Metall verzichtet auf Lohnerhöhung bei VW

Die knapp 120.000 Beschäftigten des Autoherstellers VW mit Haustarifvertrag müssen wegen der Corona-Krise auf anstehende Lohnerhöhungen warten. Das Unternehmen und die Gewerkschaft IG Metall verständigten sich am Donnerstag darauf, die zu Ende April gekündigten Tarifverträge ohne Erhöhung der Entgelte unverändert bis Ende Dezember 2020 wieder in Kraft zu setzen.

17:01 Uhr | Psychiater gibt Tipps zu Ostern in Corona-Zeit

Gerade zu Ostern treffen viele die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie hart. Der Psychiater und Stressforscher Professor Mazda Adli erklärt, wie man mit negativen Gefühlen umgehen kann und was noch hilft.

16:53 Uhr | Händel-Festspiele in Halle abgesagt

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie sind nun auch die Händel-Festspiele in Halle abgesagt worden. Die Stiftung Händel-Haus erklärte, eine Verschiebung der Konzerte innerhalb des Jahres 2020 sei geprüft worden, habe sich aber als nicht durchführbar erwiesen. Das Musik-Festival sollte vom 29. Mai bis 14. Juni stattfinden.

16:44 Uhr | Tschechien verlängert Notstand und lockert Regeln

In Tschechien hat die Regierung den Corona-Notstand bis zum 30. April verlängert. Zugleich lockerte sie die Mundschutzpflicht für Autofahrer. Nun müssen Mitglieder eines Haushalts keine Schutzmaske mehr im Auto tragen, wenn sie gemeinsam unterwegs sind. Bisher war das nur allein Fahrenden erlaubt. Nach Ostern sollen zudem weitere Geschäfte öffnen. Der zuständige Minister Karel Havlíček sagte, man wolle bei kleineren Läden beginnen. Bauernmärkte sollen innerhalb von 14 Tagen wieder freigegeben werden.

16:41 Uhr | Quarantäne in Zast Halberstadt verlängert

Die Bewohner in der Zentralen Erstaufnahmestelle in Halberstadt müssen wegen weiterer Corona-Infektionen länger in Quarantäne bleiben. Die  Sprecherin des zuständigen Landesverwaltungsamts, Denise Vope, teilte mit, das Gesundheitsamt habe die Quarantäne bis zum 21. April verlängert. Inzwischen gebe es unter den 850 Geflüchteten 44 nachgewiesene Fälle, Die Infizierten werden in eine eigens hergerichtete Außenstelle nach Quedlinburg gebracht, um die Gefahr einer weiteren Ausbreitung zu mindern. Zu den zuletzt bekannt gewordenen Tumulten in der Einrichtung sagte die Sprecherin, persönlicher Frust und Verunsicherung seien nachvollziehbar, aggressives Verhalten jedoch inakzeptabel.

16:30 Uhr | Zutrittsverbot für Väter zum Kreißsaal rechtens

Krankenhäuser dürfen werdenden Vätern wegen der Coronavirus-Pandemie den Zutritt zum Kreißsaal verwehren. Das entschied das Verwaltungsgericht Leipzig. Es wies den Eilantrag eines Mannes zurück, der seiner Lebensgefährtin bei der Geburt von Zwillingen in der Uniklinik Leipzig zur Seite stehen wollte. Die Richter erklärten, das Anliegen des Klägers sei zwar nachvollziehbar. Seine Argumente, er könne ausreichend Abstand halten, Schutzkleidung anziehen und sei zu einem Corona-Test bereit, überzeugte die Richter jedoch nicht. Ein negativer Test im Vorfeld der Geburt biete keine ausreichende Sicherheit und Schutzkleidung sei derzeit nicht in dem Maße verfügbar, dass sie Begleitpersonen zur Verfügung gestellt werden könne. (Az. 7 L 192/20).

16:08 Uhr | USA verzeichnen 6,6 Millionen neue Arbeitslose in einer Woche

In den USA haben sich binnen einer Woche weitere 6,6 Millionen Menschen neu arbeitslos gemeldet. Das teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Damit haben in den vergangenen drei Wochen fast 17 Millionen Menschen in den USA ihren Job verloren. Die US-Notenbank Fed legte ein weiteres Notfallprogramm in Höhe von 2,3 Billionen Dollar auf. Es diene vor allem der Unterstützung lokaler Regierungen und kleiner und mittelgroßer Unternehmen. Neben der Gewährung von Krediten kauft die Notenbank Anleihen von Bundesstaaten und Counties. Die US-Notenbank hatte ihre Leitzinsen bereits auf nahe null gesetzt und ein breit angelegtes Programm aufgelegt, mit dem der Kreditfluss an Haushalte und Firmen abgesichert werden soll.

15:52 Uhr | Merkel: Weitere Verschärfungen derzeit nicht nötig

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht nach den neuesten Infektionszahlen in der Corona-Krise "Anlass zu vorsichtiger Hoffnung". Der Anstieg flache sich leicht ab, sagte Merkel nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts. Weitere Verschärfungen seien deshalb derzeit nicht nötig.

Zugleich rief Merkel dazu auf, die verordneten Schutzmaßnahmen gegen Ansteckungen auch über die Osterfeiertage zu beachten: "Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig sein, wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen." Merkel kündigte an, am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten darüber zu beraten, wie die Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens gelockert werden können. Man werde dabei aber nur in kleinen Schritten und ganz vorsichtig vorgehen können.

15:16 Uhr | 160.000 Menschen nutzen Datensammel-App

Die vom Robert Koch-Institut entwickelte Datensammel-App wird in Deutschland angenommen. Wie RKI-Chef Lothar Wieler mitteilte, beteiligen sich bereits 160.000 Menschen. Seit Dienstag bittet das RKI Besitzer von Fitness-Armbändern und Smartwatches um die anonymisierte Übermittlung von Gesundheitsdaten. Auf diese Weise will das Institut Erkenntnisse über die Ausbreitung der Corona-Infektion erhalten.

15:13 Uhr | Sachsens Landtag beschließt Neuverschuldung wegen Corona-Krise

Als Konsequenz aus der Corona-Krise will Sachsen sechs Milliarden Euro Schulden aufnehmen. Am Donnerstag stimmte der Landtag entsprechenden Plänen der Regierung zu. Zusätzlich sollen 725 Millionen Euro aus Rücklagen in einen "Coronabewältigungsfonds Sachsen"  fließen.

Sachsen hatte zuletzt 2005 neue Schulden gemacht, seit 2014 steht ein Neuverschuldungsverbot in der Verfassung und nimmt schon seit 2006 keine Schulden mehr auf. Ausnahmen sind nur möglich, wenn der Landtag eine außergewöhnliche Notsituation feststellt. Dafür war eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig. Auch AfD und Linke stimmten zu.

14:59 Uhr | Giffey gegen Zweiklassengesellschaft bei Corona-Verboten

Bundesfamilien- und Seniorenministerin Franziska Giffey hat sich dagegen ausgesprochen, dass in der Corona-Krise für ältere Menschen andere Regeln gelten sollen als für jüngere. Giffey sagte: "Ich bin nicht der Meinung, dass wir eine Zweiklassengesellschaft aufmachen sollten zwischen denen, die rausdürfen und denen, die drin bleiben müssen." Giffey reagierte damit auf Vorschläge, dass während der schrittweisen Lockerung die Einschränkungen für ältere Menschen länger gelten müssten. "Wir brauchen andere Lösungen", mahnte die Ministerin. Ältere Menschen seien mündige Bürger. Man könne auch an sie appellieren, sich vernünftig zu verhalten, statt ihnen verbieten zu wollen, das Haus zu verlassen.

14:56 Uhr | Mehr als 100 Infizierte in Budapester Altenheim

In einem Altenheim in Budapest haben sich mehr als 100 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das gab Ungarns oberste Amtsärztin Cecilia Müller bekannt. Damit stammt jeder zehnte bekannte Infektionsfall in Ungarn aus diesem Altenheim. Fünf Heimbewohner sind den Angaben zufolge an der vom Coronavirus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

14:32 Uhr | Giffey: Notfallkinderzuschlag stark nachgefragt

Der Notfallkinderzuschlag wird nach Angaben von Familienministerin Franziska Giffey erheblich nachgefragt. In den ersten acht Tagen seit Einführung seien bereits 80.000 Anträge für den Zuschlag zum Kindergeld eingegangen. Der Zuschlag von bis zu 185 Euro zum Kindergeld kann an Eltern gezahlt werden, die einen massiven Einkommensverlust erlitten haben. Dazu wird das Gehalt von März zugrunde gelegt.

14:15 Uhr | Spahn: Ostern Weggabelung für Corona-Auflagen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht in Deutschland erste Erfolge im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Er mahnte, bei den Kontaktbeschränkungen jetzt nicht nachlässig zu werden, gerade auch während der Osterfeiertage. Diese seien eine Weggabelung für die weiteren Corona-Auflagen. Die Einschnitte im Alltag zeigten Wirkung. Auf 110.000 Infizierte kämen inzwischen knapp 50.000 Gesundete. Die Infektionskurve flache ab. Das dürfe man jetzt nicht gefährden. Spahn dankte den Bürgern für ihre Disziplin und den Mitarbeitern im Gesundheitswesen für ihre Arbeit. Deutschlands starkes Gesundheitswesen habe sich in der Krise bewährt. Aktuell würden 3.000 Covid-19-Patienten intensiv behandelt, 10.000 Intensiv-Betten stünden noch bereit. Mittlerweile gebe es 100.000 Coronatests täglich.

RKI-Chef Lothar Wieler wertete bei der Bundespressekonferenz gleichfalls die aktuellen Fallzahlen verhalten optimistisch. Von besonderem Interesse sei jetzt die Frage nach der Dunkelziffer von Infizierten, die somit immun seien. Dazu kündigte er drei Studien zu Antikörpern im Blut an: bei Blutspendern, im Blut von Menschen in Ausbruchsgebieten sowie eine deutschlandweite Studie.

13:40 Uhr | Chinesische Ärzte empfehlen HIV-Medikament

Chinesische Ärzte empfehlen gegen Covid-19 das HIV-Medikament Kaletra. Der Chef der zentralen Klinik für schwere Krankheitsverläufe in der Millionenstadt Wuhan, Zhang Dingyu, widerspricht damit einer anderslautenden Studie im "New England Journal of Medicine". Nach Angaben von Zhang nahmen drei medizinische Fachkräfte der Klinik nach Auftreten von Covid-19-Symptomen das Mittel und der Zustand ihrer Lungen habe sich deutlich gebessert. Kaletra ist eine Generika-Verson des Mittels Lopinavir/Retonavir des US-Pharmakonzerns AbbVie.

13:05 Uhr | Studie in Heinsberg nährt Hoffnung auf Exit

Eine Studie zur Verbreitung des Coronavirus im schwer betroffenen Kreis Heinsberg stützt Forderungen nach einer Lockerung der Schutzmaßnahmen. Dem Bonner Virologen Hendrik Streeck zufolge zeigen Zwischenergebnisse, dass die strengen Hygiene-Maßnahmen zurückgefahren werden können. Demnach sind die Zuwachsraten in dem Kreis in Nordrhein-Westfalen rückläufig. Streeck und ein Team untersuchen in der Pilotstudie die Ausbreitung des Virus, um eine Exit-Strategie zu finden. Im Kreis Heinsberg hatte sich das Coronavirus im März nach einer Karnevalsveranstaltung rasant ausgebreitet.

Bei der bislang größten deutschen Corona-Studie wurden 1.000 Einwohner im Kreis Heinsberg untersucht. Bei 15 Prozent wurde eine Infektion nachgewiesen, jedoch erkrankten nur zwei Prozent der Probanden. Die Sterblichkeit liegt mit 0,37 Prozent deutlich unter den Angaben für Deutschland etwa vom RKI oder der Johns-Hopkins-Universität (JHU). Studienleiter Streek erklärt das mit unterschiedlichen Bezugsgrößen. In der Studie seien auch symptomfreie Infizierte und milde Erkrankungen erfasst worden, die JHU registriere nur stärkere Verläufe.

12:45 Uhr | Volksinitiative in Sachsen-Anhalt droht zu scheitern

In Sachsen-Anhalt droht die Volksinitiative gegen Straßenausbaubeiträge im zweiten Anlauf zu scheitern. Als Grund nannten die Organisatoren die Corona-Krise. Demnach könnten Unterstützer aufgrund der Beschränkungen nur noch telefonisch kontaktiert werden. Besuche und Treffen seien nicht möglich. Die Volksinitiative will durchsetzen, dass die Straßenausbaubeiträge für Anwohner rückwirkend zum 1. Januar 2019 abgeschafft werden. Dafür brauchen die Initiatoren 30.000 Unterschriften. Die Frist für die Nachmeldung läuft am 21. April aus. Im ersten Anlauf hatten nur wenige hundert Unterschriften gefehlt.

12:35 Uhr | Tests mit Corona-Impfstoff

Das in Tübingen ansässige Pharma-Unternehmen CureVac plant im Frühsommer mit dem Beginn von Tests eines Impfstoffes gegen das neuartige Corona-Virus. Laut einem Sprecher hatte die Firma im Januar mit dessen Entwicklung begonnen und kann im Frühsommer mit klinischen Tests starten. Zunächst würden 100 Personen geimpft. Sollten diese Tests erfolgreich sein, folge eine klinische Studie mit mehreren Tausend Teilnehmern.

11:30 Uhr | 650.000 Betriebe mit Kurzarbeit

Bundesweit haben rund 650.000 Betriebe Kurzarbeit wegen des Coronavirus angekündigt. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl binnen einer Woche um knapp 40 Prozent gestiegen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund warnt davor, dass damit untere Einkommensgruppen in die Grundsicherung abrutschen. Das gelte vor allem für Beschäftigte in Dienstleistungsberufen und im Kulturbereich. Diese erhielten oft unter 800 Euro Kurzarbeitergeld. Alleinstehende bekommen bei Kurzarbeit von der Bundesagentur 60 Prozent ihres normalen Lohns, mit Kindern gibt es 67 Prozent. Der DGB fordert eine Anhebung der Sätze auf 80 und 87 Prozent.

11:15 Uhr | Thüringen meldet Betrugsverdacht bei Soforthilfen

In Thüringen gibt es mehrere Verdachtsfälle auf unerlaubten Bezug von Corona-Soforthilfen. Eine Sprecherin der Thüringer Aufbaubank sagte dem MDR, es seien mehrfach Anträge unter gleichem Namen, aber mit unterschiedlichen Adressen gestellt worden. Auch habe es Anträge mit gleichen Adressen und unterschiedlichen Namen gegeben. Die Fälle würden überprüft. Im Verhältnis zur großen Menge der Anträge sei die Zahl der mutmaßlichen Betrugsversuche aber sehr gering. In Sachsen-Anhalt und Sachsen sind solche Fälle bisher nicht bekannt. Dagegen hat Nordrhein-Westfalen die Auszahlung der Corona-Soforthilfen an Kleinunternehmen und Selbstständige wegen massiven Betrugsverdachts ausgesetzt.

Neben Soforthilfen, Kurzarbeitergeld und Krediten versuchen Politik und Wirtschaft mit weiteren Maßnahmen, die Folgen der Corona-Krise abzufedern. Doch geplante Gutschein- und Prämienmodelle sind umstritten:

11:00 Uhr | Starker Anstieg der Fallzahlen in Russland

In Russland gibt es inzwischen mehr als 10.000 nachweislich Infizierte. Die Behörden meldeten mit 1.459 Ansteckungen binnen 24 Stunden einen neuen Höchstwert. Insgesamt sind offiziell mehr als 10.100 Infektionen bestätigt. Die Zahl der Todesfälle stieg um 13 auf 76.

10:45 Uhr | Gericht erlaubt Open-Air-Gottesdienste

Das Oberverwaltungsgericht in Mecklenburg-Vorpommern hat Gottesdienste unter freiem Himmel trotz Corona-Krise prinzipiell erlaubt. Bedingung sei eine gemeinsame Genehmigung von Versammlungsbehörde und zuständiger Gesundheitsbehörde. In einem Eilverfahren kurz vor Ostern wurde über mehrere Vorschriften der Pandemie-Bekämpfungsverordnung des Landes entschieden.

10:20 Uhr | Betrugsverdacht - NRW stoppt Soforthilfe

Nordrhein-Westfalen hat die Auszahlung von Landessoforthilfen für Solo-Selbstständige und Kleinstbetriebe vorerst gestoppt. Wie die Landesregierung mitteilte, wurde das in Abstimmung mit dem Landeskriminalamt entschieden. Demnach wurden über Fake-Webseiten mit gefälschten Antragsformularen Daten abgefischt und diese mutmaßlich für kriminelle Machenschaften genutzt. Die Auszahlung von Soforthilfen wurde ausgesetzt, Anträge können aber weiter gestellt werden.

10:00 Uhr | Bußgeld-Katalog zur Pflichtquarantäne nach Auslandsaufenthalt

Bei Verstößen gegen die ab Freitag geltende verpflichtende zweiwöchige Quarantäne für Einreisende aus dem Ausland drohen Bußgelder bis 25.000 Euro. Laut Bundesinnenministerium haben sich Bund und Länder auf eine bundesweite Musterverordnung geeinigt, die bereits zum Osterverkehr gelten soll.

Demnach müssen Ausländer und zurückkehrende Bundesbürger nach einem "mehrtägigen Auslandsaufenthalt" zunächst in eine 14-tägige häusliche Isolation gehen, um eine mögliche Infektion abzuklären. Ausnahmen gelten für Berufspendler, Geschäftsreisende, den Güterverkehr und Transitreisende. Folgende Strafen drohen:

  • bei Nichtbeachtung der Quarantäne "auf direktem Weg" in die "eigene Häuslichkeit": 150 bis 3.000 Euro
  • bei Verstoß gegen die Auflage, sich bei den Behörden zu melden: 150 bis 2.000 Euro
  • bei Missachtung, dass in Quarantäne kein Besuch von außerhalb des Hausstands empfangen werden darf: 300 bis 5.000 Euro.

09:35 Uhr | Premier Johnson geht es besser

Der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Boris Johnson hat sich nach Regierungsangaben verbessert. Johnson habe sich aufsetzen und mit dem medizinischen Personal sprechen können, sagte Kulturminister Oliver Dowden der BBC. Der mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Johnson liegt seit Montag auf der Intensivstation.

09:20 Uhr | RKI und Bundesminister informieren am Nachmittag über die Lage

Das Robert Koch-Institut hat sein für 10 Uhr geplantes Briefing abgesagt. Dafür wird RKI-Chef Lothar Wieler gemeinsam mit Gesundheitsminister Jens Spahn und Familienministerin Franziska Giffey ab 14 Uhr in der Bundespressekonferenz Rede und Antwort stehen.

09:10 Uhr | Lagarde: Es gibt mehr als Corona-Bonds

EZB-Präsidentin Christine Lagarde wirbt dafür, die Debatte in der EU über Hilfen für von der Pandemie hart getroffene Länder nicht auf Corona-Bonds zu fokussieren. Es dauere in Europa oft länger, aber "wir finden immer eine Lösung", sagte Lagarde der Zeitung "Le Parisien". Es gebe andere Formen der Solidarität wie eine Erhöhung des gemeinsamen Haushalts oder einen Wiederaufbaufonds. Eine Streichung von Altschulden für Krisenländer lehnte Lagarde ab.

Italien und Spanien fordern gemeinsame Corona-Anleihen der Euro-Länder, bei denen Kreditrisiken auf alle Staaten verteilt würden. Deutschland und andere Staaten lehnen das ab. Die EU-Staaten unternehmen am Abend einen zweiten Anlauf, ein milliardenschweres Rettungspaket für Arbeitnehmer, Firmen und verschuldete Staaten zu schnüren. Ein erster Versuch war am Streitpunkt Corona-Bonds gescheitert.

08:50 Uhr | Greenpeace pocht auf Demo-Recht

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace prangert unverhältnismäßige Beschränkungen für Versammlungen und Demonstrationen wegen der Corona-Krise an. Greenpeace-Juristin Anna von Gall kritisierte: "Politische Beteiligung ist auch in Zeiten von Corona unverzichtbar." Lange gewachsene Demonstrationsformen wie die Ostermärsche komplett zu verbieten, verstoße gegen das Versammlungsrecht. Von Gall zufolge müssen die Bundesländer Kundgebungen ermöglichen, sofern die Teilnehmer das Abstandsgebot einhalten.

08:15 Uhr | Mehrheit gegen Lockerung der Beschränkungen nach Ostern

56 Prozent der Bürger halten eine Lockerung der einschneidenden Beschränkungen im Alltagsleben wegen des Pandemie bereits ab 20. April für zu früh. In einer repräsentativen Civey-Umfrage für das Magazin "Business Insider" sprachen sich knapp 30 Prozent der Befragten für Lockerungen nach den Osterferien aus. Lediglich 9,4 Prozent würden die strengen Beschränkungen sogar schon eher abschwächen. Die aktuellen Kontaktbeschränkungen sind vorerst bis 19. April befristet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will am 15. und am 19. April mit den Länder beraten, wie es weitergehen soll. Aus Sicht der EU-Kommission sollten die Einschränkungen über Monate schrittweise verringert werden. Eine Exit-Strategie sieht etwa eine Rückkehr zum Schulunterricht in kleineren Klassen vor.

08:00 Uhr | Polizei: Kriminalität verschiebt sich in Corona-Krise

Die Corona-Krise und der sogenannte "Shutdown" verändern das Leben von Millionen Menschen. Das öffentliche Leben ist stark eingeschränkt, Grenzen sind geschlossen. Welche Auswirkungen hat das auf die Kriminalität? Die Landeskriminalämter in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt warnen vor einer Zunahme von häuslicher Gewalt, Betrug bei alleinstehenden Senioren und Internetkriminalität.

07:45 Uhr | Spahn: Erste Lockerungen nach Ostern möglich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält erste Lockerungen der Corona-Einschränkungen nach den Osterferien für möglich. Spahn sagte dem "Handelsblatt", bei einem weiteren Rückgang der Infektionszahlen könnten Bund und Länder über eine schrittweise Rückkehr zur Normalität reden. Der positive Trend müsse sich aber noch verfestigen. Spahn rief die Bevölkerung auf, auch über Ostern die Alltagsbeschränkungen zu befolgen. Bedingung für eine Rückkehr ins normale Arbeitsleben sei zudem, "dass man die Fabrik oder das Geschäft sicher für Mitarbeiter und Kunden organisieren kann".

07:30 Uhr | Regionale Corona-News aus Mitteldeutschland

  • Sachsen: Landtag entscheidet über Nachtragshaushalt

Der sächsische Landtag will heute in einer Sondersitzung einen Nachtragshaushalt verabschieden. Weil dafür Kredite aufgenommen werden sollen, muss das Parlament das in der Verfassung verankerte Schuldenverbot aufheben. Dazu muss der Landtag mit Zweidrittelmehrheit eine Notlage feststellen. Mehr regionale Nachrichten zur Corona-Krise im Ticker von MDR SACHSEN.

  • Sachsen-Anhalt: Halle - Masken in Straßenbahnen

Die Hallesche Verkehrs-AG reagiert auf Beschwerden über überfüllte Straßenbahnen, sie will zu Stoßzeiten größere Fahrzeuge einsetzen. Der Krisenstab der Stadt empfahl, in öffentlichen Verkehrsmitteln Atemmasken zu tragen. Mehr regionale Corona-News im Ticker von MDR SACHSEN-ANHALT.

  • Thüringen: Tagesmütter fürchten um Existenz

Viele Tagesmütter sind derzeit beschäftigungslos - die Elternbeiträge für die Kinderbetreuung ausgesetzt. Laut Landesverband für Kindertagespflege droht vielen Tagesmüttern und -vätern durch den Verdienstausfall das Aus. Mehr Corona-News aus Thüringen im Ticker vom Landesfunkhaus.

06:45 Uhr | USA mit 2.000 neuen Todesopfern

In den USA sind den zweiten Tag in Folge fast 2.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Insgesamt stieg nach Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore die Zahl der Toten in dem Land auf knapp 15.000. Landesweit sind demnach etwa 430.000 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Weltweit zählt die Uni mitttlerweile rund 1,5 Millionen Infizierte und 88.500 Tote. Rund 330.000 Patienten haben sich erholt.

05:45 Uhr | Forscher sehen Ende der Hamsterkäufe

Die große Zeit der Hamsterkäufe in Deutschland ist Marktforschern zufolge erst einmal vorbei. "Es gibt eine Gewöhnung an den Krisenmodus", meint der Handelsexperte Robert Kecskes von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Angefangen hatten die Hamsterkäufe nach Beobachtung der GfK in der letzten Februarwoche. Die Nachfrage nach Hand-Desinfektionsmitteln stieg demnach schlagartig um mehr als 500 Prozent. Bei Mehl, Reis, Nudeln, Seife und Toilettenpapier hätten sich die Verkaufszahlen verdoppelt. Doch seit Mitte März entspannt sich die Lage laut GfK schrittweise. Die Nachfrage pendle sich ein - allerdings auf höherem Niveau als vor der Krise. Die Steigerung wird vor allem mit der Verlagerung des früher auf Restaurants, Kneipen und Kantinen entfallenden Konsums in die eigenen vier Wände erklärt.

04:40 Uhr | Studie: Ansteckungsrisiko bei Katzen am höchsten

Katzen können sich einer Studie zufolge mit dem neuartigen Coronavirus infizieren. Ebenso gilt dies für Frettchen, heißt es in der vom Wissenschaftsmagazin "Science" veröffentlichten Untersuchung. Bei Hunden, Schweinen, Hühnern und Enten sei es dagegen eher unwahrscheinlich, dass sie sich ansteckten.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO nimmt den Bericht zum Anlass, die Rolle von Haustieren in der Coronavirus-Pandemie genauer zu prüfen. "Wir glauben nicht, dass sie eine Rolle bei der Übertragung spielen, aber wir denken, dass sie durch eine infizierte Person infiziert werden könnten", sagte die WHO-Epidemiologin Maria Van Kerkhove. Abgesehen von ein paar gemeldeten Infektionen bei Katzen und Hunden liegen bislang keine starken Hinweise für Haustiere als Überträger vor. Viele Experten vermuten, dass Covid-19 über Fledermäuse zum Menschen gekommen ist.

03:30 Uhr | Oxfam: Mehr Armut durch Pandemie

Die Corona-Krise könnte nach Einschätzung der Hilfsorganisation Oxfam rund eine halbe Milliarde Menschen in Armut stürzen. "Die Wirtschaftskrise, die sich rasch entfaltet, ist schwerer als die globale Finanzkrise von 2008", heißt es in einem Oxfam-Bericht. Schätzungen zeigten, dass die weltweite Armut erstmals seit 1900 zunehmen könnte. Im schlimmsten Fall würde die Zahl der Menschen in extremer Armut mit 1,90 Dollar am Tag oder weniger, um 434 Millionen auf 922 Millionen zunehmen. Die Zahl derjenigen, die weniger als 5,50 Dollar am Tag ausgeben könnten, würde um 548 Millionen auf fast vier Milliarden steigen.

02:20 Uhr | DGB warnt vor schnellem Hochfahren der Wirtschaft

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mahnt zu Vorsicht beim Wiederhochfahren der Wirtschaft in der Corona-Krise. Dies müsse in einer Weise geschehen, die eine neue starke Ausbreitung des Virus vermeide, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Sicherheit der Beschäftigten müsse an erster Stelle stehen. Körzell sieht trotz der wirtschaftlichen Verwerfungen durch die Corona-Krise auch Licht am Ende des Tunnels. Die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarteten für das kommende Jahr eine deutliche Erholung der deutschen Wirtschaft.

00:50 | Bericht: Bund will deutsche Maskenhersteller fördern

Die Bundesregierung will deutsche Hersteller von medizinischen Schutzmasken gegen das Coronavirus mit 40 Millionen Euro fördern und sie dazu bringen, ihre Produktionskapazitäten auszubauen. Das geht nach Angaben von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR aus einem Regierungsdokument hervor. Bis die deutsche Industrie dazu in der Lage ist, dürften demnach aber Monate vergehen, da es einen Engpass bei der Herstellung von Vliesstoff gebe.

Für medizinische Schutzmasken sei als "Herzstück" Vliesstoff notwendig, der im "Meltblown-Verfahren" hergestellt werde, zitieren die Medien aus dem Regierungsdokument. Meltblown-Vliesstoffe, die in der Maske als Filter dienen, bestehen demnach aus vielen Lagen feiner Fasern, die auch kleinste Partikel aus dem Zustrom der Atemluft zuverlässig herausfiltern. Allerdings gehe aus dem Regierungsdokument hervor, dass der Aufbau eines entsprechenden Maschinenparks drei bis vier Monate dauere. Deutschland werde deshalb voraussichtlich bei Schutzmasken guter Qualität noch länger von Lieferungen aus China abhängig sein.

00:10 Uhr | Conte verbreitet Optimismus und mahnt zu Solidarität

Italiens Ministerpräsident Guiseppe Conte hat in der Corona-Krise Hoffnung auf eine weitere Verbesserung gemacht. "Die Kurven für Italien verbessern sich. Die Zahl der Geheilten steigt stark an. Ich hoffe, wir kommen jetzt wieder aus der Krise. Wir sind in einer entscheidenden Phase", sagte Conte "BILD live". "Deutschland und Italien können sich nur wechselseitig helfen. Wenn wir wieder besser dran sind, helfen wir auch wieder anderen. Wir müssen gemeinsam in die Schlacht ziehen. ( ... ) Alle Völker Europas müssen sich wechselseitig helfen. Deutschland hat keine Vorteile, wenn Europa in der Rezession versinkt."

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm MDR AKTUELL FERNSEHEN | 09. April 2020 | 19:30 Uhr

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