Coronavirus-Ticker 24. März: Mehr als 400.000 Infektionen weltweit

Weltweit haben sich bereits mehr als 400.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In Indien gilt für 1,3 Milliarden Menschen ab sofort eine Ausgangssperre. Tschechien erlaubt trotz Einreisesperre Ausländern die Abholung von Autos. In Sachsen-Anhalt gibt es einen Corona-Tarifvertrag für die Metaller.

Ein Arzt überprüft die Kodierungen eines Patienten im Krankenhaus Jinyintan, das für kritische Covid-19-Patienten vorgesehen ist.
Bei mehr als 400.000 Menschen ist inzwischen das Coronavirus nachgewiesen worden. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Dienstag endet hiermit. Wir danken für Ihr Interesse. Aktuelle Informationen zur Pandemie finden Sie ab Mittwochmorgen wieder auf der Seite von MDR AKTUELL.

23:01 Uhr | Dow Jones mit größtem Tagesgewinn seit 1933

Der US-Leitindex Dow Jones hat die heftigen Verluste einer ganzen Handelswoche an einem Tag wieder wett gemacht. Der Index legte am Dienstag um mehr als 2.000 Zähler auf gut 20.700 Punkte zu. Ein solches Plus um 11,3 Prozent hat es seit 1933 nicht mehr gegeben. Hintergrund sind Hoffnungen auf ein gigantisches Konjunkturpaket der US-Regierung gegen die Folgen der Coronavirus-Krise.

22:30 Uhr | Ausgangssperre für 1,3 Milliarden Inder

In Indien ist wegen der Corona-Pandemie eine vollständige Ausgangssperre für alle 1,3 Milliarden Einwohner in Kraft getreten. Premierminister Narendra Modi sagte, um Indien zu retten, werde jede Straße und jedes Viertel unter Ausgangssperre gestellt. Die Maßnahme gelte für 21 Tage. Indien hat nach offiziellen Angaben bisher rund 500 bestätigte Infektionsfälle. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Dunkelziffer aufgrund der geringen Anzahl von Tests weitaus höher ist. Mit der Ausgangssperre in Indien sind damit weltweit mehr als 2,6 Milliarden Menschen wegen der Corona-Pandemie stark in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

21:08 Uhr | Weltweit mehr als 400.000 Infizierte

Weltweit haben sich mittlerweile mehr als 400.000 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Das geht aus den neusten Auswertungen der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervor. Mehr als 18.000 Menschen seien bisher an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Erst am Sonnabend war die Marke von 300.000 Infektionen durchbrochen worden. Die Johns-Hopkins-Universität aktualisiert ihre Übersicht mehrmals am Tag und nutzt mehrere Quellen. Ihre Zahlen fallen deshalb höher aus als die der Weltgesundheitsorganisation und des Robert Koch-Instituts.

20:49 Uhr | TGV soll Patienten aus Risikogebiet bringen

Frankreich will erstmals einen Hochgeschwindigkeitszug einsetzen, um Corona-Infizierte aus dem Risikogebiet Elsass zu bringen. Gesundheitsminister Olivier Véran sagte, der medizinisch umgerüstete TGV biete Platz für 30 Kranke. Am Mittwoch würden die ersten von Kliniken in Straßburg und Mülhausen in andere Städte verlegt.

In Frankreich sind inzwischen mehr als 1.000 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Wie Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon mitteilte, starben 1.100 Menschen. Das waren 240 mehr als noch am Vortag. Rund 22.300 steckten sich mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 an, über 2.400 mehr als noch am Vortag.

20:27 Uhr | Corona-Tarifvertrag in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt haben sich die Tarifpartner in der Metall- und Elektroindustrie auf einen Tarifabschluss geeinigt, der die Folgen der Corona-Krise abfedern soll. Das teilten Sprecher der IG Metall und des Arbeitgeberverbandes mit. Der Vertrag sieht unter anderem betriebliche Ausgleichszahlungen vor, die Lohneinbußen durch das Kurzarbeitergeld mildern sollen. Nach Angaben der IG Metall beträgt das Kurzarbeitergeld in der Regel 60 bis 67 Prozent des Nettoentgeltes. Der Vertrag gilt bis 31. Dezember 2020. Lohnerhöhungen sieht er nicht vor.

20:14 Uhr | Ronaldo hilft Krankenhäusern in Portugal

Fußballstar Cristiano Ronaldo hilft drei portugiesischen Krankenhäusern im Kampf gegen das Coronavirus. Wie das University Hospital Center of Lisbon North mitteilte, finanziert Ronaldo mit seinem Berater der Einrichtung zwei komplett eingerichtete Intensivstationen mit jeweils zehn Betten. Eine ähnliche Spende erhält eine Universitätsklinik in Porto. Zudem soll Ronaldo bereit sein, auf seiner Heimatinsel Madeira in gleichem Maße zu helfen. Dort hält sich der 35-Jährige seit rund drei Wochen auf, nachdem er zu seiner Mutter gereist war.

20:03 Uhr | Prag erlaubt Abholung von Autos

Deutsche Touristen, die von Prag aus in den Urlaub geflogen sind, können ihre am dortigen Flughafen geparkten Autos mit einer Ausnahmegenehmigung abholen. Nach Angaben der sächsischen Staatskanzlei ist das bis Freitag möglich. Dies gehe aus einer Ausnahmeregelung des tschechischen Innenministers hervor.

Wer sein Auto abholen will, muss nachweisen, dass er der Besitzer ist. Außerdem werden den Angaben zufolge eine eidesstattliche Erklärung über die Durchreise durch Tschechien sowie der Parkschein oder das ursprüngliche Flugticket über den Abflug in Prag benötigt. Die Polizeidirektion Görlitz wies darauf hin, dass Betroffene mit einer Begleitperson ihre Autos abholen dürfen. Dabei müssen sie einen Mundschutz tragen.

Tschechien hatte in der vergangenen Woche die Grenzen für Einreisen geschlossen. Von Donnerstag an sollen auch Berufspendler nicht mehr ein- und ausreisen dürfen.

19:45 Uhr | Italien verschärft Strafen bei Verstößen gegen Corona-Verbote

Die italienische Regierung erhöht die Geldstrafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte, künftig sollen Verletzungen der strengen Regeln mit 400 bis 3.000 Euro geahndet werden. Bisher drohte bei Vergehen eine Strafe von 206 Euro, auch eine Haft von bis zu drei Monaten war möglich. Italiener dürfen ihre Wohnung nur verlassen, wenn sie zum Beispiel unbedingt zur Arbeit müssen, zum Arzt oder zum Einkaufen.

In Italien ist inzwischen bei mehr als 69.000 Menschen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Zahl der Toten durch eine Corona-Infektion stieg nach Angaben des Zivilschutzes bereits auf über 6.800.

19:35 Uhr | Von der Leyen warnt vor Internet-Betrug

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat im Zusammenhang mit der Corona-Krise erneut vor Internet-Betrügern gewarnt. Von der Leyen erklärte, die Zahl von Delikten habe zugenommen. Unter anderem würden online vermehrt falsche Arzneien, Sprays und Ähnliches angeboten. Von der Leyen verwies zugleich auf Fahndungserfolge der europäischen Polizeibehörde Europol. Es seien mehr als 4,4 Millionen Packungen nicht zugelassener Medikamente beschlagnahmt und rund 2.500 Links aus dem Netz entfernt worden. In der vergangenen Woche hatte die Kommission bereits vor überteuerten Atemschutzmasken, Desinfektionsmitteln und anderen Produkten gewarnt.

18:34 Uhr | Kurzarbeit für 80.000 VW-Beschäftigte

Volkswagen schickt rund 80.000 Mitarbeiter wegen des Arbeitsausfalls durch die Corona-Krise in den Zwangsurlaub. Ein Sprecher sagte, VW werde für die Werke in Sachsen, Niedersachsen und Hessen bis 3. April Kurzarbeit beantragen. Als Grund nannte er Lieferengpässe und Absatzschwund als Folge der Pandemie. Dadurch entstünden in der Produktion sowie in angrenzenden Bereichen erhebliche Arbeitsausfälle.

VW hatte vergangene Woche die Produktion in den europäischen Werken weitgehend eingestellt, weil Lieferketten unterbrochen wurden und wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit kaum noch Autos verkauft werden. Andere Autobauer haben wegen der Corona-Krise ebenfalls die Produktion eingestellt. Die Bundesregierung hatte die Möglichkeiten für Kurzarbeit wegen der Krise ausgeweitet.

18:15 Uhr | Sachsen zahlt Pendlern aus Tschechien Zuschuss

Sachsen zahlt Ärzten und Pflegekräften aus Tschechien vorübergehend einen Zuschuss für die Unterkunft. Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte, das Angebot richte sich an Pendler, die ab Donnerstag nicht mehr aus dem Nachbarland einreisen dürften. Sie würden 40 Euro pro Tag bekommen, wenn sie in Sachsen weiter arbeiteten. Angehörige oder Lebenspartner könnten für die nächsten Wochen mitgebracht werden. Sie bekämen jeweils 20 Euro pro Tag. Zur Unterbringung könnten Pensionen, Hotels und Ferienheime genutzt werden, so Kretschmer. Tschechien schließt am Donnerstag die Grenzen für Berufspendler. Davon sind allein in Sachsen 10.000 Personen betroffen, darunter 400 Mediziner.

18:03 Uhr | Sachsen-Anhalt verschiebt Abi-Prüfungen

Anders als bisher geplant wird Sachsen-Anhalt die Abitur-Prüfungen jetzt doch wegen der Corona-Pandemie verschieben. Ein Sprecher des Bildungsministeriums sagte, die neuen Termine und die genauen Planungen sollen in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Fest steht bereits, dass das Land den Abiturienten zwei Termine für die schriftlichen Prüfungen anbieten wird. Sie können dann selbst wählen, an welchem Datum sie ihre schriftlichen Tests absolvieren wollen.

In der vergangenen Woche hatte Sachsen-Anhalt bereits die  Prüfungen für den Realschulabschluss um drei Wochen nach hinten verschoben. Sie sollen jetzt am 11. Mai starten. Damals hatte sich das Bildungsministerium noch dagegen entschieden, auch die Abi-Prüfungen zu verschieben.

17:54 Uhr | Fußball-Zwangspause vor Verlängerung

Die Zwangspause in der 1. Liga und der 2. Bundesliga soll mindestens bis zum 30. April verlängert werden. Das empfiehlt das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL). Zu Beginn der kommenden Woche müssen die 36 Klubs der beiden Ligen dem Vorschlag aber noch zustimmen. Das soll bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung passieren - und gilt als Formsache. Die DFL arbeitet eigenen Angaben zufolge an Konzepten, die Saison notfalls auch ohne Zuschauer in den Stadien zu Ende zu bringen.

17:44 Uhr | Kekulé gegen mehr Kompetenzen für den Bund

Der Virologe Alexander Kekulé lehnt eine Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes ab. Er sagte MDR AKTUELL, die Maßnahme klinge nur auf den ersten Blick vernünftig. Wenn der Bund aber in der Corona-Krise mehr Kompetenzen an sich ziehe, schaffe man chinesische Verhältnisse. Kekulé empfahl stattdessen, den politischen Diskurs zwischen Bund und Ländern aufrecht zu erhalten. So könnten sie sich gegenseitig korrigieren. Nach dem Entwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn soll der Bund etwa die Versorgung mit Arzneimitteln und Schutzausrüstung zentral steuern und auch medizinisches Personal zwangsrekrutieren können. Spahn kündigte an, die Geltung des Gesetzes auf ein Jahr begrenzen zu wollen.

17:36 Uhr | Covid-19: Mehr als 500 Todesfälle in Spanien an einem Tag

In Spanien steigt die Zahl der Coronavirus-Opfer weiter drastisch an. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben innerhalb eines Tages mehr als 500 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. In der Hauptstadt Madrid wurde eine Eislaufbahn in eine Leichenhalle umfunktioniert. Mehr als 40.000 Infektionen wurden bisher nachgewiesen. Spanien ist nach Italien am stärksten von der Pandemie in Europa betroffen.

In der Ortschaft Herrera del Duque müssen die Einwohner bis auf weiteres pro Einkauf mindestens 30 Euro ausgeben. Mit dieser Anordnung will der Bürgermeister der Gemeinde erreichen, dass die Menschen nicht unter dem Vorwand des Einkaufens ihr Haus mehrmals am Tag verlassen und so die wegen der Pandemie seit eineinhalb Wochen in ganz Spanien geltende Ausgangssperre umgehen. Er kündigte an, dass die Polizei die Kassenzettel kontrollieren werde.

17:16 Uhr | Bahn bezahlt Mitarbeitern Kinderbetreuung

Mitarbeiter der Deutschen Bahn können wegen der Corona-Pandemie bis zu 15 Tage für die Kinderbetreuung bezahlt frei nehmen. Darauf hat sich das Unternehmen nach eigenen Angaben mit den Gewerkschaften EVG und GDL geeinigt. Bahn-Personalvorstand Seiler sprach von einem wichtigen Signal, dass in der Krise zusammengearbeitet werde. Die Vereinbarung enthalte auch eine Garantie, dass es derzeit keine Kündigungen gebe. Mitarbeiter würden auch dann weiter bezahlt, wenn sie wegen Einschränkungen nicht arbeiten könnten. Das könne unbürokratisch nachgearbeitet oder ausgeglichen werden. Die Vereinbarung gilt bis Ende Juli.

17:07 Uhr | Ebay schränkt Handel mit Atemschutzmasken ein

Die Internet-Verkaufsplattform Ebay schränkt den Handel mit Atemschutzmasken und Desinfektionsmitteln ein. Damit sollen angesichts von Engpässen bei diesen Schutzmitteln Wucherpreise verhindert werden. Eine Sprecherin sagte, Ebay verbiete es, aus Naturkatastrophen und ähnlichen Ereignissen Profit zu schlagen. Angebote mit überteuerten und unfairen Preisen seien nicht erlaubt.

16:44 Uhr | Lehrerverband: Schuljahr mit Prüfungen beenden

Der Deutsche Lehrerverband ist dafür, das Schuljahr trotz der Corona-Pandemie zu Ende zu bringen. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte MDR AKTUELL, man solle alles dafür tun, um an Prüfungen festzuhalten. Sie könnten zur Not mit Sicherheitsabstand und verteilt auf viele Räume stattfinden. Sollte es zu längeren Schulschließungen kommen, müsse man eher über kürzere Ferien oder Nachholphasen im kommenden Schuljahr nachdenken. Meidinger wies den Vorschlag zurück, das Schuljahr ohne Prüfungen zu beenden. Das würde für ein "wahnsinniges Gerechtigkeitsproblem" sorgen. In manchen Bundesländern hätten Abschlussprüfungen schon begonnen, während in anderen noch Klausuren vor dem Abitur anstünden.

16:38 Uhr | Rewe will Mitarbeitern Bonus zahlen

Der Lebensmittelhändler Rewe will seine Beschäftigten für ihren Einsatz in der Corona-Krise mit einem Bonus belohnen. Davon sollen auch die Mitarbeiter beim konzerneigenen Discounter Penny profitieren. Ein Rewe-Sprecher sagte, der Konzern werde dafür über 20 Millionen Euro in die Hand nehmen. Die Höhe der Bonuszahlung hänge von der Funktion ab - und davon, ob Teilzeit oder Vollzeit gearbeitet werde. Auch Aldi Süd denkt nach Angaben eines Sprechers über eine Belohnung seiner Mitarbeiter nach. Bundesfinanzminister Olaf Scholz prüft inzwischen, inwieweit Prämien für Beschäftigte in der Corona-Krise von der Steuer befreit werden können.

16:19 Uhr | MDR bietet täglichen Newsletter zur Corona-Krise an

Der MDR hat einen neuen Newsletter gestartet: Das Corona-Daten-Update. Täglich 20 Uhr fassen wir für Sie zusammen, was am Tag wichtig war, was für Sie morgen wichtig wird. Hier können Sie den Newsletter abonnieren.

15:47 Uhr | Thüringen schränkt Kontakte landesweit ein

In Thüringen gilt ab Mittwoch landesweit eine einheitliche Regelung, nach der der direkte Kontakt zwischen Menschen drastisch eingeschränkt wird. Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte, damit werde umgesetzt, was Bund und Länder am Sonntag vereinbart hätten. Vorgesehen ist, dass sich Menschen im öffentlichen Raum nur noch alleine, zu zweit oder im Kreise der Mitglieder des eigenen Haushalts aufhalten dürften. Weiterhin möglich sind der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung der Kinder, Einkäufe, Arztbesuche, die Teilnahme an wichtigen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere sowie individueller Sport, Bewegung an der frischen Luft und der Aufenthalt im eigenen Garten.

15:30 Uhr | Keine Kita- und Hortbeiträge in Thüringen

In Thüringen sollen zunächst keine Beiträge mehr für geschlossene Kindergärten und Horte erhoben werden. Ministerpräsident Ramelow sagte, darauf habe sich heute die Landesregierung verständigt. In Sachsen hatten Staatsregierung und Kommunale Spitzenverbände bereits in der vergangenen Woche vereinbart, dass Eltern die Beiträge erstattet bekommen, wenn ihre Kinder nicht betreut werden. In Sachsen-Anhalt können bisher die einzelnen Kommunen entscheiden, ob sie die Beiträge aussetzen. Dort bleiben Schulen und Kitas außerdem mindestens eine Woche länger zu als bisher geplant. Einem Regierungssprecher zufolge werden die Schließungen bis zum 19. April verlängert.

15:24 Uhr | Antrag auf Grundsicherung wird erleichtert

Wegen der Corona-Krise soll die Grundsicherung vorübergehend leichter beantragt werden können. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, sollen die neuen Regeln ab der kommenden Woche gelten. Das nötige Gesetzgebungsverfahren laufe bereits. Unter anderem sei geplant, bei einem neuen Antrag auf Grundsicherung für sechs Monate auf eine Vermögensprüfung zu verzichten. Auch die Prüfung, ob die Miete angemessen ist, soll ausgesetzt werden.

Grundsicherung erhält, wer seinen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln nicht oder nicht vollständig sichern kann. Der Leistungsanspruch setzt sich aus der Regelleistung und zusätzlich den Kosten für die Unterkunft und Heizung zusammen. Alleinstehende haben derzeit einen Grundanspruch von 432 Euro im Monat.

15:01 Uhr | Magdeburger Klinik-Mitarbeiter infiziert

Am städtischen Klinikum Magdeburg sind vier Mitarbeiter positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Dabei handelt es sich nach Angaben einer Sprecherin um drei Ärzte und einen Mitarbeiter aus dem nicht-medizinischen Bereich. Alle vier befänden sich in häuslicher Quarantäne. Bislang sei jedoch bei keinem Patienten der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden.

14:45 Uhr | Sachsen öffnet Hotels und Pensionen für Pendler

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat die Unternehmen aufgefordert, Unterkünfte für tschechische und polnische Berufspendler zu suchen. Dulig sagte, Hotels und Pensionen seien zwar für touristische Zwecke geschlossen. Es sei aber ausdrücklich gestattet, dass sie für den dienstlichen Bedarf weiter geöffnet würden. So könne ein möglicher Engpass zumindest teilweise vermieden werden. Tschechien schließt am Donnerstag die Grenzen für Berufspendler. Davon sind allein in Sachsen 10.000 Personen betroffen, darunter 400 Mediziner.

14:25 Uhr | Reisewirtschaft bittet um Verschiebung statt Absage

Die Tourismuswirtschaft bittet Kunden, Reisen nur zu verschieben statt abzusagen. Der Deutsche Reiseverband und der Tourismusverband erklärten, wenn Reisen nicht storniert würden, bliebe die Liquidität in den Unternehmen. Die Corona-Pandemie mit Reisewarnungen, Grenzschließungen und Ausgangsbeschränkungen führe zur größten Krise in der Geschichte der Branche. Die Verbände nannten als Ziel, Insolvenzen und Kündigungen von Beschäftigten zu vermeiden. Man plane eine Kampagne in den sozialen Medien unter dem Hashtag #verschiebdeinereise.

14:09 Uhr | IOC bestätigt Verschiebung der Olympischen Spiele

Das Internationale Olympische Komitee hat bestätigt, dass die Olympischen Spiele verschoben werden. Das hat das IOC nach eigenen Angaben gemeinsam mit den Olympia-Organisatoren in Japan beschlossen. Kurz zuvor hatte bereits Japans Ministerpräsident Shinzo Abe die Verschiebung bis spätestens Sommer 2021 angekündigt.

14:02 Uhr | Sachsen-Anhalt: Schulen und Kitas länger zu

In Sachsen-Anhalt bleiben Schulen und Kitas mindestens eine Woche länger geschlossen als bisher geplant. Laut einem Regierungssprecher werden die verordneten Schließungen bis zum 19. April verlängert.

Damit gelten die Schulschließungen genauso lange wie die anderen erlassenen Beschränkungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

13:43 Uhr | Abe: Olympische Spiele werden verschoben

Die Olympischen Spiele in Tokio werden nach Angaben der japanischen Regierung um ein Jahr verschoben. Ministerpräsident Abe sagte, darauf habe er sich mit IOC-Präsident Bach verständigt. Bach habe dem Vorschlag Japans zu 100 Prozent zugestimmt. - Nach bisheriger Planung sollten die Spiele in diesem Sommer vom 24. Juli bis 9. August ausgetragen werden. Athleten und Verbände auf der ganzen Welt hatten sich wegen der Corona-Krise für einen neuen Termin ausgesprochen.

13:01 Uhr | Bayern stockt Hilfspaket auf

Bayern stockt sein Hilfspaket für die bayerische Wirtschaft massiv auf. Im Haushalt sollen nun 20 Milliarden Euro bereitgestellt werden, wie Ministerpräsident Markus Söder ankündigte. Damit sollten Bürgschaften, Soforthilfen und besonders die aktuellen Steuerstundungen bewältigt werden.

12:31 Uhr | Die Situation in Mitteldeutschland

Das Robert Koch-Institut meldet in seinem jüngsten Bericht 653 bestätigte Infektionen in Sachsen, 212 in Sachsen-Anhalt und 249 in Thüringen. Details erfahren Sie auch in den Tickern der jeweiligen Länder:

12:14 Uhr | Telefonische Krankschreibung für 14 Tage

Patienten mit leichten Atemwegs-Erkrankungen können sich ab sofort zwei Wochen krankschreiben lassen. Das teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung mit. Dafür reiche eine telefonische Rücksprache mit dem Hausarzt aus. Das gelte auch, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestehe. Die Regelung sei zunächst bis 23. Juni befristet.

Zuletzt war eine telefonische Krankschreibung für sieben Tage möglich.

12:05 Uhr | WHO sieht Hoffnung für Italien

Die Weltgesundheitsorganisation sieht erste Hoffnungszeichen, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen in Italien Wirkung bei der Eindämmung des Coronavirus zeigen. WHO-Sprecherin Margaret Harris sagte, die Fallzahlen und Totenzahlen seien in den vergangenen Tagen leicht gesunken. Es sei aber noch zu früh, von einem Wendepunkt zu sprechen.

Zugleich warnte die WHO junge Menschen davor, die Risiken des Coronavirus zu unterschätzen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus schrieb auf Twitter, ältere Personen seien zwar am stärksten betroffen, jüngere blieben aber nicht verschont.

11:44 Uhr | Handydaten für Erkenntnisse zu ersten Maßnahmen

Die Deutsche Telekom hat dem Robert Koch-Institut erneut anonymisierte Kundendaten zur Verfügung gestellt. Diese decken laut einer Telekomsprecherin den Zeitraum bis zum 19. März ab. Das RKI könne so einen Zusammenhang zwischen Maßnahmen wie Schulschließungen, Aufrufen zur Arbeit im Home Office, Mobilitätsverhalten und Ansteckungsrate herstellen.

Vergangenen Dienstag hatte das RKI bereits Daten aus dem letzten Quartal 2019 erhalten. Diese ermöglichen nach Telekom-Angaben die Erstellung einer Datenbasis. Das Verfahren zur Datenübergabe sei mit den Datenschutzbehörden gemeinsam entwickelt worden.

11:24 Uhr | Bahnchef Lutz in Quarantäne

Der Chef der Deutschen Bahn, Richard Lutz, hat sich vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Nach Unternehmensangaben geschah dies vorsorglich, da im direkten beruflichen Umfeld des Bahnchefs eine Person positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Die für Donnerstag geplante Bilanz-Pressekonferenz sagte die Bahn ab. Stattdessen werden schriftlich informiert.

11:16 Uhr | Panne bei Atemmasken-Lieferung

Bei der Lieferung nach Deutschland sind nach einem Bericht des "Spiegel" sechs Millionen Atemschutzmasken verschwunden. Die Masken der Schutzstufe FFP2 seien auf einem Flughafen in Kenia abhandengekommen, heißt es in dem Blatt unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Der Vorgang werde untersucht.

Finanzieller Schaden sei nicht entstanden, da die Lieferung erst bei der Ankunft in Deutschland hätte bezahlt werden sollen. Laut einer Sprecherin handelt es sich zudem um einen Bruchteil des insgesamt bestellten Materials.

10:55 Uhr | Corona-Tote bisher mit schweren Vorerkrankungen

In Sachsen sind inzwischen drei Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Wie das Landratsamt Zwickau am Dienstag mitteilte, handelte es sich bei den zuletzt gemeldeten Todesfällen um eine 84-Jährige und einen 87-Jährigen aus Bernsdorf. Beide seien schwer vorerkrankt gewesen.

Ein erster Toter durch das Coronavirus war in Sachsen am Freitag gemeldet worden. Es handelte sich um einen älteren und vorerkrankten Patienten im Landkreis Bautzen.

10:31 Uhr | Spargelbauern sorgen sich um Ernte

Die Spargelbauern befürchten, dass die Felder in diesem Jahr nicht abgeerntet werden. Der Betriebsleiter des nordsächsischen Spargelhofs Kyhna, Jürgen Kopf, sagte MDR AKTUELL, die rumänischen Saisonarbeiter dürften nicht ausreisen. Die Politik müsste dafür sorgen, dass die Rumänen durch Ungarn fahren oder mit dem Flugzeug kommen dürften.

Deutsche Helfer meldeten sich zwar, sie benötigten aber bis zu zwei Jahre, um eingearbeitet zu sein. Die ausländischen Saisonkräfte erhielten Mindestlohn. Kopf sagte voraus, dass sich die Anbaufläche in Deutschland verringern werde, weil keine Arbeitskräfte vorhanden seien.

9:55 Uhr | Jena: Weitere Corona-Tests bei Krisenstab negativ

Ein positiv auf das Coronavirus getestete Mitglied der Krisenstabsleitung in Jena ist bisher der einzige Fall in dem Gremium. Stadtsprecher Kristian Philler bestätigte, die Testergebnisse der weiteren Stabsmitglieder seien negativ ausgefallen. Auch ein Test bei Oberbürgermeister Thomas Nitzsche fiel demnach negativ aus.

Bei einem Routinetest war zuletzt ein Krisenstabsmitglied positiv auf Sars-Cov-2 getestet worden. Symptome gab es vor dem Test aber nicht. Davor sei ein Test noch negativ ausgefallen, hieß es. Alle anderen Stabsmitglieder wurden umgehend unter Quarantäne gestellt und ebenfalls einem Test unterzogen.

9:31 Uhr | Sachsen unterstützt Italien bei Coronavirus-Pandemie

9:22 Uhr | Deutsche Bank dünnt Filialnetz aus

Wegen der Coronavirus-Pandemie schließt die Deutsche Bank mehr als 200 Filialen. Das bundesweite Filialnetz wird nach Angaben des Instituts damit von mehr als 500 auf rund 290 verkleinert. Die Selbstbedienungsbereiche sollen aber weiterhin überall zugänglich sein.

Vergangene Woche hatten bereits die Hypovereins- und die Commerzbank zahlreiche Geschäftsstellen geschlossen.

9:12 Uhr | Positive Zwischenbilanz zu digitalem Not-Unterricht

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat eine positive erste Bilanz des digitalen Not-Unterrichts gezogen. Das sagte Meidinger der "Passauer Neuen Presse". Gut eine Woche nach Beginn der bundesweiten Schulschließungen seien die Rückmeldungen überwiegend positiv.

Zwar seien die Lernplattformen in einigen Bundesländern vom Ansturm überlastet gewesen. Per E-Mail, Videokonferenzen und Messenger-Diensten funktioniere die Kommunikation zwischen Schülern und Lehrkräften aber. Zugleich bezeichnete Meidinger die vergangenen Tage als "spannende Fortbildungswoche" für Lehrer und Schüler. Er sprach von einem "echten Schub", der "mit Sicherheit positiv in die Zukunft wirken" werde.

8:56 Uhr | Polizei Sachsen lobt Bevölkerung

Die Polizei in Sachsen ist mit dem Verhalten der Bevölkerung seit dem Inkrafttreten des Kontaktverbots zufrieden. Polizeipräsident Horst Kretzschmar sagte MDR AKTUELL, die allermeisten hielten sich an die Auflagen. In den Gesprächen mit den Bürgern zeigten fast alle Verständnis für die Ausgeh-Beschränkungen. Es gebe nur ganz wenige Ausnahmen. Verstöße gegen die Regeln würden von den Beamten aufgenommen und den Staatsanwaltschaften und Gesundheitsämtern übergeben.

Durch den Wegfall der großen Veranstaltungen könne man auf die Bereitschaftspolizisten zurückgreifen, um das Kontaktverbot durchzusetzen.

8:36 Uhr | Spirituosen-Hersteller beliefern Apotheken

Zur Herstellung von Desinfektionsmitteln beliefern nun ostdeutsche Spirituosen-Hersteller Apotheken mit Alkohol. Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet, sind darunter die Sektkellerei Rotkäppchen, Nordbrand aus Nordhausen, aber auch kleinere Firmen wie die Spezialitäten-Destillerie Abtshof in Magdeburg. Der Präsident der Sachsen-Anhalter Apothekerkammer, Jens-Andreas Münch, sagte, der Alkohol für die Herstellung von Absinth oder Likören eigne sich auch für die Herstellung von Desinfektionsmitteln. Man bekomme keine großen Mengen. Es reiche aber, um Engpässe zu überbrücken.

8:20 Uhr | Pflege-Verband befürchtet Versorgungsnotstand

Der Verband für häusliche Betreuung und Pflege rechnet damit, dass kurzfristig tausende Pflegebedürftige nicht mehr zu Hause betreut werden können. Geschäftsführef Frederic Seebohm sagte im "Report Mainz", viele osteuropäische Betreuungskräfte verließen derzeit wegen der Corona-Krise Deutschland. Ab Ostern könnten daher bis zu 200.000 Pflegebedürftige nicht mehr häuslich versorgt werden. Das Institut für angewandte Pflegeforschung warnte indes, Krankenhäuser und Pflegeheime könnten diese Menschen nicht aufnehmen.

Nach Schätzungen des Pflegeverbandes arbeiten in Deutschland derzeit rund 300.000 osteuropäische Betreuungskräfte, davon 90 Prozent ohne Papiere.

8:07 Uhr | Bahn schließt betriebsbedingte Kündigungen aus

Die Beschäftigten der Deutschen Bahn müssen keine betriebsbedingten Kündigungen wegen der Corona-Krise fürchten. Das haben der Konzern und die Gewerkschaften EVG und GDL in einer Vereinbarung ausgeschlossen. Vorgesehen sind demnach auch zusätzliche Arbeitsbefreiungen für Beschäftigte mit Kindern, Entgeltfortzahlungen sowie ein flexibler Ausgleich versäumter Arbeitszeiten. Unter anderem können Bahn-Mitarbeiter bei Gehaltsfortzahlung bis zu 15 Tage von der Arbeit befreit werden, wenn die Betreuung ihrer Kinder bis zwölf Jahren weggefallen ist. Die Regelungen gelten zunächst bis Ende Juli.

7:44 Uhr | Bundesweit mehr als 27.000 Infizierte

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf 27.436 gestiegen. Das seien 4.764 als am Vortag. Gestorben sind inzwischen 114 Menschen. Am Montag hatte das Institut 86 Todesfälle gemeldet. Allerdings hatten am Wochenende nicht alle Ämter ihre Daten an das RKI übermittelt. Diese wurden erst in der jüngsten Statistik nachgetragen.

7:24 Uhr | Sorge vor mehr Gewalt gegen Kinder

Der Deutsche Kinderschutzbund rechnet mit einer Zunahme von Gewalt gegen Kinder, da viele Familien in der Corona-Krise besonders unter Druck stehen. Verbandspräsident Heinz Hilgers sagte der "Rheinischen Post", auch viele Sicherheitsnetze entfielen derzeit. Weil Kitas und Schulen mit ausgebildetem Fachpersonal geschlossen und die Nachbarschaftskontakte unterbrochen seien, gebe es so gut wie keine soziale Kontrolle mehr. Zugleich riet Hilgers dringend davon ab, Kinder in die Obhut von Unbekannten zu geben, die sich im Netz als Betreuer anbieten.

Das Beratungsangebot "Nummer gegen Kummer" für von Gewalt betroffene Kinder, Jugendliche und Eltern ist unter der Telefonnummer 116111 erreichbar.

7:01 Uhr | Netz hält Home Office stand

Die vermehrte Arbeit von zuhause sorgt bisher für keine Probleme bei der Internet-Versorgung im Land. Das sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands Bitkom, Bernhard Rohleder, MDR AKTUELL. Es gebe in den Netzen derzeit einen Anstieg von zehn Prozent. Das könnten sie verkraften. Den größten Datenverkehr gebe es zudem weiterhin am Abend.

Der Chef der Sachsen-Anhalter IT-Industrie, Marco Langhof, bemängelte, vor allem im ländlichen Raum räche sich der langsame Netzausbau. Die Infrastrukturen erwiesen sich als Nadelöhr.

6:46 Uhr | Schuljahr wird gewertet

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz schließt trotz des massenhaften Unterrichtsausfalls eine Wiederholung des Schuljahrs aus. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig sagte den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland", das Schuljahr 2019/2020 werde auf jeden Fall gewertet. Auch das Abitur sieht die SPD-Politikerin nicht in Gefahr. Falls Abschlussprüfungen nicht durchgeführt werden könnten, werde es entsprechende Regelungen geben. Darauf hätten sich die Kultusminister geeinigt.

6:15 Uhr | China hebt Abriegelung von Hubei auf

China will die Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufheben. Das haben die Behörden mitgeteilt. Menschen, die gesund sind, dürfen ab Dienstag um Mitternacht die Provinz verlassen.

In der Provinz Hubei liegt die Metropole Wuhan. Dort war auf einem Markt das neue Coronavirus zum ersten Mal aufgetreten. Die Provinz war zwei Monate lang von der Außenwelt abgeschottet.

5:35 Uhr | Atemschutzmasken-Hersteller: Lager komplett leer

Mundschutz
Keine Atemschutzmasken mehr im Lager bei einem fränkischen Hersteller. Bildrechte: imago images/Stefan Zeitz

Der Lieferant von Atemschutzmasken, Uvex, hat keine Masken mehr in seinen Lagern. Die letzten mehreren Zehntausend Stück seien komplett an medizinische Einrichtungen gegangen, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

Die Atemschutzmasken nach dem Standard FFP-2 werden in China gefertigt. Allerdings sind die Lieferketten derzeit unterbrochen. Der Export sei jetzt zwar wieder offiziell erlaubt, so der Sprecher weiter. In bestimmten Provinzen würden Lokalregierungen den Export aber weiter einschränken. Neue Ware in begrenzter Stückzahl werde daher in frühestens zwei Wochen eintreffen.

4:50 Uhr | Kartoffeln stark nachgefragt

In der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Speisekartoffeln in Deutschland gestiegen. "Die Versorgung ist grundsätzlich gesichert", sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied. Es gebe Überschussregionen, mit denen regionale Engpässe ausgeglichen würden.

Rukwied sieht jedoch eine schwierige Situation für die Bauern, die Kartoffeln zur Weiterverarbeitung etwa zu Pommes Frites anbauen. Dort ist die Nachfrage eingebrochen, weil vor allem in der Gastronomie die Produkte nachgefragt sind. Viele Restaurants und Kantinen mussten jedoch wegen der Corona-Krise schließen.

4:09 Uhr | Große Mehrheit befürwortet Beschränkungen

In Deutschland findet die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung die Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus richtig. Laut einer Umfrage von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend sprachen sich 95 Prozent dafür aus. Nur drei Prozent lehnen die Maßnahmen ab.

Seit gestern sind bundesweit Ansammlungen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit verboten. Ausnahmen gelten nur für Menschen, die im selben Haushalt leben.

3:43 Uhr | Kalifornien benötigt Tausende zusätzliche Krankenhausbetten

Der US-Bundesstaat Kalifornien benötigt zur Versorgung von Corona-Patienten 50.000 zusätzliche Krankenhausbetten. Davon geht Gouverneur Gavin Newsom derzeit aus. Er sagte, einige dieser Betten würden in Krankenhäusern zur Verfügung stehen. Es müssten aber Tausende weitere gefunden werden, wenn sich die Vorhersagen über die Ausbreitung des Virus bewahrheiteten.

2:58 Uhr | Corona-Patienten aus Italien in Sachsen gelandet

Ein Flugzeug mit einer Gruppe von Corona-Patienten aus Italien ist auf dem Flughafen Leipzig-Halle gelandet. In zwei Rettungsfahrzeugen wurden die Menschen in Krankenhäuser gebracht.

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte gestern angekündigt, dass Sachsen Corona-Patienten aus Italien aufnehmen wird. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Kretschmer hatte zunächst von sechs Patienten gesprochen. Am Abend war dann von acht Menschen die Rede.

2:27 Uhr | Erster Gefangener mit Coronavirus infiziert

Zwei Hände um Gitterstäbe
Hamburg: Erster Fall einer Coronavirus-Infektion in einem deutschen Gefängnis (Symbolbild). Bildrechte: colourbox.com

Die Justizbehörde in Hamburg hat den ersten Fall eines mit dem Coronavirus infizierten Gefangenen gemeldet. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe melden, wurde der Häftling isoliert. Die Kontaktpersonen seien ermittelt worden. Laut dem Blatt ist es die erste Coronavirus-Infektion in einem deutschen Gefängnis. Allerdings geben einige Bundesländer keine Auskunft über Infektionen in Justizvollzugsanstalten. Die Gewerkschaft Strafvollzug warnte unterdessen vor Engpässen bei Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln in deutschen Gefängnissen. Um das Risiko einer Infektion zu senken, haben elf Bundesländer den Gefangenen-Besuch verboten. Länderübergreifende Gefangenentransporte wurden gestoppt.

1:55 Uhr | Olympische Spiele: Japan verhandelt mit IOC über Verschiebung

Japan verhandelt mit dem Internationalen Olympischen Komitee über die Verlegung der Olympischen Sommerspiele. Das berichten verschiedene Medien. Laut einer örtlichen Zeitung will Japans Regierungschef Shinzo Abe heute dazu mit IOC-Chef Thomas Bach telefonieren.

0:59 Uhr | Spanische Armee findet Tote in Altenheimen

Spanische Soldaten haben in Altenheimen völlig sich selbst überlassene Bewohner gefunden. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, sind in manchen Fällen sogar Leichname gefunden worden. Bei einigen Besuchen hätten die Soldaten verstorbene Menschen in ihren Betten entdeckt, sagte Verteidigungsministerin Margarita Robles einem örtlichen Fernsehsender. Die spanische Generalstaatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben eine Untersuchung eingeleitet. Robles sagte, die Regierung werde "strikt und unnachgiebig" sein, wenn es um die Vernachlässigung von Bewohnern von Seniorenheimen gehe.

Die spanische Armee ist damit beauftragt, Altenheime zu desinfizieren.

0:01 Uhr | Altmaier: Hilfsgelder ab nächste Woche

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ist zuversichtlich, dass die geplanten Hilfsgelder für die Unternehmen schnell fließen. Er hoffe, dass die Gelder in der nächsten Woche zur Verfügung stehen, sagte der CDU-Politiker in den ARD-"Tagesthemen". Wichtiger Grund ist für Altmaier, dass Anfang April für viele wieder Mietzahlungen fällig werden. Der Bundestag soll am Mittwoch mehrere Gesetzesvorhaben im Schnellverfahren beschließen. Auch eine Notfallregelung für die Schuldenbremse soll in Kraft gesetzt werden. Diese würde dem Bund neue Kredite in Höhe von 156 Milliarden Euro ermöglichen. Die Verfahren sollen unbürokratisch abgewickelt werden.

Wir werden vieles, was an Voraussetzungen notwendig ist, gar nicht sofort überprüfen können und wollen, damit es schneller geht.

Peter Altmaier, CDU Bundeswirtschaftsminister

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm MDR AKTUELL RADIO | 24. März 2020 | 00:00 Uhr

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