„Top Gun: Maverick“ erst 2022 im Kino – Auch andere Blockbuster verschoben

Die Corona-Pandemie hat auf die Kinos weiter Auswirkungen: Hollywood-Studios fürchten, dass zu wenige Fans zu Blockbustern ins Kino gehen. Auch die Kinostarts von „Mission Impossible 7“ und „Venom 2“ wurden verschoben.

Schauspieler Tom Cruise in einer Flugszene im noch unveröffentlichten Blockbuster „Top Gun: Maverick“
Schauspieler Tom Cruise in einer Flugszene im noch unveröffentlichten Blockbuster „Top Gun: Maverick“ Bildrechte: IMAGO / ZUMA Wire / Paramount Pictures

Doppelbelastung für Superhelden wie Ethan Hunt, James Bond oder Eddie Brock: Sie müssen nicht nur die Welt im Film sondern gleich auch noch unsere Kinos retten. Die großen Blockbuster aus Hollywood sollten wieder viele Fans anziehen, die bis in den Sommer hinein Filme zu Hause schauen mussten. Darauf hofften die Kino-Betreiber und werden jetzt schon wieder enttäuscht. Einige große Studios verschieben die Starttermine ihrer Blockbuster und wirbeln damit die Kinowelt insgesamt durcheinander.

„Top Gun“-Fans müssen bis Mitte 2022 warten

Schon im Sommer 2020 sollte die Fortsetzung des Fliegerfilms „Top Gun“ in die Kinos kommen und damit mehr als 30 Jahre nach dem ersten Film mit Tom Cruise als Flieger-As Pete „Maverick“ Mitchell. Der Actionfilm spielte fast 400 Millionen US-Dollar ein. Doch die Fans müssen weiter warten. Der Kinostart wurde mehrfach verschoben. Zuletzt war Mitte November geplant. Nun müssen sich die Fans noch länger gedulden. „Top Gun: Maverick“ soll erst im Mai 2022 in den USA starten.

Die Schauspieler Hayley Atwell und Tom Cruise bei den Dreharbeiten für eine Verfolgungsjagd in Rom für den kommenden Kinofilm „Mission Impossible 7“ im November 2020
Die Schauspieler Hayley Atwell und Tom Cruise bei den Dreharbeiten für eine Verfolgungsjagd in Rom für den kommenden Kinofilm „Mission Impossible 7“ im November 2020 Bildrechte: IMAGO / Insidefoto / Samantha Zucchi

Das gab das Studio Paramount jetzt bekannt. Tom Cruise spielt in der Fortsetzung wieder die Rolle des Kampfpiloten „Maverick“, der inzwischen als Fluglehrer arbeitet. Die Verschiebung hat auch Folgen für einen anderen Blockbuster mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Die siebte Folge von „Mission Impossible“ um Agent Ethan Hunt wurde von Paramount ebenfalls nach hinten verschoben, auf September 2022. Beide Filme hätten sich sonst Konkurrenz gemacht.

Kommt auch später: Venom 2

Der erste Film um Eddie Brock (Tom Hardy) als Journalist und Anti-Held mit Alien-Superkräften war 2018 extrem erfolgreich und spielte seitdem fast eine Milliarde US-Dollar ein. Auch dieser Film hätte der Kinobranche gutgetan. Sony Pictures hat aber jetzt wegen einer neuen Corona-Welle in den USA „Venom: Let There Be Carnage“ verschoben. Neuer Starttermin sei der 15. Oktober statt dem 24. September. In Deutschland soll der zweite Venom-Teil am 21. Oktober in die Kinos kommen. Ob der schon einmal verschobene Blockbuster dann wirklich startet, ist offen. Erste Portale für Film- und Serienfans spekulieren darüber, ob der Film sogar erst 2022 in die Kinos kommt.

Aktueller Trailer bestätigt: James Bond kommt wirklich Ende September in die Kinos

Auf einen lange erwarteten Blockbuster können sich Filmfans und Kinos aber wirklich freuen: Nach mehrere Verschiebungen startet der neues James Bond „Keine Zeit zu sterben“ Ende September in Deutschland. Für das fünfte und letzte Abenteuer von Schauspieler Daniel Craig als „Geheimagent ihrer Majestät“ wurden jetzt zwei neue Trailer veröffentlicht, die auch noch einmal das Kino-Startdatum bestätigen. Danach startet der Ticketvorverkauf am 13. September. Den Titelsong für den neuen James Bond hat Billie Eilish beigesteuert.

Für die Kinobranche sind die Verschiebungen der Blockbuster ein echtes Problem: Zum einen kommen so die größeren Einnahmen später, auf die sie nach den zahlreichen Schließungen gesetzt hatten. Zum anderen wirbeln die Verschiebungen der bekannteren Filme die Pläne von Kino-Betreibern und anderen Verleihern durcheinander. Nicht ganz so zugkräftige Filme werden passend zu den Blockbustern positioniert. Sonst ziehen diese möglicherweise Fans von anderen, „kleineren“ Produktionen ab. Gleichzeitig soll das Angebot in den Kinos aber bunt genug für alle Fans sein. Durch die Verschiebungen könnten jetzt andere Filme auch anders starten als geplant.

Mit Material der Nachrichtenagentur dpa.

Dieses Thema im Programm Die MDR JUMP Feierabendshow | 02. September 2021 | 15:27 Uhr

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