Mit diesen Tipps entspannt und blasenfrei wandern

14.05.2019 | 16:08 Uhr

Beim Wandern den Tag in der Natur verbringen, macht nicht nur der älteren Generation Spaß. Auch Jüngere finden immer mehr Gefallen am Wandern. Mit ein paar Tipps vom Profi läuft es sich auch als Anfänger ganz entspannt.

Der perfekte Wanderschuh

Erik Neumeyer vom Deutschen Wanderverband würde beim Kauf nicht zwischen Einsteiger- oder Profischuhen unterscheiden. Er findet, man sollte sie eher nach dem Zweck auswählen:

Ein Wanderstiefel steckt auf einem Pfahl. Im Hintergrund ist ein See zu sehen.
Bildrechte: colourbox

Für Einsteiger braucht man sicherlich keinen Schuh, der fürs Hochgebirge geeignet ist, wenn man eher im Mittelgebirge oder Flachland unterwegs ist. So ein Multifunktionsschuh ist das richtige zum Anfang, weil er alles abdeckt: vom Spazierengehen bis Wandern im Mittelgebirge.

Erik Neumeyer empfiehlt beim Kaufen eine Beratung von einem Profi. Zum Beispiel in Outdoor-Läden wissen die Verkäufer auch, ob der Schuhe für die Route geeignet ist, die man sich vorgenommen hat. Im Laden kann man dann auch den Sitz vom Schuh und das Tragegefühl testen.

Besonders an der Ferse und am Mittelfuß sollte der Schuh gut sitzen. Denn dort muss der Wanderschuh gut geschnürt werden und sorgt so für Halt.

Der Fuß sollte festsitzen und nicht rutschen. Und der Schuh sollte vorne ein bisschen Spiel an den Zehen haben. Auf keinen Fall sollte der Schuh schlackern.

Erik Neumeyer hat noch einen besonderen Einkaufstipp:

Nicht unbedingt früh morgens Schuhe kaufen, sondern eher nachmittags, wenn die Füße schon ein bisschen gelaufen und "gewachsen" sind. Denn das ist ja auch die Situation beim Wandern.

Rucksack und Wanderschuhe, abgestellt auf einer Wiese an einem Bach
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Um Blasen am Fuß zu vermeiden, sollte man Wandersocken dazukaufen. Von Baumwollsocken rät Erik Neumeyer ab, denn sie unterstützen die Blasenbildung sogar.

Einlaufen ist wichtig

Auch wenn der richtige Schuh gefunden ist, damit gleich eine große Wandertour zu starten, ist keine gute Idee. Werden Schuhe nicht eingelaufen, kann es schnell zu Problemen kommen, erklärt Erik Neumeyer:

Man sollte zuerst die Schuhe im Wohnumfeld tragen. Vielleicht für ein paar längere Spaziergänge oder kürzere Halbtageswanderungen. Drei-, viermal im Gelände getragen auf kürzeren Touren, dann weiß man, ob der Schuh richtig passt für schwerere Touren.

Eine Familie beim Wandern.
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Das heißt aber nicht, dass die Schuhe drei oder vier Wochen eingelaufen werden müssen. Aber ein bisschen Zeit sollte man sich dafür schon nehmen.

Investition lohnt sich

Wanderschuhe sind zwar nicht billig, aber gerade bei Erwachsenen halten sie oft sogar bis zu acht Jahren. Erik Neumeyer hält den Kauf für eine gute Investition:

Man sollte schon ein bisschen investieren. Denn das ist das Wichtigste, was man an Wanderausrüstung hat. Neben einer wasserdichten Jacke und einem Rucksack, ist das das, was man braucht. Also ich würde nicht unter hundert Euro anfangen.

Ein Ausflug mit der Familie ins Mittelgebirge

Dafür reicht ein Halbschuh oder ein Leicht-Wanderschuh findet Erik Neumeyer vom Deutschen Wanderverband. Und erklärt:

Familie wandert
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Wenn man Bänder und Gelenke hat, die eher mal umknicken, sind knöchelhohe Schuhe geeignet. Bergstiefel braucht man dann nicht. Die Sohle sollte weich genug sein, dass man gut abrollen kann.

Erik Neumeyer vom Deutschen Wanderverband
Bildrechte: Deutscher Wanderverband/J.Kuhr

Unser Experte Erik Neumeyer vom Deutschen Wanderverband. Der Deutsche Wanderverband ist der Dachverband aller deutschen Wandervereine und hat etwas 600.000 Mitglieder.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Die Feierabendshow | 14. Mai 2019 | 17:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2019, 16:11 Uhr

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