Covid-19 Coronavirus-Ticker: Dresden verschärft Ausgangsregelung

Die Stadt Dresden verschärft ab Mitternacht ihre Ausgangsregelungen. In Italien sind binnen 24 Stunden mehr als 600 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Sachsen meldet den ersten Toten. Das Bundesland will Menschenansammlungen fortan bestrafen. Alles zur Corona-Pandemie hier.

3D-Modell Coronavirus
In Italien sind innerhalb eines Tages so viele Menschen an Sars-CoV-2 gestorben wie nirgends sonst. Bildrechte: imago images/Hollandse Hoogte

22:45 Uhr | Ticker am Freitag endet

Wir schließen hiermit für Freitag den Ticker zum Coronavirus und danken für Ihr Interesse. Über die neusten Entwicklungen am Samstag informieren wir Sie hier:

22:20 Uhr | Bereits 30.000 Urlauber zurückgeholt

Bei der von der Bundesregierung gestarteten Rückholaktion Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zufolge bereits mehr als 30.000 deutsche Urlauber aus dem Ausland zurückgeholt worden. Insgesamt seien etwa 200.000 Menschen betroffen. Es sei davon auszugehen, dass die Rückholaktion noch etwa zwei Wochen andauern werde.

Maas warnte ausdrücklich davor, weiterhin zu verreisen. Es bestehe die Gefahr, dass Menschen, die "jetzt noch ins Ausland fahren, nicht mehr zurückgeholt werden können". Wer dennoch reise, handele unverantwortlich.

21:40 Uhr | Easyjet streicht Flüge

Easyjet streicht ab Dienstag fast alle Flüge. Der britische Billigflieger begründete seine Entscheidung am Freitag mit den Ausgangssperren und Reisebeschränkungen in vielen Ländern. Bis Montag sollen fast alle Kunden in ihre Heimat zurückgebracht sein. Ab Dienstag werde es dann nur noch eine sehr kleine Zahl von Verbindungen aus und nach Großbritannien sowie innerhalb des Landes geben.

21:32 Uhr | Jena erlässt Betretungsverbot für öffentliche Orte

Die Stadt Jena hat ein allgemeines Betretungsverbot für alle öffentlichen Orte ausgesprochen. "Ziel ist die strikte Vermeidung des Zusammentreffens von Menschen in Gruppen", teilte die Stadt am Freitag auf ihrer Internetseite mit.

21:30 Uhr | Erster Todesfall in Thüringen

In Jena ist ein 83-jähriger Mann an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilte ein Sprecher der Stadtverwaltung am Freitagabend mit. Dabei handelt es sich um den ersten Corona-Toten in Thüringen.

21:15 Uhr | Dresden verschärft Ausgangsregelung

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen, verschärft die Stadt Dresden ihre Ausgangsregelungen. Einwohner dürfen ab Mitternacht das Haus nur noch beim Vorliegen triftiger Gründe verlassen. Dazu gehören etwa Arztbesuche, notwendige Einkäufe oder der Weg zur Arbeit. Zudem sei es verboten, sich in Gruppen mit mehr als fünf Personen zu treffen.

21:00 Uhr | Neun Todesfälle in Würzburger Pflegeheim

In einem Pflegeheim in Würzburg sind neun Menschen an den Folgen von Coronavirus-Infektionen gestorben. Das sagte ein Sprecher des bayerischen Landesamts für Gesundheit. Alle Verstorbenen hätten Vorerkrankungen gehabt und seien über 80 Jahre alt gewesen, sagte die Leiterin der Einrichtung. Weitere Bewohner und 23 Pflegekräfte seien ebenfalls positiv getestet worden und befänden sich in Quarantäne.

20:50 Uhr | Sachsen setzt Kita-Gebühren aus

In Sachsen werden für die Schließzeiten von Kindergärten und Horten während der Corona-Pandemie keine Gebühren erhoben. Darauf einigte sich die Landesregierung mit den kommunalen Spitzenverbänden am Freitag. Das kostet die Kommunen voraussichtlich mehr als 28 Millionen Euro.

20:40 Uhr | EU-Kommission erwartet ähnliche Rezession wie 2009

Der Rückgang der Wirtschaftsleistung könnte 2020 vergleichbar mit dem Abschwung im Jahr der Wirtschaftskrise 2009 sein und damit deutlich heftiger ausfallen, als gedacht. Das teilte die EU-Kommission am Freitag mit. Vor elf Jahren war die Wirtschaft in der EU um 4,3 Prozent, in der Eurozone um 4,5 Prozent geschrumpft. Noch vor einer Woche war die Brüsseler Behörde von einem Rückgang um lediglich ein Prozent ausgegangen.

20:20 Uhr | Michael Kretschmer zur Lage in Sachsen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich am Freitag für eine flächendeckende Ausgangssperre ausgesprochen. In Sachsen stehen Ansammlungen unter Strafe. Der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer zur Lage in Mitteldeutschland:

20:12 Uhr | Die Lage in Mitteldeutschland

Die Entwicklung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zum Nachlesen:

19:25 Uhr | WHO-Chef appelliert an Jugend: "Ihr seid nicht unbesiegbar."

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mahnt junge Leute, sich während der Corona-Krise an die strengen Ausgangsbeschränkungen zu halten. "Ich habe eine Botschaft für junge Leute", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. "Ihr seid nicht unbesiegbar."

19:15 Uhr | Tschechiens Maßnahmen gegen Corona

Die tschechische Regierung hat gestern weitere Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel die Mundschutzpflicht beschlossen. Wie gehen die Menschen damit um? MDR-AKTUELL-Korrespondent Danko Handrick berichtet aus Prag.

19:00 Uhr | Beratung über weitere Konsequenzen für Deutschland

Am Sonntag beraten die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten über etwaige bundesweite Ausgangsbeschränkungen. Ausschlaggebend sei das Verhalten der Menschen.

18:50 Uhr | Gefahreninformation für Reise-Rückkehrer

Das Lagezentrum der Landesregierung Sachsen-Anhalt hat erneut eine Gefahreninformation herausgegeben: Die Sicherheitsbehörden empfehlen allen Reisenden, die aus Risikogebieten der Corona-Pandemie zurückkehren, 14 Tage zu Hause zu bleiben und direkte soziale Kontakte zu meiden. "Diese Empfehlungen gelten unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht. So helfen Sie, sich und Ihr Umfeld zu schützen."

18:25 Uhr | Sachsen-Anhalt bietet Künstlern Soforthilfe

Musiker, Schauspieler, bildende Künstler und Schriftsteller in Sachsen-Anhalt können demnach eine Soforthilfe von 400 Euro pro Person und Monat beantragen. "Der Kulturbereich liegt momentan nahezu komplett brach", sagte Kulturminister Rainer Robra (CDU). Für die Betroffenen bedeute das in der Regel einen kompletten Einnahmeverlust.

18:20 Uhr | Mehr als 600 Tote an einem Tag in Italien

In Italien sind innerhalb eines Tages mehr als 600 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 4.032, teilte der Zivilschutz in Rom mit. In Italien gibt es inzwischen 47.021 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen.

18:15 Uhr | Trump setzt Gesetz aus Kriegszeiten in Kraft

US-Präsident Donald Trump hat im Kampf gegen das Coronavirus ein Gesetz aus Kriegszeiten in Kraft gesetzt. Der "Defense Production Act" (Verteidigungs-Produktions-Gesetz) werde seit Donnerstagabend angewendet, sagt Trump. Es stattet den Präsidenten bei Bedarf mit weitreichenden Befugnissen aus, im Interesse der nationalen Sicherheit in die Privatwirtschaft eingreifen zu dürfen. Die US-Regierung kann damit die Produktion von Atemmasken, Beatmungsgeräten, Ventilatoren und anderes benötigtes Equipment beschleunigen.

17:50 Uhr | EU-Kommission kündigt Aussetzung der Defizitregeln an

Wegen der Corona-Krise will die EU-Kommission die europäischen Regeln für Haushaltsdefizite der Mitgliedstaaten bis auf Weiteres aussetzen. Erstmals in der Geschichte der EU aktiviere die Behörde "die allgemeine Ausweichklausel" im EU-Stabilitätspakt, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. "Der Schritt bedeutet, dass nationale Regierungen so viel Liquidität wie nötig in die Wirtschaft pumpen können"

17:45 Uhr | Konferenzzentrum in Madrid wird zu Militärlazarett

Spanien baut ein Konferenzzentrum in Madrid zu einem großen Militärlazarett um, das Tausende Coronavirus-Patienten aufnehmen soll. Das Lazarett soll 5.500 Betten umfassen, darunter auch Intensivbetten. Spanien ist in Europa nach Italien am stärksten von der Pandemie betroffen. 235 Menschen starben dort binnen 24 Stunden an der Lungenkrankheit, so viele wie noch nie an einem Tag bisher.

17:35 | Sachsen-Anhalts Polizei kündigt verstärkten Einsatz an

Die Polizei in Sachsen-Anhalt hat am Wochenende zusätzliche Kontrollen und Streifen angekündigt. Die Beamten sollen sicherstellen, dass die Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus eingehalten werden. "Der Gesundheitsschutz hat oberste Priorität. Wer das noch nicht verstanden hat, bringt nicht nur sich, sondern alle in Gefahr", sagte Innenminister Holger Stahlknecht am Freitag.

17:20 Uhr | Erster Todesfall in Sachsen

In Sachsen gibt es einen ersten Todesfall wegen der Corona-Pandemie. Am Freitag sei ein Patient im Landkreis Bautzen gestorben, teilte Landrat Michael Harig (CDU) mit.

17:15 Uhr | Barzahlung im Supermarkt weiterhin möglich

Ein Discounter in Thüringen hatte im Zuge der Vorsichtsmaßnahmen vor dem Coronavirus Kunden gebeten, vorrangig bargeldlos zu zahlen. Das führte zu Verwirrungen und Kunden fürchteten, nicht mehr bar zahlen zu können. In Erfurt gab es nach MDR-Informationen aber nur zwei Fälle, in denen Kunden an der Kasse abgewiesen wurden.

17:10 Uhr | Mehr als 18.000 Infizierte in Deutschland

In Deutschland haben sich mehr als 18.400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 6.200, Bayern mit mehr als 3.100 und Baden-Württemberg mit mehr als 2.700 Fällen. 53 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, zwei weitere Deutsche während einer Reise in Ägypten.

16:42 Uhr | Mundschutz statt Plauener Spitze

Normalerweise wird im vogtländischen Auerbach vor allem die bekannte Plauener Spitze hergestellt. Nun hat die Firma die Produktion auf Schutzmasken umgestellt.

16:35 Uhr | Städtetag sieht Ausgangsbeschränkungen als letztes Mittel

Der Deutsche Städtetag sieht bundesweit einheitliche Ausgangssperren als letztes Mittel, wenn alle anderen Maßnahmen nicht ausreichend greifen. "Wir wollen als Städte keine Ausgangssperren." Sollten sie doch nötig werden, spreche viel für eine bundeseinheitliche Lösung, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy am Freitag.

16:25 Uhr | Kekulé wartet auf Dominoeffekt

Der hallesche Virologe Alexander Kekulé erklärt, was an Söders Ausgangsbeschränkung besser ist als an den Ausgangssperren in Österreich und Frankreich und gibt fünf einfache Regeln, mit denen jeder die Infektionsgefahr deutlich senken kann.

16:15 Uhr | Bodo Ramelow betet für Regen

Thüringens Ministerpräsident hat die Menschen im ARD-"Mittagsmagazin" dazu aufgefordert, den verordneten Mindestabstand einzuhalten und sich nicht in Gruppen zu treffen. In Thüringen seien die Innenstädte in den vergangen Tagen noch immer zu voll gewesen. Er freue sich zwar auch über das schöne Wetter, sagte Ramelow. "Aber im Moment bete ich zum lieben Gott, dass es regnet, dass es den ganzen Tag regnet."

15:50 Uhr | Metaller erzielen Not-Tarifabschluss

Unter dem Druck der Corona-Krise haben die IG-Metall und die Metall-Arbeitgeber einen Krisentarifvertrag vereinbart. Mehr Geld sieht die in Nordrhein-Westfalen geschlossene Pilotvereinbarung nicht vor, jedoch zusätzliche freie Tage und einen Solidarfonds.

15:45 Uhr | Kretschmer kündigt harte Strafen an

Sachsen will mit Strafen gegen Menschenansammlungen vorgehen. Verstöße gegen Vorgaben der Behörden sollen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden können, teilte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Freitag unter Berufung auf das Infektionsschutzgesetz mit.

15:30 Uhr | Krankenhäuser rüsten sich

Die Krankenhäuser in Mitteldeutschland rüsten sich für viele neue Corona-Patienten. Der soziale Bereich fährt - gezwungenermaßen - herunter.

14:50 Uhr | Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz schränken öffentliches Leben weiter ein

In Baden-Württemberg sind Menschenansammlungen mit mehr als drei Personen auf öffentlichen Plätzen vorerst nicht mehr erlaubt. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Freitag in Stuttgart mit. Ausnahmen gebe es für Familien und Paare.

Auch die rheinland-pfälzische Landesregierung ordnete am Freitag die Schließung von Gaststätten an und untersagte Versammlungen von mehr als fünf Menschen. In Niedersachsen müssen ab Samstag alle Restaurants und Cafés schließen.

In Hessen sind ab Mitternacht Zusammenkünfte von mehr als fünf Personen untersagt, ab Samstagmittag müssen Restaurants und Cafés geschlossen bleiben. Eine generelle Ausgangssperre will der hessische Ministerpräsident jedoch nicht aussprechen. Dies sei "eine der letzten Maßnahmen, die man treffen kann".

14:45 Uhr | Frankreich plant weitere Maßnahmen

Frankreich bereitet eine Verlängerung der Ausgangssperre und andere verschärfte Maßnahmen vor. Das Parlament wollte am Freitag ein Gesetz zur Ausrufung des "Gesundheitsnotstandes" billigen, das der Regierung umfassende Sondervollmachten geben soll. Eine Regierungssprecherin nannte es "wahrscheinlich, dass wir die Ausgangssperre verlängern müssen". Das seit Dienstag geltende Ausgangsverbot ist vorerst bis zum 31. März befristet.

Alle französischen Mittelmeerstrände sind geschlossen. In Nizza riefen die Behörden die Menschen mit Hilfe einer Lautsprecher-bestückten Drohne auf, zu Hause zu bleiben. Staatschef Macron hatte die Menschen zuvor eindringlich zur Disziplin ermahnt, klagte am Freitag aber: "Ich sehe Leute, die weiter in den Park gehen, an den Strand oder sich auf geöffneten Wochenmärkten drängen".

13:53 Uhr | Chef der Lokführergewerkschaft fordert Halbierung des Zugverkehrs

Claus Weselsky, Chef der Lokführergewerkschaft, fordert, dass der Eisenbahnverkehr um 50 Prozent reduziert wird. Das sagte er im Interview mit dem MDR-Magazin "Umschau". Weselsky ist Vorsitzender der Lokführergewerkschaft GDL.

Claus Weselsky
Claus Weselsky, Chef der Lokführergewerkschaft GDL, fordert eine Einschränkung des Eisenbahnverkehrs. Bildrechte: imago images/Future Image

Er begründet seine Forderung mit dem Schutz des Personals und einer notwendigen Reserve im Fall einer massiven Infizierung des aktiven Bahnpersonals mit dem Coronavirus. Weselsky sagte: "Wenn die Szenarien der Wissenschaftler eintreten, werden auch Lokführer und Zugbegleiter befallen werden. Wenn wir bis dahin auf Verschleiß gefahren sind, dann haben wir überhaupt keine Reserven. Niemand wünscht sich, dass der Eisenbahnverkehr ganz zum Erliegen kommt."

13:30 Uhr | Auch Saarland will Ausgangsbeschränkung erlassen

Nach Bayern will auch das Saarland eine Ausgangsbeschränkung erlassen. Außerdem sollen Gaststätten schließen. Das werde Ministerpräsident Tobias Hans noch am Freitag dem Kabinett zum Beschluss vorschlagen, teilte die Staatskanzlei in Saarbrücken mit.

Auch nach der Ausgangsbeschränkung seien gemeinsame Spaziergänge mit der Familie "mit Abstand zu anderen" möglich. "Niemand wird eingesperrt", sagte er. Hans sagte, er hätte ein gemeinsames Vorgehen mit anderen Bundesländern bevorzugt, doch stehe das Saarland als Nachbarland zum ostfranzösischen Corona-Risikogebiet Grand Est "vor einer besonders schwierigen Herausforderung".

13:08 Uhr | Erster Infizierter in Berlin gestorben

In Berlin ist der erste Mensch durch an Civid-19 gestorben. Es handele sich um einen 95 Jahre alten Mann mit schweren Grunderkrankungen, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit.

13:08 Uhr | Mehr als 10.000 Tote gezählt

Die private, US-amerikanische Johns Hopkins University zählt weltweit nun mehr als 10.000 Tote durch das Coronavirus. Experten schätzen aber, dass die tatsächliche Zahl viel höher liegt, da viele Fälle nicht gemeldet werden.

Mehr als 246.000 Menschen (Stand 13 Uhr) infizierten sich den von der Universität berücksichtigten offiziellen Daten zufolge bisher mit dem Erreger Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Die tatsächliche Fallzahl dürfte auch hier weitaus höher liegen.

13:08 Uhr | Sachsen-Anhalt dünnt Bahnverkehr aus

Als Reaktion auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus dünnt Sachsen-Anhalt den Nah- und Regionalverkehr aus. Vom 1. April an sollen die Züge in der Regel halb so oft fahren wie bisher, teilte das Verkehrsministerium mit.

13:06 Uhr | Not-Tarifvertrag für Metall-Industrie

Eine Fahne der Gewerkschaft IG-Metall
Die IG Metall hat sich mit den Arbeitgebern auf einen Not-Tarifvertrag geeinigt. Bildrechte: dpa

In der deutschen Metall- und Elektro-Industrie ist ein Krisen-Tarifvertrag beschlossen worden. Wegen der Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie einigten sich Arbeitgeber und IG Metall, die Löhne in diesem Jahr nicht zu erhöhen. Arbeitnehmer mit kleinen Kindern erhalten zusätzliche freie Tage, Kurzarbeiter können mit einem Zuschuss rechnen.

13:03 Uhr | YouTube drosselt Datenmenge

Nach dem Streaming-Dienst Netflix wird auch die Videoplattform YouTube die Übertragungsqualität verringern. Wie das Unternehmen mitteilte, wird die Datenmenge in den kommenden 30 Tagen gedrosselt, um die Belastungen des Netzes zu reduzieren. Grund seien verstärkte Heimarbeit, Ausgangssperren und geschlossene Schulen während der Corona-Pandemie.

12:38 Uhr | Bayern erlässt "grundlegende Ausgangsbeschränkungen"

Bayern hat landesweite "grundlegende Ausgangsbeschränkungen" zur Eindämmung des Coronavirus verhängt. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder bei einer Pressekonferenz am Freitag. Bayern wolle sich dabei an Österreich orientieren. Er glaube nicht, dass ein deutscher Sonderweg sinnvoll sei. Söder sagte, zu viele Menschen seien noch immer draußen in Gruppen unterwegs. Dies sei nicht zu akzeptieren.

Die Einschränkungen gelten demnach ab der Nacht zu Samstag und zunächst zwei Wochen lang. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft – dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt. Auch Baumärkte und Friseure müssen schließen.

Söder sagte zudem, dass Gastronomiebetriebe ab Samstag schließen sollen. Eine solche Regelung könnten laut Söder auch andere Bundesländer umsetzen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will am Sonntag mit den Ministerpräsidenten über weitere Maßnahmen zum Kampf gegen das Coronavirus beraten.

leerer Biergarten
Biergärten müssen in den kommenden zwei Wochen in Bayern leer bleiben. Bildrechte: imago images/Future Image

12:28 Uhr | Restaurants in Hessen müssen schließen

In Hessen sollen Restaurants und Gaststätten ab Samstagmittag geschlossen werden. Das teilte die Staatskanzlei am Freitag in Wiesbaden mit.

11:51 Uhr | Dortmund verbietet Ansammlungen von mehr als vier Personen

Auch in Dortmund gilt nun ein stark eingeschränktes Versammlungsrecht: Ansammlungen im öffentlichen Raum von mehr als vier Personen sind dort künftig verboten, teilte die Stadt mit. Es gibt allerdings Ausnahmeregelungen, etwa für "häusliche Gemeinschaften".

11:28 Uhr | Bund erwägt Rettungsfonds

Der Bund erwägt laut Informationen des "Spiegel" und der Nachrichtenagentur Dpa einen Rettungsfonds in Höhe von rund 500 Milliarden Euro für große Unternehmen. Damit könnten Unternehmen vor der Pleite gerettet werden, auch mit Kapitalzuschüssen. Es gebe allerdings noch keine Beschlüsse dazu.

Laut Dpa will die Bundesregierung außerdem die Notfallregelung in der Schuldenbremse ziehen und so ermöglichen, dass sich der Bund deutlich höher verschulden kann. Demnach soll das Kabinett am Montag eine entsprechende Regelung beschließen, der Bundestag soll im Laufe der Woche zustimmen.

11:21 Uhr | SPD-Politiker uneins über Ausgangssperren

Die Diskussion über mögliche Ausgangssperren gewinnt weiter an Fahrt. In der SPD gibt es unterschiedliche Meinungen: Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach befürchtet nach eigenen Worten, "dass wir an Ausgangssperren nicht vorbeikommen, die wir auch länger durchhalten müssen". Der "Augsburger Allgemeinen" sagte er laut Vorabbericht, vielen in der Bevölkerung scheine angesichts ihres Verhaltens der Ernst der Lage nicht klar zu sein.

SPD-Chefin Saskia Esken sprach sich gegen Ausgangssperren aus. "Ich finde die Idee problematisch, weil dann womöglich der Lagerkoller droht – vor allem, wenn Kinder mit im Spiel sind", sagt sie dem "Handelsblatt". Es dürfe keine größeren Menschenansammlungen geben, solange das Virus grassiert. Sie hoffe, dass Appelle wie der von Bundeskanzlerin Angela Merkel die Leute zur Vernunft bringen.

11:12 Uhr | Österreich verlängert Ausgangssperren

In Österreich werden die Ausgangsbeschränkungen um drei Wochen verlängert. Sie gelten damit bis Ostermontag, den 13. April, sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag.

11:07 Uhr | So wird die Corona-Quarantäne kontrolliert

Welche Regeln gelten für die Quarantäne und wie wird sie eigentlich kontrolliert?

11:05 Uhr | Zwei Milliarden für Schutzausrüstung

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will das Finanzministerium offenbar weitere Milliarden für Schutzausrüstung und Beatmungsgeräte bereitstellen. Insgesamt geht es um Mittel von bis zu 2,11 Milliarden Euro, wie aus einem Schreiben der Parlamentarischen Staatssekretärin im Finanzministerium, Bettina Hagedorn, an den Haushaltsausschuss hervorgeht. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Der Bedarf in den Einrichtungen des deutschen Gesundheitswesens müsse deshalb zentral auch vom Bundesgesundheitsministerium beschafft werden, heißt es in dem Schreiben. Verfügbare Bestände müssten umgehend aufgekauft werden, um zu verhindern, dass Nachfrager im Ausland den Zuschlag erhielten.

Eine Infektiologin in Schutzausrüstung steht mit vorgefertigten Fragebögen in der Eingangstür der Corona-Ambulanz an der Uniklinik Dresden.
Die Corona-Ambulanz an der Uniklinik Dresden. Die Bundesregierung will mehr Schutzausrüstung beschaffen. Bildrechte: imago images/Max Stein

11:02 Uhr | Drosten erwartet lange Ausnahmesituation

Der Virologe Christian Drosten erwartet, dass die Ausnahmesituation wegen der Corona-Pandemie ein Jahr dauern könnte. Er rechnet jedoch nicht damit, dass alle Einschränkungen bestehen bleiben. "Wir müssen vielleicht davon ausgehen, dass wir gesellschaftlich ein Jahr im Ausnahmezustand verbringen müssen", sagt Drosten "Zeit"-Online. "Aber man wird wahrscheinlich nicht alle Maßnahmen genauso weiterführen, wie man sie jetzt gestartet hat.

Der Chef der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert von der Bundesregierung bereits, die massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben schon jetzt klar zu befristen und ein Ausstiegsszenario vorzubereiten. "Ich glaube nicht, dass wir das, was wir jetzt tun, monatelang fortführen können. Die jetzigen Einschränkungen hält unsere Gesellschaft nicht ewig durch", sagte Reinhardt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

10:52 Uhr | Wieler richtet Appell an Bevölkerung

RKI-Chef Lothar Wieler appelliert angesichts der exponentiell steigende Zahlen von Infizierten an die Menschen. "Wir können diese Epidemie nur verlangsamen, wenn wir uns an die Spielregeln halten. Abstand halten!" Er kritisiert, dass Umfragen zufolge noch jeder Vierte von Panikmache spreche.

10:28 Uhr | Reisewarnung bis Ende April

Die Reisewarnung der Bundesregierung wegen der Corona-Krise gilt zunächst bis Ende April und betrifft damit auch die Osterferien. Das gab Bundesaußenminister Heiko Maas am Freitag auf Twitter bekannt.

10:21 Uhr | RKI stellt Dashboard zu Corona-Fällen online

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat ein Dashboard mit den Infektionszahlen zu Covid-19 online gestellt. Es ist auf der Seite des RKI abrufbar.

Laut Robert Koch-Institut gibt es bisher rund 14.000 gemeldete Coronavirus-Fälle in Deutschland (Stand Freitag 0 Uhr), knapp 3.000 mehr als am Vortag. 31 Todesfälle wurden bisher an das RKI gemeldet.

"Das ist ein exponentielles Wachstum", sagte RKI-Chef Lothar Wieler. Wir sind in einer Krise, dessen Ausmaß er sich nie hätte vorstellen können, so Wieler. Allerdings verlaufe die Epidemie regional sehr unterschiedlich. "Wir liegen am Anfang einer Epidemie", sagte Wieler.

Zudem hätten Untersuchungen des RKI gezeigt, dass rund die Hälfte der Erkrankten Husten haben. Trockenen Husten hätten rund die Hälfte der gemeldeten Infizierten, rund 40 Prozent der gemeldeten Fälle hätten Fieber.

09:43 Uhr | Mehr Hausgeburten und Kaiserschnitte?

Das Coronavirus sorgt auch bei Schwangeren für Verunsicherung. Manche glauben, sie müssten jetzt auf eine Hausgeburt ausweichen oder einen Kaiserschnitt vornehmen. Hebammenverband und Geburtsmediziner geben Entwarnung.

09:36 Uhr | Dax mit Gewinnen

Der deutsche Leitindex Dax hat seine Erholung fortgesetzt. Die Kurse der größten börsennotierten Unternehmen stiegen am Freitagmorgen durchschnittlich um rund sechs Prozent. Gegen 9.30 Uhr lag der Dax bei rund 9.100 Punkten. Der Leitindex war in Folge der Corona-Krise in den vergangenen Wochen eingebrochen.

09:30 Uhr | Erster Corona-Fall bei Berufsfeuerwehr in Halle

Bei der Berufsfeuerwehr in Halle gibt es einen ersten Coronavirus-Infizierten. Oberbürgermeister Bernd Wiegand sagte MDR SACHSEN-ANHALT, Kontaktpersonen des Beamten würden in Quarantäne geschickt und weitere Konsequenzen geprüft. Es könne sein, dass Einheiten der Berufsfeuerwehr ausfielen. Die Freiwillige Feuerwehr sei bereits jetzt vollständig im Einsatz.

09:11 Uhr | So wird ein neuer Impfstoff entwickelt

08:58 Uhr | Treffen von mehr als zwei Menschen in Leverkusen verboten

Leverkusen hat ein Versammlungsverbot für mehr als zwei Menschen unter freiem Himmel erlassen. Ausnahmen gebe es nur für Familien, Wohngemeinschaften, zwingende berufliche Gründe oder bei Warteschlangen vor Supermärkten, teilt die Stadt mit.

08:48 Uhr | Bisher keine Coronafälle in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen

Der Landesdirektion Sachsen ist bislang kein Corona-Fall in den sächsischen Erstaufnahmestellen für Asylbewerber bekannt. Das ergaben Recherchen von MDR AKTUELL. Die Behörde erklärte, alle Neuzugänge würden für 14 Tage getrennt untergebracht und gegebenenfalls getestet.

Die Leipziger Linken-Abgeordnete Juliane Nagel sprach sich dafür aus, zumindest Ältere und Familien dezentral unterzubringen. Sachsens AfD-Landeschef Jörg Urban betonte per Mail, es sei jetzt keine Zeit für Forderungen. Die einzige Lösung sei, ausreisepflichtige Personen sofort abzuschieben. Aus Sicht des CDU-Innenpolitikers Rico Anton lassen sich Menschenansammlungen in Erstaufnahmeeinrichtungen nicht vermeiden. Bei einem Corona-Fall werde die Einrichtung komplett in Quarantäne genommen.

08:28 Uhr | Bundesregierung legt offene Grenzübergänge fest

Seit der Nacht zu Freitag sind Grenzübertritte aus Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz nur noch an bestimmten Grenzübertritten möglich. Das Bundesinnenministerium veröffentlichte im Internet eine entsprechende Liste.

Seit Montag gibt es wegen der Ausbreitung des Coronavirus an den Grenzen wieder Kontrollen. Bis auf wenige Ausnahmen dürfen nur noch folgende Gruppen in die Bundesrepublik einreisen: Deutsche, Ausländer mit Wohnort und Aufenthaltsberechtigung in Deutschland, Berufspendler und Lastwagenfahrer, die wichtige Güter ins Land bringen sowie EU-Bürger, die auf dem Weg in ihre Heimat Deutschland durchqueren müssen.

08:21 Uhr | Braun: Samstag entscheidender Tag

Helge Braun (CDU), Chef des Bundeskanzleramtes
Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramtes, appelliert an die Bevölkerung, sich nicht miteinander zu verabreden. Bildrechte: dpa

Das Verhalten der Bürger an diesem Wochenende wird nach Angaben von Kanzleramtschef Helge Braun maßgeblich darüber entscheiden, ob auch in Deutschland wegen der Coronakrise Ausgangssperren verhängt werden. "Wir werden uns das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen", sagte er dem "Spiegel" laut Vorabbericht. "Der Samstag ist ein entscheidender Tag, den haben wir besonders im Blick."

Am Samstag würden sich die Menschen traditionell miteinander verabreden, weil sie frei hätten. "Aber das geht abseits der Kernfamilie derzeit nun einmal leider nicht. Das muss jetzt eingestellt werden", sagte er. Geschehe das nicht, könne es passieren, dass auch in den Bundesländern weitergehende Maßnahmen beschlossen würden, "obwohl wir das eigentlich vermeiden wollen", so Braun. Auch die Bundesregierung wolle eine Ausgangssperre vermeiden.

07:53 Uhr | Ausgangssperren in Argentinien und Kalifornien

In Deutschland wird noch über Ausgangssperren diskutiert, in vielen anderen Ländern sind sie bereits verhängt. Nun kamen auch Argentinien und der US-Bundesstaat Kalifornien dazu. In Argentinien gelte die Ausgangssperre vorerst von Freitag bis zum 31. März, sagte Präsident Alberto Fernandez in einer Fernsehansprache. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur verlassen, um Grundbedarfsgüter wie Lebensmittel und Medikamente einzukaufen

In Kalifornien gilt die Ausgangssperre bereits seit Donnerstagabend. Ein Enddatum für die Maßnahme gibt es bisher nicht. "Essenzielle" Berufe und Dienstleistungen sowie das Einkaufen von Lebensmitteln seien von der Ausgangssperre ausgenommen, sagte Gouverneur Gavin Newsom. Kalifornien ist mit 39 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA und stark von der Corona-Pandemie betroffen.

Ein Mann mit einem Rucksack steht auf dem menschenleeren Hollywood Boulevard.
Ein Mann mit einem Rucksack steht auf dem menschenleeren Hollywood Boulevard. In Kalifornien gilt seit Donnerstagabend eine Ausgangssperre. Bildrechte: dpa

07:42 Uhr | Erneut keine Ansteckungen in China

Bereits den zweiten Tag in Folge meldet China keine Ansteckungen mehr im eigenen Land. Allerdings gebe es 39 neue Infektionsfälle unter einreisenden Menschen, teilten die Gesundheitsbehörden mit. So viele seien an einem Tag noch nie gezählt worden. Dabei handelt es sich oft um Chinesen, die aus dem Ausland zurückkehren.

07:36 Uhr | Blutspenden in Zeiten von Corona

Die Krisensituation durch die Corona-Pandemie stellt Kliniken und Transfusionszentren vor neue Herausforderungen. Um Ängste bei potenziellen Spenderinnen und Spendern abzubauen und Ansteckungen mit dem Coronavirus zu verhindern, hat sich unter anderem die Blutbank des Universitätsklinikums Leipzig strenge Regeln auferlegt.

07:23 Uhr | Kinderärzte-Präsident warnt vor häuslicher Gewalt

Der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hat daran erinnert, dass Familien wegen geschlossener Schulen und Kitas vor besonderen Herausforderungen stehen. Die Gefahr häuslicher Gewalt steige dadurch. "Besonders Eltern, die schon unter normalen Bedingungen an der Grenze sind, deren Kinder sind jetzt gefährdet", sagte er. Fischbach rät Betroffenen, Angebote der Wohlfahrtsverbände zu nutzen oder das Jugendamt um Unterstützung zu bitten.

07:15 Uhr | Scholz für staatliche Beteiligung an Großkonzernen

Olaf Scholz (SPD), Bundesminister der Finanzen, spricht in einem Interview mit Journalisten der Deutschen Presse-Agentur in seinem Büro.
Bundesfinanzminster Olaf Scholz will sicherstellen, dass die Unternehmen weiter genug Geld zur Verfügung haben. Bildrechte: dpa

Bundesfinanzminister Olaf Scholz stellt großen Konzernen wie der Lufthansa eine staatliche Beteiligung in Aussicht, um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Der SPD-Politiker sagte am Abend im ZDF, der Bund garantiere über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Liquidität für die Unternehmen. Dies könne durch Programme ergänzt werden, bei denen die Regierung Eigenkapital zuschieße. Damit würde man sich zeitweilig an solchen Unternehmen beteiligen.

07:10 Uhr | Sachsen-Anhalt finanziert Kitas nur unter Voraussetzungen weiter

In der Corona-Krise übernimmt Sachsen-Anhalt auch weiterhin seinen Anteil an der Finanzierung der Kitas im Land – allerdings nur, wenn es eine Notbetreuung gibt und dafür Personal vorgehalten wird. Das hat das Sozialministerium mitgeteilt.

Das Land gehe von einer ebenso uneingeschränkten Zahlungspflicht der Landkreise und kreisfreien Städte sowie der Gemeinden aus. Das Ministerium betonte außerdem, dass Träger, die selbst keine Notbetreuung zur Verfügung stellen, für die entsprechende Zeit keine Zuschüsse von Land und Landkreis erhalten.

07:06 Uhr | Ramelow will vorerst bestehende Einschränkungen durchsetzen

Bodo Ramelow
Bodo Ramelow will vorerst keine Ausgangssperren. Bildrechte: dpa

Thüringes Ministerpräsident Bodo Ramelow sieht Ausgangssperren im Moment noch skeptisch. Ramelow sagte MDR AKTUELL, erst einmal werde das öffentliche Leben heruntergefahren. Er sei sich mit seinen Kollegen in Sachsen und Sachsen-Anhalt einig, die bestehenden Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie durchzusetzen. Es gehe darum, Leben zu schützen. Deshalb seien Ansammlungen in Parks oder anderswo nicht hinzunehmen.

Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Sonntag beraten, ob die Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus verschärft werden müssen. Mehrere Regierungschefs hatten am Donnerstag mit Ausgangssperren gedroht. In Freiburg i. Br. gilt ab Samstag eine eingeschränkte Ausgangssperre.

06:57 Uhr | Bundeswehrsoldaten in Frankenberg infiziert

In der Kaserne im sächsischen Frankenberg haben sich mehrere Bundeswehrsoldaten mit dem Coronavirus infiziert. Das hat ein Bundeswehrsprecher auf Anfrage von MDR SACHSEN bestätigt. Über die Zahl der Infizierten machte er aufgrund der sich ständig ändernden Lage keine Angaben. Betroffene und Kontaktpersonen befänden sind in Quarantäne.

Nicht zwingend benötigtes Personal arbeite von zu Hause aus. Teile der Frankenberger und der Marienberger Brigade hatten zuletzt die Hilfsaktion im Grenzstau an der A4 unterstützt. Der Stau hatte sich in der Nacht zu Freitag aufgelöst.

06:37 Uhr | Stau an polnischer Grenze aufgelöst

Der Stau auf der Autobahn 4 in Richtung deutsch-polnischer Grenze hat sich in der Nacht zu Freitag vorerst aufgelöst. Am Donnerstagabend hatte der Stau noch eine Länge von etwa 20 Kilometern und sich dann gegen Mitternacht ganz aufgelöst, wie ein Sprecher der Polizei Görlitz am Freitag sagte. Grund dafür sei eine Lockerung der polnischen Grenzkontrollen.

Da am Freitag mit einem erhöhten Reiseaufkommen durch Pendler gerechnet wird, kann sich die Situation an den Grenzübergängen aber durchaus auch wieder verschärfen.

06:34 Uhr | Freiburg verhängt "Ausgangssperre"

Die Stadt Freiburg erlässt wegen der Corona-Pandemie eine Ausgangssperre für größere Gruppen. Ein sogenanntes Betretungsverbot für öffentliche Orte soll von diesem Samstag bis zum 3. April gelten, wie die Stadt am Donnerstagabend mitteilte.

Dabei handelt es sich nicht um eine generelle Ausgangssperre, wie eine Sprecherin erklärte. Wer sich im Freien aufhalten möchte, dürfe das allein, zu zweit oder mit Personen, die im eigenen Haushalt lebten. Man dürfe zudem weiterhin zur Arbeit oder zum Arzt gehen sowie Lebensmittel einkaufen.

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Dieses Thema im Programm MDR AKTUELL RADIO | 20. März 2020 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. März 2020, 01:18 Uhr

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