Tatort München "KI"
Bildrechte: Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden

Der MDR JUMP Tatort-Check: Tatort München "KI"

19.10.2018 | 07:37 Uhr

Die 14-jährige Melanie ist verschwunden. Allerdings nicht spurlos: Es gibt jede Menge Hinweise im zu Hause des Mädchens. Unter anderem ein sehr schlaues Programm auf ihrem Laptop. Dieser Fall entführt die Ermittler Batic und Leitmayr in die Zukunft der Technik.

Tatort München "KI"
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Dieser Tatort aus München versucht zu zeigen, was in Zukunft bei Ermittlungen der Polizei wichtig werden könnte.

Der Fall

Iim Zimmer der verschwundenen Melanie machen Batic und Leitmayr eine merkwürdige Entdeckung: Eine Stimme aus dem Laptop des Mädchens fragt nach Melanie. Was Batic und Leitmayr zuerst für einen Chatbot halten, entpuppt sich bald als hochkomplexe Künstliche Intelligenz (KI).

KI ist die deutsche Abkürzung für „Künstliche Intelligenz“, im Englischen begegnet man oft der Abkürzung „AI“, was dort für „Artificial Intelligence“ steht.

Woher kommt das Programm?

Vom „Leibniz-Rechenzentrum“ in München. Dort kann sich allerdings niemand erklären, wie dieses Programm aus einem laufenden Forschungsprojekt auf den Laptop des Mädchens gelangen konnte. Nachforschungen ergeben, dass das Forschungsprojekt gehackt und eine Kopie der geheimen Forschungs-KI namens „MARIA“ erstellt wurde. Und Melanie hatte mit MARIA regen Kontakt, auch im Moment ihres Verschwindens.

Die vierzehnjährige Melanie Degner (Katharina Stark) ist ein einsames Kind. Ihr Vater hat die Familie verlassen und lebt mit einer neuen Frau und deren Sohn zusammen. Auf ihrem Laptop hat Melanie einen Gesprächspartner gefunden, der ihre beste Freundin wurde: "MARIA".
Wer ist Melanie? Die vierzehnjährige Melanie Degner (Katharina Stark) ist ein einsames Kind. Ihr Vater hat die Familie verlassen und lebt mit einer neuen Frau und deren Sohn zusammen. Auf ihrem Laptop hat Melanie einen Gesprächspartner gefunden, der ihre beste Freundin wurde: "MARIA". Bildrechte: Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden
Die vierzehnjährige Melanie Degner (Katharina Stark) ist ein einsames Kind. Ihr Vater hat die Familie verlassen und lebt mit einer neuen Frau und deren Sohn zusammen. Auf ihrem Laptop hat Melanie einen Gesprächspartner gefunden, der ihre beste Freundin wurde: "MARIA".
Wer ist Melanie? Die vierzehnjährige Melanie Degner (Katharina Stark) ist ein einsames Kind. Ihr Vater hat die Familie verlassen und lebt mit einer neuen Frau und deren Sohn zusammen. Auf ihrem Laptop hat Melanie einen Gesprächspartner gefunden, der ihre beste Freundin wurde: "MARIA". Bildrechte: Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden
Wo ist Melanie? Von links: Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Kriminalhauptkommissar Ivo Batic (Miroslav Nemec) entdecken in Melanies Zimmer Fotos von der Verschwundenen. Bildrechte: Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden
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Eine der besten Szenen des Films: Von links: Die Kriminalhauptkommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl), sowie Melanies Eltern Robert (Dirk Borchardt) und Brigitte Degner (Lisa Martinek) sind irritiert: Melanies Laptop spricht mit ihnen. Bildrechte: Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden
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Wer ist Maria? MARIA ist die gehackte Version einer Künstlichen Intelligenz, die am "Leibniz-Rechenzentrum" in München erforscht wird. Kriminalkommissar Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) mit Anna Velot (Janina Fautz) auf der Suche nach Hinweisen im Rechenzentrum. Bildrechte: Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden
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Wie kam Maria auf Melanies Laptop? Von rechts: Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) will von Bernd Fehling (Florian Panzner) und Anna Velot (Janina Fautz) wissen, wie die Künstliche Intelligenz in Melanies Laptop funktioniert. Bildrechte: Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden
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Warum spielt Maria nicht mit? Die Kriminalhauptkommissare Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, links) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) sind frustriert, weil die Befragung der Künstlichen Intelligenz "Maria" trotz Unterstützung durch Anna Velot (Janina Fautz, Mitte) nicht so effizient vorangeht, wie sie sich das wünschen. Bildrechte: Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden
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Die Uhr tickt… Von links: Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Kriminalhauptkommissar Ivo Batic (Miroslav Nemec) suchen im Keller eines Verdächtigen nach Spuren. Bildrechte: Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden
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„Maria, kennst du diesen Mann?“ Von links: Anna Velot (Janina Fautz) und Kriminalkommissar Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) versuchen von der Künstlichen Intelligenz "Maria" Informationen zu bekommen. Bildrechte: Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden
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„Wer schickt Sie? BND? NSA?“ Von links: Die Kriminalhauptkommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) schauen dabei zu, wie ihnen der Verdächtige durch die Lappen geht. Bildrechte: Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden
Hinter den Kulissen: Von rechts: Janina Fautz (Rolle: Anna Velot) bespricht mit Regisseur Sebastian Marka ihre Rückfragen zur Szene, die gleich gedreht wird. Bildrechte: Bavaria Fiction GmbH/BR/Hendrik Heiden
Spaß bei der Arbeit Von links: Regisseur Sebastian Marka, Miroslav Nemec (als Kriminalhauptkommissar Ivo Batic), Janina Fautz (als Anna Velot) und Udo Wachtveitl (als Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr) bei den Dreharbeiten zum neuen Münchner Tatort "KI". Bildrechte: BR/Hendrik Heiden
Haben sich das Ganze ausgedacht: Von links: Die Drehbuchautoren Stefan Holtz und Florian Iwersen Bildrechte: BR/Natasha Heuse
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Wie realistisch wird das Thema KI im Tatort dargestellt?

Die Umsetzung der Technik ist sehr gut gelungen, sagt unser Experte:

Oftmals wird mit übertriebenen Szenarien gearbeitet. Beim Tatort: "KI" dagegen wird das Thema sehr realistisch dargestellt. Die Darstellung der Chancen und Risiken empfinde ich als sehr ausgewogen. Dazu gehört die Gefahr, dass eine KI als Person wahrgenommen werden kann, mit der man eine Beziehung aufbaut, obwohl sie letztlich doch nur Antworten wie im Rahmen einer Google-Suchanfrage liefert.

Dr. Florian Röhrbein, Spezialist für Intelligente Systeme

Das Fazit

Der neue Tatort aus München ist ein spannender Blick in eine möglicherweise gar nicht mehr allzu ferne Zukunft, in der wir vielleicht bald tatsächlich nicht mehr werden unterscheiden können, ob wir es am anderen Ende der Leitung mit einem Menschen oder einer Maschine zu tun haben. Einschalten lohnt sich!

Bewertung mit Blaulichtern: Tatort München "KI"
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Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 20. Oktober 2018 | 13:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2018, 07:38 Uhr

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