Großeinsatz der Polizei und Spezialkärfte in der Innenstadt von Limbahc-Oberfrohna am 12.6.2018.
Die Polizei suchte mit einem Großaufgebot nach dem mutmaßlich bewaffneten Hardy G. in Limbach-Oberfrohna. Bildrechte: Harry Härtel

Suche der Polizei geht weiter Großraum Chemnitz: Wo ist Hardy G.?

Hunderte Polizisten suchen seit dem vergangenen Sonntag nach einem 29 Jahre alten Mann, der möglicherweise bewaffnet ist. Auch am späten Dienstag und in der Nacht ging die Suche weiter. Nach erfolgloser Suche in Pleißa konzentrierte sich die Polizei auf die Innenstadt von Limbach-Oberfrohna. Unterdessen warnte die Grundschule in Pleißa die Eltern. Allerdings teilte die Polizei inzwischen mit, dass sich der Gesuchte in der Nacht zum Mittwoch nachweislich außerhalb von Sachsen aufgehalten hat.

Großeinsatz der Polizei und Spezialkärfte in der Innenstadt von Limbahc-Oberfrohna am 12.6.2018.
Die Polizei suchte mit einem Großaufgebot nach dem mutmaßlich bewaffneten Hardy G. in Limbach-Oberfrohna. Bildrechte: Harry Härtel

Von dem möglicherweise bewaffneten Hardy G. fehlt bislang jede Spur. Die Polizei hat bis in die Nacht zum Mittwoch in Limbach-Oberfrohna gesucht. Am Dienstagabend erhielten die Beamten einen Zeugenhinweis, wonach er sich in der Innenstadt aufhalte. Die Polizei vermutete den 29-Jährigen in einem Gebäude in der Moritzstraße. Das Haus und angrenzende Straßen wurden daraufhin gesperrt. Nach Mitternacht durchsuchten Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamtes die Post, konnten den Gesuchten allerdings nicht finden. Mittlerweile teilten die Beamten allerdings mit, dass sich der Gesuchte in der Nacht zum Mittwoch, so wörtlich: "... nachweislich nicht in Sachsen aufgehalten hat."

Die Polizei versuche weiterhin, auf verschiedenen Wegen mit dem 29-Jährigen in Kontakt zu treten. Man wolle gemeinsam mit dem Gesuchten zu einem guten Ende kommen. Es gäbe keine Erkenntnisse, dass vom mutmaßlich bewaffneten Gesuchten eine konkrete Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht.

Grundschule reagiert auf Polizei-Aktion

Unterdessen hat die Grundschule in Pleißa auf die laufenden Polizei-Maßnahmen reagiert. Die Schulleitung empfiehlt den Eltern seit Dienstag auf der Internetseite "Ihre Kinder vorerst auf dem Weg zur Schule zu begleiten bzw. für eine Begleitung Sorge zu tragen". Pädagogen und Erzieher würden im Bedarfsfall bis zur Abholung die Kinder betreuen. "Es besteht keine akute Schulgefährdung. Aber nachdem am Dienstag so viel Polizei mit Hubschraubern in Pleißa im Einsatz waren, musste die Schule auf Elternsorgen reagieren", erklärte der Sprecher des Landesamts für Schüle und Bildung in Zwickau, Arndt Schubert MDR SACHSEN. Die Elternempfehlung bleibe so lange aktuell, bis die Polizei-Aktion beendet sei.

Zuvor war bereits ein Waldstück im Ortsteil Pleißa von Dutzenden Polizisten durchkämmt worden. Insgesamt waren am Dienstag 350 Polizisten im Einsatz. Die Suche soll auch am heutigen Mittwoch weitergehen.
Wer den 29-Jährigen sieht oder trifft, soll den Polizei-Notruf 110 wählen oder sich unter Telefon: 0371-387-3448 an die Chemnitzer Kriminalpolizei wenden.

Waffe vom Schützenverein?

Hardy G. wurde zuletzt am Sonntag im Chemnitzer Stadtzentrum gesehen, nachdem ein Streit mit seiner Ex-Freundin eskaliert war. Die Polizei konnte das Auto des Gesuchten sicherstellen. Zudem gab es Hinweise, dass sich der Mann, der selbst Sportschütze ist, eine Schusswaffe besorgt haben könnte. Es fehle eine Waffe aus dem Sportschützenverein des Mannes in Hartmannsdorf, sagte eine Polizeisprecherin.

Der Chemnitzer Fall erinnert an einen Großeinsatz der Polizei Mitte Mai in Dresden. In der Königsbrücker Heide hatte ein mutmaßlicher Rentnerinnen-Mörder mit einem Revolver auf Polizisten geschossen. Die Waffe hatte der Mann bei einem Training seines Schützenvereins gestohlen.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13.06.2018 | ab 5:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2018, 08:01 Uhr

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