Ist der neue Bußgeldkatalog zu streng?

Seit heute gilt der neue Bußgeldkatalog der StVO. Es gibt viele neue Schilder, ein paar neue Verbote und höhere Bußgelder. Sind die neuen Regeln zu streng?

Seit 28. April gilt die neue Version der Straßenverkehrsordnung. Dann gibt es ein paar neue Verkehrsschilder und vor allem eine ganze Reihe strengerer Strafen und höherer Bußgelder.

Ab sofort gilt: Wer innerorts 21km/h über dem Tempolimit liegt, verliert seinen Führerschein für einen Monat und bekommt einen Punkt in Flensburg. Wer mit einer Blitzer-App erwischt wird muss 75 Euro Strafe zahlen und bekommt ebenfalls einen Punkt. Wer keine Rettungsgasse bildet oder unerlaubt durchfährt, der muss mit bis zu 320 Euro und einem Monat Fahrverbot rechnen.

Ganz schön happige Strafen. Manchen unserer MDR JUMP Hörer gehen sie aber noch nicht weit genug.

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Was andere Strafen dagegen angeht, herrscht auf unserer MDR JUMP Facebookseite doch ziemliche Einigkeit: Die Strafen sind doch recht drastisch.

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Rechtsanwalt Thomas Kinschewski aus Dresden gibt dagegen zu bedenken, dass wir in Deutschland noch recht gut dran sind:

Wenn man sich das im internationalen Vergleich anschaut, muss man sich in Deutschland schon ziemlich viel leisten, um wirklich belangt zu werden.

Über 280 Euro und zwei Punkte in Flensburg könne man beispielsweise gar nicht kommen, egal wie schnell man fährt. In anderen europäischen sieht es da schon drastischer aus. Wer in Dänemark vergisst, den Gurt anzulegen ist schnell 200 Euro los. Wer in Österreich über der 0,5-Promille-Grenze liegt, der muss mit bis zu 5.600 Euro Bußgeld rechnen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 28. April 2020 | 07:00 Uhr

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