Urlauber entspannen sich am Plaja-de-Muro-Strand auf Mallorca
Bildrechte: dpa

Stressfreier Sommerurlaub - so gehts!

09.07.2018 | 15:33 Uhr

Ehepaare trennen sich häufig nach dem Sommerurlaub, will eine amerikanische Studie herausgefunden haben. Nach Ansicht der Forscher sind die Sommer- und Winterferien emotional besonders aufgeladen und stressig. Wir haben deshalb Tipps für Dich, wie Du Stress rund um den Urlaub vermeiden kannst.

Urlauber entspannen sich am Plaja-de-Muro-Strand auf Mallorca
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Es ist doch alles so schön: Die längste Freizeit des Jahres liegt vor einem - genau der richtige Zeitpunkt um die Kraftreserven für den Alltag wieder aufzuladen. Mit diesen Tipps vermeidest Du unnötigen Stress im Sommerurlaub.

Das wichtigste: Eine gute Planung!

Nimm Dir gerade für die Urlaubsvorbereitung viel Zeit. Schließlich will niemand mit wehenden Fahnen in den Urlaub hetzen, meint Psychologin und Coach Elke Overdick aus Hamburg im MDR JUMP-Interview:

Es ist gut, am letzten Tag vor dem Urlaub keine Termine mehr zu haben. Das beinhaltet auch einige Tage vorher, Dinge bereit zu legen, die ich mitnehmen will, eine Packliste zu machen und all die Dinge abzuarbeiten, die vor dem Urlaub weg müssen.

Ein ganz wichtiger Tipp: Möglichst nichts Unerledigtes übrig lassen. Das geht natürlich nicht immer, weiß auch Psychologin Overdick.

Wenn vor dem Urlaub noch etwas unerledigt bleibt, ein Gartenprojekt oder der Hausputz, dann unbedingt aufschreiben, damit das noch vor dem Urlaub aus dem Kopf raus ist und ich mich nicht damit quäle.

Ansonsten empfiehlt unsere Expertin, sich mit der ganzen Familie auf den Urlaub einzustimmen. Lies also am besten mit der ganzen Reisegruppe in Reiseführern, schaut euch Bildbände von der Urlaubsdestination an oder checkt im Netz spätere Ausflugstipps.

Familien checken zusammen was einen guten Urlaub ausmacht

Damit der Urlaub stressfrei und erholsam wird, solltest Du im Vorfeld schauen, was jeder vom Urlaub erwartet. Dafür sollte jeder nach seinen Bedürfnissen gefragt werden und die sollten dann auch in die gemeinsame Planung mit einfließen. Der Vorteil: So weiß jeder, worauf er sich einlässt.

Wenn jeder etwas nach seinen Neigungen erleben und tun darf, wird der Urlaub sicherlich eine schöne Zeit.

Freiräume lassen

Ein Erfolgsgeheimnis für einen erholsamen Urlaub: Den Mitreisenden ausreichend Freiräume lassen. Der Vorteil: So bekommst Du auch mehrere Aktivitäten organisiert.

Meint, dass jemand auch mal alleine sein darf. Oder: In einer größeren Familie werden Kleingruppenaktivitäten verabredet. Vielleicht gibt es da zwei, die sich fürs baden interessieren und zwei, die lieber shoppen wollen. Dann wäre es auch eine Idee, sich aufzuteilen. Dann kann man sich nach der schönen Zeit, die man getrennt miteinander hatte, auch mit guter Laune wiedersehen.

Außerdem kann man mit getrennten Aktivitäten Spannungen mit Mitreisenden vermeiden.

Auf mitreisende Kinder eingehen

Klar, je kleiner die Kinder sind, umso mehr freuen sie sich, wenn man gemeinsam mit ihnen etwas unternimmt und mit ihnen spielt wird. Am besten hast Du schon im Vorfeld geklärt, was die Kinder im Urlaub besonders gern machen wollen. Aber es gilt auch:

Ich erlebe manchmal Eltern die meinen, sie müssten für ihre Kinder auch im Urlaub alle zehn Minuten durchplanen und Aktivitäten bieten. Ich glaube, das entspricht nicht jedem Kind. Manche Kinder möchten auch mal in Ruhe etwas entdecken. Die gucken auch mal aus dem Fenster oder sitzen am Strand und gucken sich die Steine an. Auch so etwas ist ganz wichtig.

Eine schöne Kinderbeschäftigung empfielt unsere Exertin: Kinder in den Alltag mit einbeziehen und sie dafür ihren Alltag leisten lassen. Die Kinder würden merken, das auch sie ihren Beitrag zum Familienalltag leisten könnten. Oft sei das ja außerhalb des Urlaubes nur schwer möglich:

Wenn das Kind mitkochen oder beim Einkaufen mitbestimmen möchte, sollte man das zulassen. Das ist das für das Kind befriedigend und auch dieses gemeinsame Erleben ist ganz förderlich.

Handy-Nutzung reduzieren

Und für alle gilt: Einfach mal das Handy ausschalten. Das machen offenbar ziemlich wenig Arbeitnehmer: 64 Prozent der Berufstätigen in Deutschland bleiben laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom auch im Urlaub für ihren Job erreichbar. Demnach lesen 61 Prozent während dieser Zeit Kurznachrichten über Dienste wie iMessage oder WhatsApp.

57 Prozent bleiben für ihren Chef, die Kollegen oder Kunden telefonisch erreichbar. Allerdings gilt auch: Nur im Ausnahmefall ist es dem Chef erlaubt, den Arbeitnehmer während seines Erholungsurlaubes anzurufen. Und: Urlaub dient der Erholung. Jeder darf diese Zeit so verbringen, wie er gerne möchte!

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Vormittag | 10. Juli 2018 | 11:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Juli 2018, 15:33 Uhr

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