Stiftung Warentest: Zu viel Zucker und Schadstoffe im Babybrei

29.08.2019 | 55:00 Uhr

Babys richtig zu ernähren ist eine Kunst für sich. Milch-Getreide-Breie sollen ab dem 6. Monat unterstützen und alle möglichen wichtigen Nährstoffe liefern. Die Stiftung Warentest hat solche Breie jetzt getestet, mit ernüchternden Ergebnissen.

Baby wird mit Brei gefüttert
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Die Stiftung Warentest hat 12 Pulver zum Anrühren und 7 Fertigbreie aus dem Gläschen untersucht. Keiner der Breie im Test kam auf die Note "sehr gut". Der Bio-Milchbrei "Gute Nacht Kinderkeks" schnitt mit der Note 1,9 - also "gut" - ab. Daneben gab es gerade mal zwei andere, die ebenfalls die Note "gut" bekamen.

Arsen im Reisbrei

Vor allem die Pulverbreie fielen mit Schadstoffen auf. In Reisbrei sei Arsen gefunden worden, ein Schadstoff, der vom Reis über den Boden aufgenommen wird und der krebserregend sein kann.

In anderen Breien fanden die Tester Chlorat, vermutlich als Rückstand von Reinigungsmitteln, erklärt Stiftung Warentest Ernährungsredakteurin Ina Bockholt. Außerdem stecken bis auf eine Ausnahme in allen Pulvern Lösungsmittel, die nichts in Lebensmitteln verloren haben.

Die Tester empfehlen außerdem, auf Breie mit hohem Zuckergehalt und intensiven Fruchtzusätzen zu verzichten.

Das führt zu einem intensiv-künstlichen Geschmack und daran sollten sich Babys unserer Meinung nach nicht gewöhnen.

sagt Ina Bockholt. Zu viel süßer Brei könnte also praktisch später zu einem süßen Zahn führen.

Lieber selber machen

Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, der kann Brei fürs Baby auch einfach selbst machen. Für einen einfachen Brei braucht man lediglich ein paar Esslöfel Haferflocken, heiße Milch und Früchte der Saison zum unterrühren, rät Ina Bockholt.

So haben sie einen Babybrei ohne zugesetzten Zucker, mit natürlichen Fruchtaromen und das ist einfach das Beste für Ihr Baby.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP - Die Feierabendshow | 29. August 2019 | 14:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. August 2019, 13:26 Uhr

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