Sternschnuppen & lange Nächte: Das gibt’s am Sternenhimmel im Dezember

Am Himmel über Mitteldeutschland wird es im Dezember spannend. Denn die Nächte sind in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen besonders lang. Hobbyastronomen können also lange in die Sterne schauen. Außerdem werden nicht nur einige Sternschnuppen erwartet. Es findet auch die Wintersonnenwende statt.

Sternschnuppen der Geminiden im Allgäu im Dezember 2018
Bildrechte: imago images / Jan Eifert

Meteorstrom begeistert

Sehr viele gelb-weiße Meteore sorgen für beeindruckende Sternschnuppen. Denn im Dezember sind die Geminiden über Mitteldeutschland unterwegs. Sie sind der stärkste Meteorstrom des gesamten Jahres. Schon direkt nach Einbruch der Dunkelheit lassen sie sich am Himmel beobachten. Zumindest, wenn es freie Sicht gibt. Besonders eindrucksvoll wird das Naturphänomen gegen Mitternacht. Bei klarem Wetter lassen sich die Geminiden die ganze Nacht über beobachten.

Die Geminiden sind in den Nächten zum 14. und 15. Dezember zu sehen. Dann fallen bis zu 60 Sternschnuppen pro Stunde.

Besonders lange Nächte

Im Dezember beginnt der astronomische Winter. Um genau zu sein wird es am 21. Dezember um 11:02 Uhr soweit sein. Denn dann erreicht die Sonne ihren Zenit am südlichen Wendekreis. Ab diesem Zeitpunkt werden die Tage wieder länger. Das bedeutet aber auch, dass sie bis dahin kürzer werden. Im Dezember sind die Nächte also besonders lang. Am Nordpol sorgt das dafür, dass die Sonne überhaupt nicht zu sehen ist.

Jupiter und Saturn überschneiden sich

Alle 20 Jahre gibt es die sogenannte „Große Konjunktion“. Am 21. Dezember wird der Riesenplanet Jupiter den Saturn überholen. Da sie sich zu diesem Zeitpunkt sehr nahe stehen, wirkt es so, als wäre es ein heller Doppelstern. Dieses Schauspiel ist in Mitteldeutschland allerdings nicht sehr lange zu beobachten. Etwa 18:30 Uhr verschwinden beide unter dem Horizont.

Der Vollmond
Auch im Dezember ist der Vollmond zu sehen. Bildrechte: MDR/Gerald Perschke

Vollmond vor Silvester

Erst wird der Mond den Punkt erreichen, an dem er zu der Erde den größten Abstand besitzt. Direkt an Heiligabend wird er 405.010 Kilometer von uns entfernt sein. Einige Tage später wird es dann am Himmel besonders hell. Kurz vor dem Jahreswechsel, am 30. Dezember, wird es einen Vollmond geben. An diesem Tag stellt sich die Erde direkt zwischen Sonne und Mond. Die volle Stärke wird er um 4:28 Uhr erreichen.

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