Die Venus, von der ISS aus gesehen
So fotografierte der japanische Astronaut Kimiya Yui die Venus von der ISS aus. Bildrechte: NASA/JAXA

Astronomie Sternschnuppenzeit: Jetzt kommen die Perseiden

Planeten und Perseiden und das bei Neumond, der sie noch besser zur Geltung kommen lässt - der Sternenhimmel im August hat einiges zu bieten. Vor allem Sternschnuppen.

Die Venus, von der ISS aus gesehen
So fotografierte der japanische Astronaut Kimiya Yui die Venus von der ISS aus. Bildrechte: NASA/JAXA

Sommernächte und tropische Temperaturen. Für die Beobachtung am Nachthimmel herrschen gerade beste Bedingungen. Der Mond nimmt ab, dadurch sind alle anderen Gestirne immer besser zu sehen.

Die Planeten

Bevor der August begann, hatte noch einmal der Mars seinen großen Auftritt. Am 31. Juli war er nur rund 57,6 Millionen Kilometern von der Erde entfernt. So nah war er zum letzten Mal im Jahr 2003. Er bleibt auch im August im Südosten und Süden zu sehen, wird allerdings deutlich blasser. Der hellste Punkt ist ohnehin die Venus. Obwohl sie nur halb von der Sonne beleuchtet wird und im Teleskop wie ein Halbmond aussieht, strahlt sie hell im Westen. Allerdings werden ihre Auftritte im Laufe des Monats immer kürzer.

Auch Jupiter macht sich im Laufe des Monats immer rarer. Anfangs ist er noch bis Mitternacht im Südwesten zu sehen, nach Venus und Mars als dritthellstes Objekt, Ende August geht er bereits um 22.30 unter. Und der Saturn ist im Süden zu sehen, auch er in der ersten Nachthälfte. Wer die Ringe erkunden möchte, braucht aber ein Teleskop.

Der Sternschnuppenstrom der Perseiden gegen 3 Uhr
Bildrechte: IMAGO

Die Sternschnuppen

Highlights des Monats August werden aber auch in diesem Jahr die Perseiden sein. Und im Gegensatz zu 2017 kommt ihnen auch kein Vollmond in die Quere. Am 11. August ist Neumond. Als reichster Meteor-Strom des Jahres bescheren die Perseiden bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde in der Nacht des Maximums. Darunter flammen auch sehr helle Exemplare auf, sogenannte Boliden oder Feuerkugeln. Die Perseidenmeteore dringen mit hohen Geschwindigkeiten von rund 60 Kilometer pro Sekunde ein - also umgerechnet 216.000 Kilometer pro Stunde. Nach Mitte August erscheinen nur noch wenige Nachzügler der Perseiden.

Und die ISS

Auch die Internationale Raumstation mit Alexander Gerst hatte Anfang August noch einige Überflüge über Mitteldeutschland, ist aber jetzt bis Ende August nicht mehr zu sehen. Wer weiter ISS schauen will, hat aber zwei Livestreams der Station zur Wahl. Einen Blick in die Station. Und einen Blick von der Station auf die Erde (wunderbar – außer, es ist gerade Nacht und die Station über dem Meer).

Dieses Thema im Programm MDR AKTUELL Fernsehen | 29. Juli 2018 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. August 2018, 10:08 Uhr

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