ADAC warnt: Spritpreise steigen zum Jahreswechsel deutlich

Noch tanken Autofahrer verhältnismäßig günstig, doch zum Jahreswechsel erwartet der ADAC einen kräftigen Sprung nach oben.

Blick auf einen Zapfhahn mit Bio-Kraftstoff E10.
Bildrechte: imago/Gerhard Leber

Der wochenlange Abwärtstrend bei den Spritpreisen geht zu Ende. Dem ADAC zufolge haben die aktuell gestiegenen Ölpreise an der Zapfsäule zwar noch nicht durchgeschlagen. Laut dem Verkehrsclub kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Tagesmittel 1,204 Euro*. Das sind 0,7 Cent weniger als eine Woche zuvor. Diesel verteuerte sich minimal um 0,1 Cent auf 1,063 Euro. Damit sind beide Kraftstoffe nach wie vor deutlich billiger als vor Beginn der Corona-Krise.

Gründe: CO2-Preis und Ende der Mehrwertsteuersenkung

Doch die Preise könnten in nächster Zeit steigen: Der Ölpreis liegt auf dem höchsten Stand seit März. Zudem - so sagte es ein ADAC-Sprecher - werden zum Jahreswechsel gleich zwei Effekte den Spritpreis nach oben treiben: Zum einen der CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne. Dieser macht Diesel um rund 8 Cent teurer, Super E10 steigt dadurch um rund 7 Cent. Zum anderen endet die Mehrwertsteuersenkung. Durch diese beiden Effekte geht der ADAC von einem Anstieg von 10 bis 11 Cent pro Liter beim Sprit aus.

Vergleich hilft Geld zu sparen

Der Verkehrsclub rät Autofahrern, vor dem Tanken die Spritpreise zu vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld. Laut ADAC ist Tanken in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten.

*Zahlen des ADAC vom 24.11.2020

Dieses Thema im Programm MDR JUMP - Nachrichten | 25. November 2020 | 23:00 Uhr

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