Verwüstung nach dem Unwetter - So könnt ihr helfen

Landstriche sind verwüstet, noch immer werden Menschen vermisst: Nach und nach werden die Ausmaße des Hochwassers in Rheinland-Pfalz und NRW deutlich. Auch Menschen im Osten wollen die Opfer unterstützen.

Ein Fahrzeug der Bundeswehr fährt durch eine überflutete Straße
Viele Einsatzkräfte sind vor Ort. Bildrechte: dpa

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Es sind dramatische Bilder, die wir aus NRW und Rheinland Pfalz sehen. Nach und nach wird deutlich, welch großen Schaden die Wassermassen angerichtet haben. Dabei werden auch bei uns im Osten schlimme Erinnerungen wach. Denn die Hochwasserkatastrophen von 2002 und 2013 sind vielen von uns noch deutlich im Gedächtnis. Damals haben wir Hilfe aus ganz Deutschland bekommen. Genau das wollen jetzt viele zurückgeben. Das zeigen die vielen Meldungen, die wir von euch bekommen haben. Egal ob auf unserer Facebook-Seite, über unsere WhatsApp-Nummer ins Studio oder per Anruf über die 0800 123 23 40: Ihr wollt den betroffenen Menschen helfen.

Luftbilder der Flut in Sachsen im Juni 2013
Erinnerung an 2013: Bei der Flut standen viele Orte in Mitteldeutschland unter Wasser Bildrechte: MDR/Sven Böttger

Viele Menschen wollen helfen

Einer, der sich bei uns gemeldet hat, ist Lothar Hanisch von den Eisenbahnwelten in Rathen in der sächsischen Schweiz. Dort, wo die weltgrößte Garteneisenbahnausstellung mit Modelleisenbahnen der Spurgröße G steht, hat in der Vergangenheit auch schon oft ein Hochwasser Schäden angerichtet. Er hat uns erklärt, dass am Eingang zu den Eisenbahnwelten jetzt eine Spendenbox aufgestellt wird:

Die Kolleginnen und Mitarbeiter haben sich überlegt, dass wir eine Familie, die ausgesucht wird, unterstützen möchten. Ich hoffe, dass einige Leute etwas spenden, da wir als Region, die oft vom Hochwasser betroffen war, da Verantwortung zeigen müssen. Wenn andere betroffen sind, muss man genauso helfen, wie man uns damals selbstlos geholfen hat.

Lothar Hanisch, Eisenbahnwelten in Rathen

So erlebt eine Frau aus Thüringen das Unwetter

Antje aus Ahrweiler hat sich bei uns gemeldet. Sie kommt ursprünglich aus Wernshausen bei Schmalkalden und hat bei dem Unwetter in Rheinland-Pfalz vieles verloren. Im Gespräch mit MDR JUMP sagt sie: "Es ist alles weg. Es ist alles zerstört, alles voller Schlamm. Wir sind bei Freunden untergekommen."

Das Wasser kam plötzlich, kaum vorhersehbar: "Innerhalb von Minuten war diese Flutwelle da. Wir konnten nicht reagieren, haben uns noch ins Schlafzimmer gerettet und haben gehofft, dass das Wasser da nicht hoch kommt."

In ihrer Nachbarschaft packen derzeit alle mit an, um die Schäden zu beseitigen. "Es ist unglaublich, was das für ein Zusammenhalt ist. Da packt jeder mit an", sagt sie.

Unwetter
Bildrechte: MDR JUMP/Antje Chroscz
Unwetter
Bildrechte: MDR JUMP/Antje Chroscz
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Bildrechte: MDR JUMP/Antje Chroscz
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Bildrechte: MDR JUMP/Antje Chroscz
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Bildrechte: MDR JUMP/Antje Chroscz
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Bildrechte: MDR JUMP/Antje Chroscz
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Bildrechte: MDR JUMP/Antje Chroscz
Unwetter
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Spenden: So könnt ihr helfen

Aus Mitteldeutschland machen sich viele Menschen auf den Weg, um die betroffenen Gebiete vor Ort zu unterstützen. Darunter zum Beispiel auch eine Hilfstruppe aus Grimma in Sachsen. Die Stadt wurde bei den Hochwassern 2002 und 2013 besonders stark getroffen. Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger sagte im Gespräch mit MDR JUMP:

Man braucht zur Hilfe nicht viel: Hochdruckreiniger, Gummistiefel und vielleicht noch ne Kettensäge!

Matthias Berger, Oberbürgermeister Grimma

Doch auch aus der Ferne ist Unterstützung einfach möglich. Der WDR und die Tagesschau haben Organisationen zusammengestellt, bei denen ihr mit Geld den Opfer des Hochwassers helfen könnt. Darunter beispielsweise bei der Diakonie Wuppertal oder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG).

Dieses Thema im Programm MDR JUMP - Nachrichten | 16. Juli 2021 | 09:00 Uhr

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