Spenden: So kommt deine Hilfe bei vom Hochwasser Betroffenen wirklich an

Die Bilder aus den überfluteten Städten und Gemeinden haben unglaublich viele Menschen überzeugt, zu helfen. Erste Sammelstellen für Sachspenden sind schon voll.

Eine überwältigende Zahl von Sachspenden: Helfer sortieren im Bitburger Event Center am Nürburgring Spenden, damit diese Flutopfer schnell erreichen.
Eine überwältigende Zahl von Sachspenden: Helfer sortieren im Bitburger Event Center am Nürburgring Spenden, damit diese Flutopfer schnell erreichen. Bildrechte: IMAGO / Marc John

Darauf ist bei uns Verlass: Wenn Menschen beim Hochwasser alles verloren haben, wird schnell geholfen. Aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kommt Hilfe für die Menschen in den Katastrophengebieten. In den heftig getroffenen Regionen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind ganze Landstriche verwüstet. Die Menschen dort müssen jetzt schnell versorgt werden.

Einige Lager für Sachspenden schon voll

Die vielen Helfer waren schnell. Innerhalb von wenigen Tagen wurde so viel Kleidung, Lebensmittel, Babyartikel und Spielzeug gespendet, dass erste Lager für Sammelstellen voll sind. Die Kreise Euskirchen und Rhein-Erft in Nordrhein-Westfalen erklärten am Sonntag, Sachspenden gebe es derzeit genug. Der Kreis Euskirchen erklärte dazu:

Es besteht vielerorts das Problem, dass zusätzliche Spenden nicht verwaltet und gelagert werden können.

Beide Kreise baten daher um Geldspenden für vom Hochwasser Betroffene. Auch hier bei uns sind die Sammelstellen teilweise schon voll. Die Spendenbereitschaft sei „enorm gewesen“. In Erfurt wurden Sammelstellen am Sonntag nach kurzer Zeit schon wieder geschlossen.  

Sachsen und Sachsen-Anhalt selbst schon schwer von Hochwasser getroffen

Viele Menschen in unserer Region wissen, wie schnell aus einem Fluss ein reißender Strom wird. Der alles hinwegfegt, was über Jahre aufgebaut wurde. Die Hilfe aus ganz Deutschland hat viele tief bewegt. Jetzt hilft Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen den Menschen, die diesmal aus ihren Häuser flüchten mussten. Sachsens früher Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) sagte dazu am Freitag:

Dazu sollten unsere Hilfsorganisationen und die damals betroffenen Gemeinden und Bundesländer schnell zu Spenden aufrufen, um den Sachsen die Möglichkeit zu geben, den jetzt in Westdeutschland betroffenen Mitbürgern zu helfen und Solidarität zu zeigen.

Der überflutete Marktplatz von Grimma im Juni 2013
Bildrechte: imago/Jörn Haufe

Auch Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) haben die Sachsen darum gebeten, zu helfen und zu spenden. Dafür hat der Freistaat mit der Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen ein Spendenkonto eingerichtet.

Gezielt spenden

Wer einmal eine bestimmte Organisation oder ein Spendenkonto aussucht und einen größeren Beitrag spendet, hilft gezielter. So erspart man den Empfänger den recht hohen Verwaltungsaufwand für kleinere Spenden. Um Spenden zu bündeln, haben sich 23 deutsche Hilfsorganisationen zusammengeschlossen. Die Hilfe über das Konto „Aktion Deutschland Hilft“ kann dann gezielt an Betroffene gehen.

In den betroffenen Gebieten helfen neben dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) auch die Malteser, das Technische Hilfswerk (THW) und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Sie alle bitten um Spenden und haben dafür Konten für die Betroffenen eingerichtet.

Mit Material der Nachrichtenagentur dpa.

Dieses Thema im Programm DIE MDR JUMP MORNINGSHOW | 19. Juli 2021 | 05:50 Uhr

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