So machst du deinen Garten winterfest

Früh am Morgen kann man den Winter schon riechen. Aber keine Sorge: Es ist noch genug Zeit, um den Garten für die eisige und dunkle Jahreszeit fit zu machen.

Hecke mit dicker Schneehaube
Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Im Garten gibt es fast das ganze Jahr über etwas zu tun. Unsere Gärten mögen wir nämlich schön aufgeräumt. Die Natur findet das aber nicht so toll, sagt Stefan Bosch von der Nabu.

So fühlen sich Wintervögel bei euch wohl

Verwelktes Laub in den Beeten, verwelkte Blüten, ein paar morsche Zweige und vielleicht noch ein paar liegen gebliebene Äpfel oder Nüsse. Das mag zwar ein wenig unordentlich aussehen, aber die Vögel lieben es.

Wenn ihr wollt, dass Wintervögel sich bei euch so richtig wohl fühlen, könnt ihr ihnen etwas Wasser anbieten.

Wasser ist ein ganz wichtiges Element im Garten. Das bietet den Vögeln Möglichkeiten zu Trinken und zu Baden. In jedem Garten kann man den Vögeln Wasser in ganz einfacher Form anbieten, auf jedem Balkon ein Blumentopfuntersetzer mit Wasser gefüllt und einem Stein drin.

Auch mit einem Nistkasten erleichtert ihr den Vögeln das Leben. Vor allem in großen Städten finden sie immer weniger Hecken, in denen Sie ihre Nester bauen oder Baumhöhlen, in denen Sie brüten können. Dabei braucht jede Vogelart einen anderen Nistkasten. Eine Meise zum Beispiel braucht kleinere Löcher als ein Star. Falls ihr schon Nistkästen habt, dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um diese zu säubern. Den Inhalt einfach in der Bio-Tonne entsorgen, ordentlich ausbürsten und wenn es ganz schlimm ist, mit heißem Wasser ausspülen. Wieder aufgehängt, ist er für die nächste Vogelfamilie bereit.

Büsche und Sträucher schneiden

Im Oktober dürft ihr wieder zur Heckenschere greifen, um die Hecken und Büsche in Form zu bringen. Das ist vom 01. März bis zum 30. September nämlich verboten. Diese Bestimmung dient vor allem den Tieren, speziell dem Vogelschutz. Vögel und andere kleine Tiere nisten sich im Frühjahr in den Hecken ein. Das Schneiden könnte die Tiere gefährden, die Tier- und Pflanzenwelt wäre erheblich gestört. Vielen Pflanzen wie Rosen, Rhododendren oder Flieder ist das aber sogar lieber, wenn sie erst im Frühjahr geschnitten werden.

Kübelpflanzen überwintern

Sobald der erste Frost droht, wird es Zeit, die Zierpflanzen in ihren Kübeln winterfest zu machen. Die wenigsten von ihnen würden den Winter im Freien überleben, deshalb ist es wichtig, ihnen ein geeignetes Quartier für die kalte Jahreszeit zu bieten. Für manche Kübelpflanzen reicht es, wenn der Kübel mit Filz aus Kokos oder Schafwoll-Matten eingepackt wird.

Gartenteich für Winter vorbereiten

Im Spätherbst ist es höchste Zeit, den Gartenteich für den Winter vorzubereiten. Dazu gehört zum einen die Reinigung. Verwelkte Pflanzen am Teich sollten zurückgeschnitten werden, sodass keine abgestorbenen Teile ins Wasser fallen können. Auch Laub und abgestorbene Pflanzen solltet ihr entfernen. Haben sich Fadenalgen gebildet, sollten diese ebenfalls abgefischt werden. Lasst sie vor der Entsorgung noch etwas am Teichrand liegen, herausgefischte Kleinstlebewesen wieder zurück ins Wasser gelangen können.

Kleiner Seerosenteich umrandet von natürlich anmutenden Betonsteinen
Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Vergesst nicht, frostempfindliche Pflanzen wie Wasserhyazinthen rechtzeitig in großen Wasserbehältern ins Winterquartier zu bringen. Ist der Miniteich in eurem Garten nicht mindestens 1,50 Meter tief, müssen die Fische vor dem Winter herausgenommen werden. Danach können die Tiere zum Beispiel in den kühlen, aber frostfreien Keller oder in die Garage gebracht werden. In einem Plastikkübel mit frischem Wasser können sie dort ihre Winterruhe halten. Die Fische benötigen unter diesen Umständen bis zum Frühjahr weder extra Sauerstoff noch Futter. Können die Fische im Teich bleiben, solltet ihr das komplette Zufrieren des Teiches vermeiden. So schützt ihr sie vor Sauerstoffmangel.

Entnehmt zum Schluss die Teichpumpe, um Frostschäden zu verhindern. Den Winter verbringt sie idealerweise in einem Eimer Wasser in einem frostfreien Raum.

Beete umgraben

Abgeerntete Gemüsebeete könnt ihr umgraben und Kompost und Pflanzenreste in die Erde einmischen. Beete mit leichten Böden werden gelockert und mit Gründüngern wie Gelbsenf, Klee, Raps und Lupinen bepflanzt. Diese verhindern das Auswaschen wichtiger Nährstoffe aus dem Boden und unterstützen den Aufbau von Humus. Winterhartes Gemüse wie Grünkohl und Lauch könnt ihr in ihren Beeten stehen lassen. Grünkohl wird bei Minustemperaturen süßer und milder im Geschmack. Auch Pastinaken, Steckrüben und Rote Bete versorgen euch in der kalten Jahreszeit mit Vitaminen.

Mit Material von MDR Garten

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 16. Oktober 2021 | 06:10 Uhr

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