Tipps für die psychische Gesundheit: So machst du das Beste aus dem Lockdown!

Jetzt wieder mindestens einen Monat lang kaum Freunde sehen, keine Kinos, Bars oder Konzerte. Das frustriert und schlägt aufs Gemüt. Mit ein paar Tipps kommst du auch psychisch gesund durch den Lockdown.

Mann mit Hund auf der Couch
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Der November ist so schon ein grauer und deprimierender Monat. Und jetzt auch noch das: Ein zweiter Lockdown. Wieder müssen Kontakte eingeschränkt werden, Kultureinrichtungen und Bars sind zu. Schon der erste Lockdown im Frühjahr war für viele eine psychische Belastungsprobe. Mit ein paar Tipps kann man sich den neuen Lockdown zumindest einigermaßen erträglich machen.

Mach dir Pläne

Nach der Arbeit ins Fitnessstudio oder mit Freunden ins Kino gehen wird im November zumindest ausfallen müssen. Für die freigewordene Zeit solltest du dir Pläne machen und zwar konkrete Pläne. Ulrich Hegerl, der Vorsitzende der Stiftung Deutsche Depressionshilfe empfiehlt sogar, sich in den Kalender einzutragen, wann du was machen möchtest, egal ob Musik hören, oder mit Freunden telefonieren. Er sagt, das gibt den Tagen Struktur und die ist wiederum gut fürs Gemüt.

Wer Pläne macht und diese auch umsetzt, hat außerdem weniger Zeit zum Grübeln.

Positiv Denken

Es klingt wie eine doofe Plattitüde aus einem Sprüchekalender, aber eine positive Sichtweise auf die Dinge kann der Psyche sehr helfen. Statt sich auf die negativen Dinge zu konzentrieren (den ganzen Tag drin hocken, keine Freunde treffen usw.) sollte man sich eher auf die positiven Aspekte konzentrieren (endlich mal ein bisschen Zeit für sich, oder für ein gutes Buch, weniger Stress zum Beispiel).

Selbstfürsorge ist wichtig

Auch wenn wir jetzt die meiste Zeit wieder zu Hause verbringen müssen, mach es dir schön. Dazu gehört, Pausen zu machen oder sich selbst was Gutes zu tun. Das können ganz einfache Dinge sein, wie dir selbst dein Lieblingsessen zu kochen oder einfach mal ein Bad zu nehmen. Aber auch Sport und Bewegung sind wichtig, zum Beispiel joggen gehen oder Yoga mit einem Youtube-Tutorial. Das steigert nicht nur das Wohlbefinden sondern ist tatsächlich auch gut für die Abwehrkräfte.

Tipps fürs Home Office

In diesem zweiten "Lockdown light" müssen nicht mehr ganz so viele von zu Hause aus arbeiten. Für die, die wieder an den heimischen Schreibtisch müssen, gibt es ein paar wichtige Tipps: Trennt die Arbeit klar von eurem restlichen Leben ab, das heißt, setz dir klare Zeiten für Arbeitsbeginn und Feierabend und halte dich auch dran. Aber: Gönn dir zwischendurch auch ausreichend Pausen, in denen du dich mit was anderem beschäftigst.

Wichtig ist es aber auch, negative Gefühle zuzulassen. Mal genervt zu sein, Angst zu haben oder eine Pause zu brauchen ist völlig legitim. Wichtig ist, sich diesen negativen Gefühlen zu stellen und sie auch zuzulassen. Nur so kannst du lernen, mit ihnen umzugehen und sie nicht zu verdrängen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 31. Oktober 2020 | 10:40 Uhr

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