Servicestunde | 19.09.2018 Wie Sie Igeln im Herbst helfen

Kleine Igelkinder rufen ihre Mamas. Doch die Deutsche Waldtierstiftung warnt, die Igel mitzunehmen. Die Igel-Mutter findet sie schon. Wie Sie stattdessen helfen können - das ist Thema in der Servicestunde.

Kleiner Igel in einer Hand.
Bildrechte: colourbox

Im September bekommen die Igel überall in Gärten und Stadtparks Nachwuchs. Die Kleinen sind neugierig und gehen etwa sechs Wochen nach der Geburt gerne alleine auf Entdeckungsreise. Manchmal verlieren sie jedoch die Orientierung, piepsen leise vor sich hin und rufen so die Igel-Mama. Das passiert auch mal tagsüber, obwohl Igel eigentlich nachtaktiv sind. Doch Finger weg! Die Igel-Mami findet sie schon.

Igel auf Wanderschaft

Die kleinen Igel sind ziemlich neugierig. Sie suchen in Kompost- und Laubhaufen nach Regenwürmern, Maden, Käfern und Kellerasseln. Dabei kann der kleine Igel schon mal vergessen, wo er langlaufen muss. Trotzdem, so Naturschützer Moritz Franz-Gerstein:

Wer einen Igel sieht und sich Sorgen macht, sollte zunächst sicherstellen, ob ihm wirklich etwas fehlt. Nur wenn das der Fall ist, darf das Tier aus der Natur entnommen werden. Verwaiste Igelsäuglinge erkennen Sie daran, dass die Mutter auch nach mehreren Stunden nicht auftaucht.

Kranke Igel erkennen

Einige Zeichen deuten auf einen kranken Igel hin:

  • Sie sind häufig unsicher auf den Beinen.
  • Sie wirken teilweise apathisch.
  • Sie rollen sich bei Gefahr oft nicht mehr ein.

Sind sie nicht süß? Igel auf Tour.

Igel
Bildrechte: Colourbox.de
Igel
Bildrechte: Colourbox.de
Igel
Bildrechte: Colourbox.de
Igel
Bildrechte: Colourbox.de
Igel
Bildrechte: Colourbox.de
Igel
Bildrechte: Colourbox.de
Igel
Bildrechte: Colourbox.de
Alle (6) Bilder anzeigen

Igeln helfen

Parasiten, Verletzungen, Viren oder Fieber können die Ursache für dieses Verhalten sein. Das kann aber nur ein Tierarzt abklären.

  • Bringen Sie den Igel zum Tierarzt oder einer Igelstation
  • Geben Sie dem Igel keine Milch!
  • Lassen Sie Laubhaufen im Garten liegen, in denen sich die Tiere verstecken können
  • Decken Sie gefährliche Stellen für Igel ab, z.B. Kellerschächte, Gruben und Fässer

Ein Igel im Gras
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dieses Thema im Programm MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 19. September 2018 | 11:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. September 2018, 14:29 Uhr