Richtig (Ein-)Schlafen will gelernt sein

Zuletzt aktualisiert: 27.01.2020 | 13:15 Uhr

Es gibt nichts Schöneres als guten, erholsamen Schlaf. Aber man kann eine Menge falsch machen und sich selbst um den Schlaf bringen. Wie man das vermeidet, weiß Schlafforscher Hans-Günter Weeß.

Ein kleines Kind liegt mit einer Katze auf dem Bett und schläft.
Bildrechte: imago images / Westend61

Schlafforscher Hans-Günter Weeß gehört zu den größten Kritikern unserer Schlafgewohnheiten.

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das nicht ausschläft.

Schule und früher Arbeitsbeginn führe dazu, dass wir nicht genug schlafen. Dazu komme, dass Menschen die lange schlafen als Schlafmützen und Faulpelze verschrien sind. Dabei hat Schlaf so viele gute Seiten:

Schlaf macht schlank, Schlaf macht schön, er ist ein Gedächtnisbooster, wir sollten den Schlaf viel mehr schätzen.

Außerdem helfe Schlaf, Stimmungen zu regulieren, er sei förderlich für den Muskelaufbau und für die Erneuerung von Körperzellen. Deshalb fordert Hans-Günter Weeß, dass wir den Schlaf viel mehr schätzen sollten. "Eigentlich, bräuchten wir eine neue Schlafkultur", sagt Weeß.

Aber auch ohne Revolution könnten wir einiges für besseren Schlaf tun, meint der Schlafforscher.

Ganz Deutschland schläft vor dem Fernseher am besten, heißt es. Aber der Fernsehschlaf ist kein guter Schlaf.

Außerdem werde da viel Schlafdruck abgebaut, sodass man später im Bett schlechter schlafe. Dann lieber gleich ins Bett. Auf späte Mahlzeiten und Sport am Abend sollte man ebenfalls verzichten, wenn man richtig tief schlummern möchte. Am allerwichtigsten sei aber, Sorgen und Probleme vor der Schlafzimmertür zu lassen und das Gedankenkarussel abzuschalten.

Länger leben dank Mittagsschlaf

Damit ist es aber nicht getan. Auch auf die richtige Schlafdauer kommt es an. Und die ist von Mensch zu Mensch verschieden, erklärt Weeß. Manche Menschen kämen demnach mit sieben bis acht Stunden aus, ein anderer brauche vielleicht sogar elf Stunden.

Wer alles richtig machen will, dem empfiehlt der Schlafforscher außerdem noch ein Mittagsschläfchen. 20 Minuten reichen da schon. Der Mittagsschlaf wirke sich leistungssteigernd aus und verringere unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschaffe einem ein längeres Leben.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 28. Januar 2020 | 06:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. Januar 2020, 06:00 Uhr

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