Eine Hand dreht am Thermostat einer Heizung
Bildrechte: Colourbox.de

Richtig heizen und lüften - so hat Schimmel keine Chance!

29.11.2018 | 11:31 Uhr

Heizt du schon oder frierst du noch? Die Wahl der Temperatur in der Wohnung will gut überlegt sein. Denn die könnte nicht nur Folgen für die Gesundheit haben sondern auch den Geldbeutel belasten.

Eine Hand dreht am Thermostat einer Heizung
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Das Fenster in der kalten Jahreszeit weit aufzureißen klingt eigentlich wie keine gute Idee. Stoßlüften sollte allerdings Pflichtprogramm sein. Empfohlen wird, viermal am Tag die Fenster ganz aufzumachen. Vor allem nach dem Duschen im Badezimmer. Denn nur so geht die Feuchtigkeit aus der Wohnung.

Kippen macht alles nur schlimmer

Kippen ist dagegen keine gute Idee. Um den gleichen Effekt wie bei der Stoßlüftung zu erzielen, müsste das Fenster mindestens fünfmal so lange offen bleiben. In der kalten Jahreszeit ist das problematisch: Während die Frischluft in einige Wohnbereiche kaum vordringt, kühlen Wand und Boden in Fensternähe aus, so dass die Feuchte aus der Luft anschließend hier erst recht kondensiert.

Damit der Feuchtigkeitsaustausch gut funktioniert, muss die Luft drinnen aber auch warm genug sein. Ein Kubikmeter Luft enthält bei 0 Grad Celsius maximal fünf Gramm Wasser. Erwärmt sich diese Luft im Haus auf 20 Grad Celsius, liegt die relative Luftfeuchtigkeit bei 35 Prozent. Das heißt, sie kann in der Wohnung viel Feuchtigkeit aufnehmen, so dass sie dann zum Beispiel bei 60 Prozent Luftfeuchtigkeit das Doppelte an Wasser enthält. Die aufgeheizte Winterluft zieht Feuchtigkeit also magisch an.

So wirds kuschelig und bleibt schimmelfrei

Umgekehrt könnte es problematisch werden, wenn du einen kalten Raum mitheizen willst. Warme Luft bringt mehr Feuchtigkeit in den kalten Raum. Kühlt die Luft dann weiter ab, kondensiert diese Feuchtigkeit und kann in die Wände eindringen. Das wiederum ist der perfekte Nährboden für Schimmel. Deshalb lieber Türe zu und extra heizen.

Übrigens: Soll dieses Nebenzimmer warm werden müsst ihr das Thermostat nicht ganz aufdrehen. Das gibt nämlich nur die Höchsttemperatur an, die erreicht werden soll. Bis es warm wird, vergeht auf jeder Stufe gleich viel Zeit.

Dazu kommen die klassischen Tipps: Stell deine Heizung nicht zu. Möbel, Vorhänge oder nasse Wäsche haben vor der Heizung nichts zu suchen. Wer richtig heizt und lüftet, hat am Ende nicht nur keinen Schimmel in der Wohnung, sondern spart auch Energie.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 28. November 2018 | 14:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. November 2018, 11:31 Uhr

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