Herzballons mit einer Karte steigen in den Himmel
Bildrechte: IMAGO

So lösen Luftballons keinen teuren Polizeieinsatz aus

13.07.2018 | 15.00 Uhr

Auf vielen Hochzeiten, Kindergeburtstagen oder Sommerfesten sind sie ein absolutes Highlight: Luftballons, die in den Himmel steigen. Allerdings gibt es in Deutschland genaue Vorschriften für die heliumgefüllten Ballons.

Herzballons mit einer Karte steigen in den Himmel
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Anfang Juni alarmierte die Flugsicherung des Dresdner Flughafens die Polizei: Ein Hindernis blockiere die Einflugschneise des Airports, so die Lotsen. Die Polizei schickte daraufhin einen Hubschrauber und einen Funkwagen los. Die Beamten sahen aber nur fliegende Luftballons und gaben Entwarnung. Die Ballons waren auf einer Kindertagsfeier einer Grundschule in die Luft gelassen worden. Die Schule hatte vorab glücklicherweise die Genehmigung der Deutschen Flugsicherung eingeholt.

Genehmigung sollte in jedem Fall beantragt werden

Grundsätzlich brauchst Du keine Genehmigung, wenn Du Ballons steigen lassen willst (so ist das Ganze in Sachsen geregelt). Um ganz sicher zu gehen, solltest Du aber in jedem Fall eine beantragen, empfiehlt Kristina Kelek von der Deutschen Flugsicherung im MDR JUMP-Interview:

Wer sich nicht sicher ist, ob es in seiner Region erlaubt ist, Ballons steigen zu lassen, sollte in jedem Fall einen entsprechenden Antrag auf Genehmigung bei der Deutschen Flugsicherung stellen. Das dauert nicht lange, ist kostenlos und man erhält dann eine präzise Antwort, die auch zum entsprechenden Standort passt.

Mit diesem Formular der Deutschen Flugsicherung kannst Du eine entsprechende Genehmigung beantragen. In jedem Fall gilt: Die Ballone dürfen nicht gebündelt werden. Es darf kein brennbares Gas benutzt werden. Und: Es dürfen keine harten Gegenstände in oder an den Ballonen befestigt werden.

Keine Genehmigung - das kann teuer werden!

Wer ohne entsprechende Genehmigung in der unmittelbaren Umgebung von Flughäfen Ballons steigen lässt, muss mit einem saftigen Bußgeld rechnen.

Ohne Freigabe in der Kontrollzone kann ich schon mit einer Ordnungswidrigkeitsstrafe von bis zu 50.000 Euro rechnen.

Zwingend erforderlich ist eine Genehmigung, wenn ein Flughafen in unmittelbarer Nähe ist oder mehr als 500 Ballons in die Luft entlassen werden sollen. Die Deutsche Flugsicherung hat außerdem ein Infoblatt mit weiterführenden Infos zum Runterladen vorbereitet (PDF).

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Nachmittag | 15. Juni 2018 | 10:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Juli 2018, 14:51 Uhr

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