Rea Garveys Ratschläge für seine Tochter

Rea Garvey schaltet sich per Stream aus seinem Heimstudio zu mir. Neben den Details zu seinem neuen Album „Hy Brasil“ spricht unser Lieblingsire ganz offen über die Beziehung zu seinem Vater, seiner Tochter und seinem Ziel, Weihnachten zu retten…

Rea Garvey im MDR JUMP Interview 35 min
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MDR JUMP Mo 30.11.2020 18:00Uhr 34:58 min

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Rea Garvey will sich von der Corona-Pandemie nicht das Weihnachtsfest verderben lassen. „Wichtig ist für Weihnachten, dass wir Weihnachten nicht opfern!“ sagt er mir. „Auch wenn es jetzt eine harte Zeit ist, gibt es immer noch Grund zum Feiern.“ Vor allem denke er da an die Kinder: „Weihnachten ist für mich die schönste Zeit als Kind, aufzustehen und unten auf der Couch Geschenke zu sehen mit deinem Namen drauf. Ich träume immer noch davon, wie drei Uhr morgens mein Vater zu mir gesagt hat: ,Ey, ab ins Bett!‘“

Natürlich sind Rea auch die diesjährigen Einschränkungen bewusst. „Was nicht möglich ist, ist nicht möglich. Akzeptieren und weiter!“ Trotz aller Auflagen wolle er aber an seiner Weihnachtsstimmung festhalten. „

Wenn du ein Ziel hast, ist der Anfang nie einfach. Du musst dich selbst überzeugen. Du musst gewisse Challenges überwinden. Du musst Hindernisse aus dem Weg schaffen. Aber dann am Ziel anzukommen, ist das schönste Gefühl, wenn du das geschafft hast. Lasst uns einfach am Ende von Weihnachten das Gefühl haben, dass wir das gut gemeistert haben und stolz darauf sein und unseren Kindern das schönste Weihnachten aller Zeiten geben, anstatt zu erwarten, dass es scheiße wird.

Wie wichtig Emotionen sind, habe Rea Garvey an seinem eigenen Vater gesehen. Während seiner Kindheit habe er ihn nie besonders empathisch erlebt. „Mein Vater ist früh gestorben.“, erinnert sich der Sänger. „Er hatte überhaupt keine Beziehung zu seinen eigenen Emotionen. Er konnte das überhaupt nicht ausdrücken.“

Rea Garvey erinnert sich an seinen Vater

Als ihn sein Vater einst am Bahnhof verabschiedete, habe Rea ihn zu einer Umarmung überreden müssen. „Das habe ich immer mit ihm gemacht und es ist für ihn in der Öffentlichkeit umso schwerer, weil das in Irland nicht oft gesehen wird. Und da hab ich ihn einfach umarmt. Und als er dann das erste Mal nach Deutschland kam, hat er jeden umarmt.“, verrät Rea stolz. „Ich habe so viel von ihm gelernt, dass es nicht absurd ist, zu denken, dass er etwas von mir gelernt hat.“

Sänger hat tiefe emotionale Verbindung zu seiner Tochter

Mit seiner eigenen Tochter führt Rea Garvey dagegen sehr gerne emotionale Gespräche. In seinem neuen Song „The One“ gibt er ihr sogar Ratschläge, worauf sie beim Mann fürs Leben achten soll. Einen Vater, der ihre Freunde vor dem ersten Date durchcheckt, habe sie allerdings nicht zu befürchten. „Ich würde warten, bis ich mich darum kümmern muss.“, erklärt Rea.  „Ich habe vielen Beziehungen gehabt. Manche waren kaputt, manche waren gut für mich, manche waren nicht so gut für mich, aber ich habe schon immer gewusst, das ist nichts für mich, jetzt gehe ich weiter. Ich glaube, das ist auch wichtig, und da kann ich wahrscheinlich nicht viel helfen. Ich muss einfach nur da sein, wenn sie meine Hilfe braucht.“

Warum Rea an eine Zauberinsel mit riesigen schwarzen Hasen  glaubt, wie es war mit 13 hinter der Theke einer irischen Bar zu arbeiten und warum er sich selbst nicht schön findet, verrät er im langen Videointerview.

MDR JUMP-Musikredakteur Felix Heklau trifft regelmäßig Stars zum Gespräch. Das Ergebnis kannst auch auch in unserem Podcast "Wartungsfläche Fuhrpark" hören. Einfach abonnieren.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend | 30. November 2020 | 21:10 Uhr

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