Wie gut sind schnurlose Akkustaubsauger?

13.09.2019 | 02:10 Uhr

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Umschau-Quicktipp Akkustaubsauger

Akkustaubsauger

MDR JUMP Fr 13.09.2019 02:10Uhr 01:09 min

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Lohnt sich der Kauf eines Akkustaubsaugers?

Die Vorteile liegen auf der Hand: Handlich und schnurlos ist er, blitzschnell einsatzbereit. Denn der Aktionsradius eines Akkustaubsaugers wird nicht durch ein Netzkabel beschränkt und das nervige Aufwickeln des Stromkabels nach dem Staubsaugen entfällt. Doch sind schnurlose Sauger so gut wie herkömmliche Bodenstaubsauger, die ihren Strom per Kabel aus der Steckdose ziehen? Oder geht ihnen schneller die Puste aus? Wer eine große Wohnung hat und sehr gründlich saugt, für den ist ein klassischer Bodenstaubsauger die passendere Variante. Denn selbst leistungsstarke Akkusauger halten nur 15 bis 20 Minuten durch. Danach müssen sie für mehrere Stunden geladen werden. Wer aber nur kleine Flächen reinigen will oder nur schnell mal zwischendurch etwas wegsaugen möchte, für den ist ein Akkustaubsauger eine praktikable und nützliche Option, denn das lästige Hinterherziehen des Stromkabels fällt weg. Wenn das Budget es erlaubt, bietet sich ein Akkustaubsauger vielleicht als Zweitgerät zum Bodenstaubsauger an. Die Preise für Akkusauger variieren stark. Sie liegen für Markenprodukte in etwa zwischen rund 150 bis über 600 Euro. Sehr preiswerte Modelle findet man auch schon ab 30 Euro. Es gibt unter den Akkusaugern auch Nass- und Trockenstaubsauger, die sowohl Flüssigkeiten als auch Staub aufnehmen können.

Die Leistung – nur heiße Luft?

Logo "Stiftung Warentest"
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Zwei Parameter sind besonders wichtig: Die Saugkraft des Staubsaugers und die Leistungsfähigkeit des Akkus. Stiftung Warentest hat beides aktuell getestet. Mit ganz unterschiedlichen Ergebnissen - ein Vergleich vor dem Kauf lohnt sich also auf jeden Fall. Getestet wurden neun Geräte handelsüblicher Marken. Sie mussten auf verschiedenen Böden saugen, vom weichen Teppich bis zum Hartboden. Mal galt es Grobgut aufzunehmen, mal feine Tierhaare. Während die Akkuleistung der meisten Geräte als "befriedigend" eingestuft wurde, bekamen nur zwei Geräte ein "gut". Bei der Saugleistung ging die Spanne noch weiter auseinander. Nur zwei Geräte wurden als "gut" bewertet, während zwei sogar nur ein "mangelhaft" schafften. Auch in der Gesamtnote blieben die Tester eher kritisch. Kein einziges Produkt erzielte eine Topbewertung mit "sehr gut" oder "gut". Ganz im Gegenteil erreichten zwei Akkusauger sogar nur ein "mangelhaft", weil sie den Dreck wieder auspusteten, den sie zuvor aufgesaugt hatten. "Dennoch ist das Gesamtergebnis ein kleiner Schritt hin zu besseren Geräten: Im vorherigen Test 2018 waren gleich acht von zehn Akkusaugern mangelhaft", so die Stiftung Warentest in ihrer Auswertung. Immerhin zwei Produkte kann sie eingeschränkt empfehlen.

Reinigung kann knifflig sein

Akku-Handstaubsauger
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Offenbar hat der Füllstand des Staubbehältnisses einen großen Einfluss auf die Saugleistung: Je voller der Schmutzfänger ist, umso schlechter das Reinigungsergebnis. Das fand die Stiftung Warentest bei ihrem aktuellen Test ebenfalls heraus. Etwas eklig wird es, wenn man den Akkustaubsauger reinigen will. Die meisten arbeiten nicht mit Staubbeuteln, sondern mit einer Staubbox oder einem Schmutzbehälter. Diese Staubfänger sind nicht sehr groß und sollten nach jedem Saugen geleert werden. Verbraucherschützer raten allerdings zur Vorsicht, denn beim Reinigen wirbelt bei den meisten Geräten Staub und Dreck durch die Luft. Das ist im besten Fall nur unangenehm, für Allergiker kann dies allerdings eine Belastungsprobe werden.

Geräuschvolle Angelegenheit

In Relation zu ihrer Größe machen die Akkusauger relativ viel Krach. Das heißt, sie sind deutlich lauter als moderne Bodenstaubsauger. Die besonders leistungsstarken unter ihnen machen besonders viel Lärm. Die Stiftung Warentest stellte in ihrem aktuellen Test fest, der Testsieger von Bosch sei "fast so laut wie ein Standmixer im vollen Betrieb." Und weiter: "Alle Akkustaubsauger in unserem Test waren lauter als Bodenstaubsauger."

Beim Kauf auf die Parameter achten

Bosch Unlimited akkubetriebener Staubsauger
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Der Akku des Staubsaugers sollte mindestens 18 Volt haben, denn je höher die Spannung ist, desto stärker sind die Geräte im Allgemeinen. Zudem gilt: Lithium-Ionen-Akkus sind besser als Nickel-Metallhydrid-Akkus. Allerdings kosten Lithium-Ionen-Akkus dafür auch etwas mehr. Wenn der Staubsauger dann eines Tages das Zeitliche segnet, solltest du Akkus nie im Hausmüll entsorgen. Gib sie am besten bei einer kommunalen Sammelstelle ab – der Umwelt zuliebe.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 13. September 2019 | 10:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. September 2019, 02:10 Uhr