Dose, Steintopf, Kühlschrank: Wie lagere ich Weihnachtsgebäck richtig?

Zimtsterne, Vanillekipferl, Butterplätzchen. Weihnachtsgebäck kann so lecker sein. Aber auch zu weich, zu hart oder gar verdorben. Neben dem richtigen Rezept und Geschick beim Backen, kommt es vor allem darauf an, wie du die Naschereien richtig lagerst.

Weihnachtsplätzchen 1 min
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MDR JUMP Di 22.12.2020 10:45Uhr 01:08 min

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Deshalb verdirbt es

Um zu verstehen, warum Pfefferkuchen und Co. unter Umständen schnell verderben können, müssen wir auf die Bestandteile schauen. Neben relativ stabilen Zutaten wie Zucker, Honig und Kakao, finden sich in den Rezeptlisten oft auch Butter, Sahne und Eier. Die verderben gerne und schnell. So halten sich eher trockene Plätzen länger als Backwerk mit Cremefüllung oder weichem Marzipan-Marmeladenkern. Stollen ist fast sechs Monate haltbar und besteht auch aus vielen leicht verderblichen Zutaten, aber: Stollen hat im Vergleich zu seiner großen Masse eine relativ kleine Oberfläche. Bei Plätzchen und Keksen ist das ganz anders. Die sind relativ leicht und haben eine große Oberfläche. Die sorgt für optimalen Kontakt zu den Geschmacksknospen, bietet aber auch Keimen eine prima Angriffsfläche.

Nach dem Backen auskühlen lassen

Egal bei welcher Art Weihnachtsgebäck, es gilt immer: alles Backwerk vor dem Einpacken und Lagern richtig auskühlen lassen. Werden Plätzchen warm verpackt, bleiben sie im schlimmsten Falle weich und klebrig. Auch Zuckerguss, Schokoladenüberzug und andere Verzierungen sollten vollkommen abgetrocknet sein, damit sie beim Verpacken nicht verkleben.

Getrennt lagern

Weihnachtsgebäck hat je nach Sorte und Verarbeitung verschiedene Ansprüche an die richtige Lagerung. Hinzu kommen unterschiedlich lange Lagerungszeiten. Alles in eine Kiste zu packen ist keine gute Idee. Nur getrennt bewahren die Gebäckstücke die für sie typischen Geschmackseigenschaften.

In Blechdose und Tontopf

Lebkuchen und Plätzchen werden am besten in Blechdosen aufbewahrt. Diese verschließen nicht ganz luftdicht. Gebäck bleibt hier eher knusprig und behält seinen Biss. Am Anfang bleibt die Blechdose ein paar Tage offen, so können Lebkuchen ihr volles Aroma entfalten. Am besten legt man zwischen jede Lage Gebäck eine Lage Backpapier. So können auch leicht unterschiedliche Stücke, weiße und braune Lebkuchen etwa, voneinander getrennt werden. Sollten die Lebkuchen und Plätzchen zu hart werden, dann kommt ein Stück Apfel hinzu. Das muss aber aller zwei Tage ausgewechselt werden, damit nichts schimmelt.

In Tupperdosen

Soll Weihnachtsgebäck eher weich bleiben, dann empfiehlt sich eine Gefrierdose. Da kommen vor allem Makronen und ähnliches rein. Also auch Gebäck mit Creme und Schaum. Das kann dann ab in den Kühlschrank. Auch hier helfen kleine Apfelstücke oder auch ein Stück Schale von Mandarine oder Orange, um das Gebäck feucht zu halten. Auch hier bitte nach zwei Tagen auswechseln. Sonst droht Schimmel.

Die richtige Temperatur

Kühl ist immer besser als warm. Für Pfefferkuchen und trockene Kekse ist die Zimmertemperatur im Schlafzimmer, also um die 18 Grad ideal. In Wohnzimmer und Küche oben auf dem Schrank scheidet aus, hier ist es zu warm und manchmal auch zu feucht. Eine Keller- oder Bodentreppe mit möglichst gleichbleibender kühler Temperatur sind ideale Orte für die Plätzchendosen. Feuchte Makronen oder Gebäck mit Creme gehören in den Kühlschrank. Für Plätzchen mit Schokoüberzug ist der Kühlschrank hingegen nicht geeignet. Die Schokolade kann hier kleine Zuckerkristalle „ausblühen“, sie färbt sich grau. Geschmacklich ändert das nichts, es sieht nur nicht schön aus.

Lagerzeiten

Trocken gebackene Plätzchen und Gebäck wie Zimtsterne können bis zu acht Wochen aufbewahrt werden. Lebkuchen sind bis zu vier Monate haltbar. Gebäck mit cremigen Füllungen oder Marmeladen-Verzierung sollten hingegen spätestens nach einer Woche aufgebraucht sein.

Einfrieren

Für leicht verderbliche Gebäckstücke wie Makronen ist auch das Gefrierfach ein idealer Aufbewahrungsort. Dazu packt man die Plätzchen oder Makronen einzeln auf Backpapier in eine Box. Der verschlossene Karton kommt in das Frostfach. Bei Bedarf nimmt man die Plätzchen raus und nach rund zehn Minuten Auftauzeit hat man frisches Gebäck. Plätzchen oder Kekse, in denen ganze Früchte verarbeitet sind, sollten nicht eingefroren werden. Das führt beim Auftauen zu Matsch. Im Frostfach kann Weihnachtsgebäck bis zu drei Monate gelagert werden.

Am besten frisch

Außer bestimmte Pfefferkuchen oder Lebkuchen, die erst nach ein paar Tagen ihr volles Aroma entfalten, sollte man versuchen, Weihnachtsgebäck frisch zu backen. So schmeckt es am besten und der Duft der Zutaten sorgt beim Backen für extra Vorfreude und Weihnachtsstimmung.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 22. Dezember 2020 | 10:45 Uhr

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