Wasch- und Spülmaschine effizient nutzen und Umwelt und Portmonee schonen

Dein Geschirrspüler kann im Jahr gut 200 Kilowattstunden verbrauchen oder 50 Prozent mehr. Das sind 60 Euro oder 90. Ähnliches gilt für deine Waschmaschine. Wie du möglichst viel Geld behältst, erfährst du jetzt.

Geld in einem Geschirrspüler 1 min
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MDR JUMP Mo 24.08.2020 10:45Uhr 01:06 min

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Warum Größe doch zählt

Waschmaschine und Geschirrspüler sollten so groß sein, dass du sie optimal, also im besten Falle immer voll ausnutzen kannst. Eine Sechs-Kilo-Trommel macht für einen Singlehaushalt oder eine Kleinfamilie Sinn. Seid ihr mehr, empfiehlt sich eine Acht-Kilo-Trommel. Gleiches gilt für den Geschirrspüler.

Ist er für einen Singlehaushalt zu groß und wird nur aller drei Tage mal voll, trocknet entweder der Schmutz am Geschirr ein oder du musst den Spüler halbvoll laufen lassen. Auch Programme für halbe Ladungen sparen dabei nicht wirklich. Zumindest nicht die Hälfte an Energie sondern maximal 20 bis 30 Prozent.

Wie du die richtigen Geräte findest

Haus mit Energielabel und Glühbirne
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Das sogenannte Eu-Energielabel zeigt dir auf einen Blick die wichtigsten Verbrauchsdaten einer Maschine an. Was kosten Wasser und Strom pro Jahr?

Ein Großes A mit vielen Pluszeichen ist optimal, sagt aber nicht alles.

"Unabhängig von der Energieeffizienzklasse sollten Sie auch immer auf die konkreten Verbrauchsangaben für die einzelnen Geräte schauen", rät die Verbraucherzentrale. Und dann heißt es: Rechnen. Denn eine kleine Maschine, die du immer voll bekommst, kann übers Jahr weniger kosten auch wenn sie eine etwas schlechtere Energiebilanz hat. Die richtigen Geräte findest du zum Beispiel mit Checklisten der Verbraucherzentrale.

Wieso Schnell- und Kurzprogramme doch eher teuer sind

Zwanzig Minuten Wäsche oder 40 Minuten Geschirrspülgang, das klingt verlockend und nach wenig Energieverbrauch. Das Gegenteil ist oft der Fall.

Die Initiative Hausgeräte+ empfiehlt eher lange Laufzeiten: "Dann sind die Stromkosten geringer. Durch längere Waschphasen kann das Waschmittel besser wirken, und die Maschinen müssen nur für kurze Zeit auf hoher Temperatur laufen." Das ist ähnlich wie beim Autofahren: Die gleiche Strecke mit weniger Tempo gefahren, dauert länger, spart aber Sprit. Haben dein Spüler oder die Waschmaschine Eco-Programme, so sind die genau richtig, um zu sparen. Nachteil: So ein Waschprogramm kann schon mal bis zu drei, vier Stunden dauern. Programmierbare Geräte helfen hier, sie laufen, während du auf Arbeit bist oder schläfst.

Wie du sparsam wäschst und spülst

Vorbereitung heißt bei Spüler und Waschmaschine das Zauberwort. Schmutziges Geschirr musst du nur von groben Resten befreien, vorgespült werden muss es nicht. Wichtig: Lass den Spüler nicht offen stehen und das Geschirr nicht zu lange drin, denn dann trocknet der Schmutz ein.

Beim Einräumen musst du darauf achten, dass das Geschirr nicht zu eng steht und überall Wasser dran kommt.

Wäsche solltest du nach Farben und den Angaben auf dem Etikett sortieren.

Je niedriger die Waschtemperatur, umso mehr Energie kannst du sparen, 30 bis 40 Grad reichen in der Regel aus. Das richtige Waschmittel sollte, wenn möglich Bleiche enthalten, dann wird’s auch bei niedrigen Temperaturen keimfrei. Ein Pulver ist hier besser, als ein Flüssig-Waschmittel. Eine Vorwäsche kannst du dir in der Regel sparen. Einweichen geht aber zum Beispiel mit dem Spülwasser der Vorwäsche - hat Oma früher auch so gemacht.

Wo die Wäsche sparsam trocknet

Wenn´s geht, trockne die Wäsche auf der Leine, das spart im Vergleich zum Wäschetrockner. Das gilt aber nur in der warmen Jahreszeit. Musst du nämlich in Herbst oder Winter extra einen Raum beheizen, um die Wäsche dort zu trocknen, ist ein moderner Wäschetrockner sparsamer.

Wie du den Energiefresser Kalk in den Griff bekommst

Kalk oder besser Calcium-Karbonat ist gelöst in unserem Trinkwasser. Er setzt sich gerne in Spüler und Waschmaschine ab. Mit speziellem Salz kannst du das Problem lösen. Dazu rät das Onlineportal energie-tipp.de:

"Stellen Sie die Wasserhärte richtig ein, denn sie ist regional unterschiedlich. Ihr Wasserwerk vor Ort kann Ihnen dabei behilflich sein. Je nach Wasserhärte benötigt der Geschirrspüler eine unterschiedliche Menge an Regeneriersalz."

Und das ist in der richtigen Dossierung nötig, um Geschirr und Maschine vor Kalkablagerungen zu schützen. Achtung: Auch für Waschmaschinen gilt - je mehr Kalk im Gerät, desto mehr Strom braucht sie um Wasser aufzuheizen.

Bei der Wäsche solltest du dich deshalb immer an die Angaben des Waschmittels in Sachen Wasserhärte halten. Einen extra Wasserenthärter brauchst du allerdings nicht. Der ist in allen gängigen Pulverwaschmitteln drin.

Wie du Keime und Gerüche verhinderst 

Auch wenn in den erwähnten Pulverwaschmitteln oder in Geschirrspültabs Bleiche beziehungsweise Reiniger zur Keimbekämpfung enthalten sind, können sich doch gerade bei niedrigen Temperaturen Ablagerungen in Geschirrspüler und Waschmaschine bilden. Gerade hinter Gummis und in Ecken kann es müffeln. Für empfindliche Menschen sind solche Bio-Filme bedenklich. Deshalb solltest du alle Geräte wenigstens einmal im Monat in einem 60 Grad Programm laufen lassen. Hygienespüler oder ähnliches nützen da nix, sie schaden eher empfindlicher Haut.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 24. August 2020 | 10:45 Uhr

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