Darauf solltest du beim Kauf eines Wäschetrockners achten

08.11.2019 | 02:10 Uhr

Wäsche in Waschmaschine stopfen 1 min
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Umschau-Quicktipp Wäschetrockner

Wäschetrockner

MDR JUMP Fr 08.11.2019 02:10Uhr 01:03 min

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Wer sich einen neuen Wäschetrockner zulegen will, hat zunächst die Qual der Wahl. Denn es gibt verschiedene Funktionsweisen, nach denen die Geräte unterteilt werden.

Drei Wäschetrockner-Typen

Der Ablufttrockner
Im Gerät wird Luft erwärmt und durch die feuchte Wäsche geblasen. Dort nimmt sie die Feuchtigkeit auf und führt sie über einen Abluftschlauch nach außen. Problem dabei: Die feuchtwarme Luft nimmt enorm viel Energie mit.

Farbige Wäsche in einer Waschmaschine
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Der Kondensationstrockner
Auch hier wird Luft erwärmt und die Feuchtigkeit aus der Wäsche aufgenommen. Diese Feuchtigkeit wird über einen Kondensator jedoch wieder entzogen und gesammelt. Warme Abluft wird an den Raum abgegeben. Die gekühlte Luft im Trockner muss aber wieder erwärmt werden. Auch dieser Trockner ist deswegen ein Stromfresser.

Der Kondensationstrockner mit Wärmepumpe
Bei diesen Geräten wird die noch warme Luft aus dem Wärmetauscher nicht an den Raum abgeleitet, sondern genutzt, um die Luft zum Trocknen wieder anzuwärmen. Bis zu 50 Prozent Stromersparnis sind so möglich.

Unser Tipp: Lege dir nach Möglichkeit einen guten Kondensationstrockner mit Wärmepumpe zu. Der erreicht meist die Energieeffizienzklasse A++ oder noch besser, während es für Ablufttrockner und einfachen Kondensationstrockner nur für die Klassen B oder C reicht.

Das macht sich auch finanziell bemerkbar. Ein sparsamer Kondensationstrockner mit Wärmepumpe belastet die Stromkasse einer vierköpfigen Familie mit 25 bis 35 Euro pro Jahr.

Kinderhand steckt Wäscheklammer auf weiße Wäsche
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Muss in den Wintermonaten die Wäsche auf Leine oder Ständer in der Wohnung getrocknet werden, dann ist es auch notwendig, öfter zu Lüften und die entsprechenden Räume wieder zu beheizen. Das kann im Vergleich wesentlich teurer werden. Schließlich muss man zwangsweise lüften. Wer das nicht macht, riskiert Stockflecken oder sogar Schimmel.  

Worauf beim Kauf zu achten ist

  • Die Größe des Trockners

Die maximale Füllmenge sollte in etwa der deiner Wachmaschine entsprechen, damit du eins zu eins arbeiten kannst. Dabei ist es wichtig, nicht nur die Trommelgröße zu vergleichen. Zum Trocknen dürfen die Maschinen meist weniger vollgeladen werden.

Programme an einem Wäschetrockner
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  • Programme

Mindestens Schranktrocken, Bügelfeucht, Pflegeleicht und ein Baumwoll-Programm sollten dabei sein. Ein Timer kann nicht schaden, so kannst du den Trockner auch laufen lassen, wenn du nicht zu Hause bist. Auch eine Restlaufanzeige ermöglicht bequemes Planen. Jedes weitere Programm verteuert in der Regel den Trockner.

  • Bedienfreundlichkeit:

Je einfacher und verständlicher die Handhabung, desto besser. Auch ohne langwierige Lektüre der Bedienungsanleitung solltest du die Programme einstellen können.

  • Stromverbrauch:

Geräte mit Energieeffizienzklassen A++ und A+++ arbeiten sehr energiesparend und verbrauchen vergleichsweise wenig Strom. Achte auf diese Bezeichnungen.

  • Abwasserentsorgung:

Bei einigen Geräten muss nach jedem Gebrauch der Wasserbehälter eigenhändig entleert werden. Bequemer und zeitsparender sind Geräte, bei denen ein Schlauch an den Wasserabfluss angeschlossen werden kann.

  • Filterreinigung:

Beim Trocknen fallen jedesmal reichlich feine Flusen an. Du musst per Hand aus dem Flusensieb entfernt werden. Auch das Kondensatorsieb muss gereinigt werden. Einige Hersteller bieten eine automatische Filterreinigung an. Das kostet dann allerdings extra.

Ein gelber Ohrstöpsel steckt in einem Ohr.
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  • Lautstärke:

Besonders wichtig ist ein leiser Trockner. Gerade dann, wenn er in der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus genutzt werden soll. Trockner mit einer Lautstärke von bis zu 65 Dezibel gelten als leise. Ab 70 Dezibel kann es nervig werden. 75 Dezibel entsprechen etwa dem Schleudergang bei einer Waschmaschine.

Gute Geräte gibt's auch für kleineres Geld

20 Kondensationstrockner mit Wärmepumpe hat die Stiftung Warentest aktuell untersucht. Positiv: 19 Geräte bekamen das Gesamturteil gut, nur ein Trockner schnitt befriedigend ab. Auf Platz eins landete der AEG T9DE77685 für rund 960 Euro Anschaffungskosten. Er trocknet die Wäsche gut, ist stromsparend und einfach in der Handhabung. Die Plätze zwei und drei mit den Geräten Miele TCE520WP für 1040 Euro und Beko DE8634RX0 für 750 Euro stehen dem kaum nach.

Achtung: Gute Trockner müssen nicht teuer sein. Das beweisen unter anderem die Geräte von Amica (WTP14323W) für 390 Euro und Gorenje (DE72G) für 435 Euro. Sie brauchen knapp zehn Euro mehr Strom im Jahr und sind etwas umständlicher in der Handhabung als die Testsieger. Mit befriedigend schnitt der Trockner von Hoover (GDX H8A2DKEX-84) für rund 470 Euro ab. Hier funktionierte im Test die Restlaufanzeige nicht richtig, außerdem war die Handhabung von Flusen- und Kondensatorsieb problematisch.

Die richtige Trocknernutzung

Nutze den Trockner nur für Wäsche, die dafür geeignet ist. Ein durchgestrichener Kreis im Viereck auf dem Etikett sagt: Nicht trocknergeeignet. Je trockener die Wäsche in den Trockner kommt, desto weniger Energie und Zeit braucht er. Deshalb schleudere die Wäsche, wenn es die Faser erlaubt, mit der höchstmöglichen Drehzahl der Waschmaschine.

Achte darauf, dass nur wirklich saubere Wäsche in den Trockner kommt. Auf keinen Fall sollten Öle oder Fette in der Wäsche sein. Bei Temperaturen von über 70 Grad können die sich im Trockner entzünden. Halte dich unbedingt an die vorgegebenen Reinigungsintervalle für alle Siebe, Filter und Wasserbehälter.

Frau öffnet Fenster.
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Kondensationstrockner mit Wärmepumpe geben kaum noch Wärme und Feuchtigkeit an die Umgebung ab. Trotzdem gilt: Lüfte den Raum regelmäßig. Auch geringe Mengen Feuchtigkeit können in kühlen Räumen Stockflecken verursachen oder sogar zu Schimmelbildung führen.

Spezialfall Waschtrockner

Gerade in kleinen Wohnungen ist nicht immer Platz für ein Duo aus Waschmaschine und Trockner. Dann empfiehlt sich ein Kombigerät – ein Waschtrockner. Den gibt es ab etwa 500 Euro. Noch sind die meisten dieser Geräte nicht mit einer Wärmepumpe ausgestattet, deshalb erreichen sie oft auch nur die Energieeffizienzklasse A, verbrauchen also mehr Strom als die Einzelgeräte.

Bezüglich der Wasch- und Trockenleistung und der Handhabung können es gute Geräte jedoch mit entsprechenden Waschmaschinen und Wäschetrocknern aufnehmen. Entscheidst du dich für einen Waschtrockner, gilt es noch zu beachten: Diese Kombigeräte sind mit 70 Kilo und mehr sehr schwer, was bei manchen Speditionen und Anschlussdienstleistern mehr kostet als die Anlieferung einer herkömmlichen Waschmaschine.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 08. November 2019 | 10:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2019, 02:10 Uhr

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