Urlaub mit dem Haustier – so klappt es ohne Stress und Ärger

Hund, Katze, Maus oder auch das Frettchen können, müssen aber nicht mit in den Urlaub. Wir klären, was du bei der Reiseplanung mit Haustier beachten solltest und welche Hürden bei Ein- und Ausreise bestehen.

Muss dein Tier wirklich mit?

Das ist tatsächlich die Frage, die du dir lange vor den Ferien stellen und genau abwägen solltest. Und dabei kommt es neben der Rasse auch ganz speziell auf den Charakter deines Tieres an. Für fast alle gilt: Sie wissen nicht, dass es in den Urlaub geht. Jede Reise, besonders in einer engen Box oder einem Käfig ist eine Belastung. Sind deine Lieblinge dabei auch noch von dir getrennt, etwa im Flugzeug, können Trennungs- und Verlustängste die Folgen sein. Reisen in andere Zeit- und Klimazonen belasten besonders ältere und kranke Tiere. Deshalb solltest du prüfen: ist nicht vielleicht eine gute Tierpension der bessere Ort. Vorteil: Ihr könnt solch eine Pension lange vor dem Urlaub kennen lernen. Auch ein Tiersitter oder Verwandte können sich zu Hause um deine Tiere kümmern.

Wen du mitnehmen kannst

Hunde sind normalerweise gerne unterwegs, sie lernen leicht andere Hunde kennen und orientieren sich hauptsächlich an ihrer Bezugsperson. Bist du also im Urlaub entspannt, ist es dein Hund in der Regel auch. Kleintiere wie Mäuse, Hamster oder auch Vögel kannst du im Prinzip mitnehmen. Sie haben nur außer Umstellungsproblemen rein gar nichts vom Urlaub und lassen sich auch prima von Nachbarn oder Freunden zu Hause versorgen. Und auch wenn es hart klingt: Keines der zuletzt genannten Tiere vermisst dich, während du weg bist.

Nächste Sendung im MDR Fernsehen

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27.10.2021, 19:50 Uhr /
18:00 Uhr in der Mediathek

aus dem Tierheim Bischdorf bei Löbau/Sachsen

Wen du besser zu Hause lässt

Die Mietze will bleiben. Sie orientiert sich eben nicht an dir, sondern an ihrer Umgebung. Da fühlt sie sich wohl, da geht sie ihre gewohnten Wege.

Und ja, es gibt Katzen, die lassen sich tatsächlich in den Urlaub mitnehmen und sogar an die Leine legen, damit sie nicht ausbüxen. Das ist aber ziemlich fragwürdig. Aber: Kennt die Katze den Urlaubsort gut, wie etwa den Wochenendbungalow, dann ist der Urlaub dort kein Problem.

Was du bei Reisen ins Ausland brauchst

Mal abgesehen von den aktuellen Corona-Regeln musst du bei der Reise ins EU-Ausland für Hund, Katze und Frettchen folgendes beachten: Du brauchst mal mindestens einen Heimtierpass und eine Tollwutimpfung und die Tiere müssen gechipt sein. Das kann alles dein Tierarzt für dich erledigen. Aber Achtung: Die Impfung muss bis zu drei Wochen vor Reiseantritt erfolgen, bitte also nicht auf den letzten Drücker. Ansonsten solltest du dich ausreichend früh mit den Bestimmungen deines Urlaubslandes befassen. Da gibt es immer wieder feine Unterschiede, besonders, wenn du vorhast, zwischen verschiedenen Ländern zu reisen. Und ganz wichtig sind auch die Regelungen zur Einreise. Da können dir Quarantäne und andere Probleme drohen.

Die Reisevorbereitung

Informiere dich bei der Buchung, ob dein Tier am Urlaubsort willkommen ist und ob du es mit Bus, Bahn und Flugzeug überhaupt mitnehmen darfst. Verlass dich nicht auf alte Erfahrungen, informiere dich bei allen Beteiligten aktuell.

Bist du nicht sicher, besprich mit deinem Tierarzt, ob dein Haustier fit genug für die Reise ist. Lass ihn, wenn nötig, das Tier vorbeugend impfen, entwurmen usw. Besprich mit ihm die Länge der Reiseetappen, notwenige Pausen und die optimale Verpflegung während der Reise. Für aufgeregte Tiere gibt es Mittel gegen den Reisestress. Und ganz wichtig: Braucht dein Tier regelmäßig Medikamente, nimm sie von zu Hause mit. Da stimmen Qualität und Dosis und es gibt keine Überraschungen. Reisechecklisten sind auch beim Haustier prima, damit du nix vergisst. Solltest du mit dem Auto in den Urlaub fahren, kannst du dein Tier prima im Vorfeld auf mehreren kurzen Strecken daran gewöhnen.

Auf der Reise

Die Lieblingskuscheldecke muss mit! Das Lieblingskuscheltier muss auch mit!

Starte nicht mitten in der Nacht, wenn du dafür deinen Liebling aus dem Schlaf reißen musst. Bleib entspannt, auch im Stau, rechne reichlich Pausen mit frischer Luft, einem Leckerli und wenn es geht, Bewegung im Freien ein.

Lass Deine Katze unter keinen Umständen unterwegs aus dem Auto entschlüpfen, ein Horror für Tier und Menschen. Bring dein Tier auf der Fahrt sicher unter, am besten in einer Box hinter dem Vordersitz im Fußraum, oder im Kombi hinter einem Absperrnetz. Große Hitze und laute Musik stressen dein Tier während der Fahrt zusätzlich.

Und wenn dein Tier abhandenkommt?

Der schon erwähnte Chip hat eine 15-stellige, weltweit einmalige Nummer. Damit kann ein gefundenes Tier einwandfrei identifiziert werden. Organisationen wie der Deutsche Tierschutzbund oder Tasso stellen Suchportale zur Verfügung. Damit können gefundenen Tiere viel schneller den Besitzern zurückgebracht werden.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 23. Juni 2021 | 11:45 Uhr

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