Sommerhitze: So stoppst du den Schweiß

Es rinnt unter den Achseln, T-Shirts und Hemden weisen immer größer werdende Flecken auf. Hier gibt es Tipps, mit denen man starkes Schwitzen in den Griff kriegen kann.

Schweißfilm auf der Schulter einer Frau 1 min
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MDR JUMP Di 28.07.2020 10:45Uhr 01:07 min

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Klar, schwitzen ist wichtig. Schließlich reguliert der Körper so die Temperatur. Befinden wir uns in warmer Umgebung oder treiben Sport, produziert der Körper Schweiß. Er wirkt wie eine Klimaanlage für den Körper und nutzt dafür die Verdunstungskälte. Die Flüssigkeit verdunstet auf der warmen Haut und entzieht dem Körper dafür die benötigte Energie in Form von Wärme. Sie wird mit dem verdunstenden Schweiß an die Luft abgegeben und der Körper kühlt herunter. Im Durchschnitt schwitzt der Mensch etwa 500 Milliliter am Tag.

Tipps gegen Schwitzen

Klingt banal, aber tatsächlich kann man an einigen Punkten dafür sorgen, dass der Körper gar nicht erst zu stark aufgeheizt wird. Ist das Schwitz-Programm erst einmal gestartet, dauert es, bis es wieder gestoppt werden kann.

Wer sich beispielsweise zu Fuß oder auf dem Rad gleichmäßig zügig bewegt, heizt seinen Körper nicht so stark auf - wie durch eine kurz eingelegte, schnelle Etappe.

Sommerhitze in Europa, und in Deutschland steigt das Thermometer auf Werte über 40 Grad.
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Natürlich ist auch witterungs- und bewegungsgemäße Bekleidung wichtig, um übermäßiges Schwitzen zu vermeiden. Neben der Schnittform ist auch der Stoff entscheidend: Baumwolle kann Schweiß gut aufsaugen. Leinen- und Funktionskleidung für den Sport sind besonders atmungsaktiv und können den Schweiß schnell abgeben.

Richtige Körperpflege gegen zu viel Schweiß

Wasser ist das beste Mittel, um Schweiß von der Haut zu kriegen, das ist klar. Eine Dusche nach einem langen Sommertag ist wohltuend und erfrischend. Zu kalt sollte das Wasser dabei jedoch nicht sein. Es würde die Haut zu sehr abkühlen und dafür sorgen, dass in der warmen Umgebungstemperatur der Körper nur noch stärker mit Schweiß gegensteuern würde.

Das Rasieren der Achselhaare ist außerdem empfehlenswert, denn an der glatten Haut haben die Schweißtropfen und Bakterien weniger Oberfläche, um sich anzuheften. Zum Training der Schweißdrüsen empfehlen sich regelmäßige Saunagänge und tägliches, wechselwarmes Duschen.

Antitranspirantien und Deodorant?

Eine frau benutzt ein Deospray..
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Während ein Deo in erster Linie gegen Gerüche hilft, bekämpft ein Antitranspirant die Ursache des Schwitzens. Sie verengen die Schweißporen und sorgen so dafür, dass die Schweißproduktion zurückgeht. Einer der Wirkstoffe von Antitranspirantien sind Aluminiumsalze. Lange galten sie als gesundheitsgefährdend. Der Grund: Zu hohe Aluminiumgehalte im Körper können nach derzeitigem Kenntnisstand negative Auswirkungen auf das Nervensystem, die Nieren und die Knochen haben. Allergins gibt jetzt eine Studie des Institut für Risikobewertung Entwarnung. Denn durch die Haut wird deutlich weniger Aluminium aufgenommen, als bislang angenommen. Und: Nach den bisherigen Untersuchungen von Stiftung Warentest konnten nur Produkte mit Aluminiumsalzen die Schweißproduktion wirkungsvoll mindern.

Die besten Produkte gegen Schweiß müssen nicht teuer sein

Deospray mit Sprühnebel
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"Stiftung Warentest" hat im Juni 2019 vierzehn Deos und sieben Antitranspirantien überprüft. Ergebnis: Die Top-Produkte gegen Schweiß und für guten Geruch kosten nicht viel Geld: Der als "gut" bewertete Testsieger bei den Deos, ein Roller von der Marke CD, kostet gerade mal 2,70 Euro pro 100 Gramm. Wie so oft bei Kosmetikprodukten, liegen auch die Hausmarken von Aldi Nord, dm und Rossmann mit Preisen von 0,55 Euro bis knapp drei Euro für 100 Gramm auf den mit "gut" bewerteten, vorderen Plätzen. Bei den Antitranspirantien landeten Produkte von dm und Lidl landeten Test auf den ersten beiden Plätzen und kosten nur 1,10 Euro pro 100 Gramm. Weitere Erkenntnis der Tester: Naturprodukte wirken genauso zuverlässig wie herkömmliche Deos.

Diese Hausmittel wirken

Wer natürliche Hausmittel gegen den Schweiß probieren möchte, kann sich aus Zutaten aus Apotheken, Kräuterfachhandel oder Reformhaus Anti-Schwitz-Mittelchen selbst herstellen:

Salbei-Tee-Kur
Die Bitterstoffe des Salbeis regulieren die Schweißabsonderung. Für den Tee werden zwei bis drei gehäufte Esslöffel getrocknete Salbeiblätter drei Minuten in einem Liter Wasser gekocht und dann durchgeseiht. Einen Viertelliter trinkt man sofort, den Rest über den Tag verteilt. Nach einer Woche sollte man die Wirkung spüren.

Bockshornkleesamen und Blätter
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Bockshornklee-Sud
Die Inhaltstoffe des Bockshornklees beruhigen die Schweißdrüsen. Für den Sud weicht man 12 Esslöffel Bockshornkleesamen sechs Stunden in einem Liter kaltem Wasser ein und seiht ihn dann durch. Der Sud wird mit Wasser verdünnt und man badet Hände und/oder Füße für 15 Minuten darin.

Apfelessig
Der Essig soll die Schweißdrüsen verengen und damit starke Schweißproduktion drosseln. Damit er seine Wirkung entfalten kann, sollte zweimal pro Woche nach dem Duschen der ganzen Körper mit einer Mischung aus ¼ Liter Wasser und ¼ Liter Apfelessig abgewaschen werden.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 28. Juli 2020 | 10:45 Uhr

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