Wie viel muss ein günstiges Tablet kosten?

Tablets sind gefragt wie nie. Bieten sie doch in kontaktarmen Zeiten die Möglichkeit, sich zu sehen und zu hören. Was neue gute Geräte können und kosten, hat die Stiftung Warentest geprüft - gleich vorweg: Es geht tatsächlich preiswert!

Junge Frau mit dunklen Haaren tippt auf einem Tablet, im Hintergrund Menschen, unscharf 1 min
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MDR JUMP Mo 31.08.2020 10:45Uhr 01:10 min

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Warum eigentlich ein Tablet?

Sie sind leichter und oft kleiner als ein Laptop, aber größer und leistungsfähiger als ein Smartphone. Das Tablet liegt also genau zwischen Computer und Handy und kann von beiden ziemlich viel. Die günstigsten Geräte bekommst du ab rund 50 Euro, es geht aber auch bis weit über 1000 Euro. Ideal sind Tablets zum problemlosen schnellen Surfen, E-Books lesen, Spielen oder als Kontaktmodul für Skype, Facetime und ähnliches. Selbst für Ungeübte sind Tablets schnell und oft intuitiv zu bedienen. Oma und Opa kannst du gerade jetzt mit solch einem Gerät tatsächlich die Welt ein Stück größer machen.

Was kannst du für dein Geld aktuell erwarten?

Wenn du nur mal surfen, ein paar E-Mails schreiben oder einfach spielen willst, musst du nur wenig  mehr als 100 Euro ausgeben. Im aktuellen Test bekam das Smart Tab M8 von Lenovo ein Gut von der Stiftung Warentest.

Für rund 140 Euro bekommst du immerhin das fast aktuellste Betriebssystem Android 9. Display, Akku und Handhabung wurden teilweise sogar mit sehr gut bewertet. 

Wenn du störungsfrei Videos gucken möchtest und bei der Datenübertragung schnellen G4- bzw. LTE-Standard nutzen willst, bekommst du für Preise zwischen 200 und 300 Euro das T30 von Teclast aus dem fernen Osten, sprich China.

Dann gibt es nochmal einen großen Preissprung zu Geräten für 500 bis 600 Euro, wie dem Galaxy Tab von Samsung. Hier gab es ein Gut und Lob von der Stiftung Warentest: "Der hervorragende Akku macht es zum Outdoor-Begleiter. Er ist nicht nur sehr ausdauernd, sondern lässt sich auch kinderleicht wechseln."  Testsieger war schließlich auch mit einem Gut das nicht ganz 1000 Euro teure Apple iPad Pro 11.

In dieser Preisklasse bekommst du ein Gerät, mit dem du täglich auch richtig was schaffen kannst. Ein Arbeitsspeicher von 6 GB und die 128 GB große Festplatte überzeugen genauso, wie die mit zweieinhalb Stunden kürzeste Akkuladezeit im Test. 

Was bringt dir ein neues Gerät?

Die Stiftung Warentest überprüft regelmäßig die aktuellen Tablets. Im Vergleich zum Test 2017 ist dieses Mal nicht viel Neues rausgekommen, keine großartigen technischen Überraschungen.

Trotzdem sehen die Warentester auch bei einem neuen Tablet durchaus Vorteile: "Sie bringen ein recht aktuelles Betriebssystem mit." Das ist deswegen wichtig, weil in der Regel nur Apple sehr lange ein regelmäßiges Update für seine Geräte anbietet. Nutzt du hingegen ein preiswertes Android-Modell, kannst du oftmals nur maximal eine Version nachbessern. Dann wird dein Gerät unsicher und angreifbar. Außerdem sind neue Tablets fast durchweg für den Datenfunk 4G/LTE vorbereitet, manche sogar schon für 5G. Wichtig: Schon Ende 2020 wird es für Geräte mit UMTS/G3 problematisch.

Worauf solltest du beim Kauf achten?

Neben aktuellem Betriebssystem, Datengeschwindigkeit und Verknüpfung per W-Lan und Bluetooth, sind vor allem eine lange Akkulaufzeit und möglichst umfangreiche Anschlüsse wichtig. Dein neues Tablet sollte dringend über einen  USB-C-Anschluss verfügen. Damit kannst du Daten sehr schnell übertragen und relativ universell Headsets, Ladegeräte und andere anschließen.

Bist du viel unterwegs, kann ein Wechsel-Akku gute Dienste leisten, sowas kostet zwischen 30 und 50 Euro. Aber: "Allen, die das Tablet nicht für längere Reisen ohne Stromanschluss nutzen, raten wir, einen Wechsel-Akku erst bei Bedarf zu kaufen", rät die Stiftung Warentest. So ein Akku altert nämlich auch unbenutzt in der Schublade. Wird er ähnlich einer Autobatterie lange nicht geladen, ist er einfach irgendwann richtig platt.

Wichtig: Für deine Kinder kaufst du am besten auch ein Kinder-Tablet. Das ist preiswert, robust und lässt sich leicht bedienen und entsprechende Funktionen und Apps lassen sich kontrollieren. Für Senioren bietet sich ebenfalls ein leicht bedienbares Gerät mit möglichst großem Display an. Ab 10 Zoll sind ideal.

Auf Arbeit und im Studium brauchst du ein Gerät mit großem Speicher und Gadgets wie etwa einem Digitizer, mit dem du schnell Notizen machen kannst.

Wie kaufst du am günstigsten?

Preise vergleichen und Markt beobachten - das gilt auch bei Tablets. Achtung: Wenn's unter 50 Euro kostet, kannst du in Sachen Qualität und Betriebssystemsicherheit nichts erwarten. Wenn du ein neues Handy oder einen neuen Telefonvertrag bekommst, gibt es manchmal ein Tablet gratis dazu. Nichts wirklich professionelles, aber immerhin.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 30. August 2020 | 10:45 Uhr

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