So werden Zähne wieder richtig weiß

zuletzt aktualisiert: 25.04.2020 | 00:00 Uhr

Weiße Zähne sehen nicht nur gut und gepflegt aus, sie versprechen auch Erfolg – das will uns zumindest die Werbung glauben lassen. Aber Kaffee, Tee oder Zigaretten können die Zähne schnell verfärben. Ob in Eigenregie oder beim Zahnarzt – es gibt einige Möglichkeiten, die Zähne wieder in einem Weiß erstrahlen zu lassen. Welche es gibt und wie wirksam die sind, erklären wir hier.

Eine Frau putzt vor dem Spiegel ihr Zähne 1 min
Bildrechte: imago images / Design Pics

MDR JUMP Mi 22.04.2020 02:10Uhr 01:08 min

Audio herunterladen [MP3 | 1 MB | 128 kbit/s] Audio herunterladen [MP4 | 2,1 MB | AAC | 256 kbit/s] https://www.jumpradio.de/podcasts/quicktipp/so-werden-zaehne-wieder-weiss-100.html

Rechte: MDR JUMP

Audio

Wodurch können sich Zähne verfärben?

Zum einen können die Verfärbungen vom Zahn selbst kommen. Etwa wenn der Zahnhals abstirbt oder der Zahn altersbedingt seine Struktur ändert und dunkler wird. Aber Amalgamfüllungen, bestimmte Stoffwechselerkrankungen oder die Einnahme einiger Medikamente können auch dazu führen, dass sich Zähne  von innen her verfärben. Es gibt aber auch viele externe Faktoren, die gelbe Zähne verursachen können: Kaffee, Tee, Rotwein, Zigaretten, aber auch Beerenobst oder bestimmte Gewürze, wie Curry. Nicht zu vergessen eine mangelnde Mundhygiene.

Wie lassen sich die Verfärbungen beheben?

Erste Möglichkeit: Spezielle Zahncremes

Weißmacher-Zahncremes enthalten kleine Putzkörper, die den Zahnbelag mechanisch entfernen sollen. Sie werden an den Zähnen gerieben, oberflächliche Verfärbungen können sie laut Stiftung Warentest gut entfernen. Wenn die Farbe der Zähne also durch Kaffee oder Zigaretten verändert ist, können diese Cremes helfen. Allerdings bringen sie in vielen Fällen nur die Naturfarbe zurück. Noch weißer werden Zähne durch die Anwendung dieser Zahncremes allerdings nicht. Vorsichtig sollten Menschen mit freiliegenden Zahnhälsen sein. Denn die Putzkörper in der Creme greifen den Zahnschmelz an. Vor einem dauerhaften Einsatz dieser Weißmacher-Zahncremes raten Experten aus diesem Grund ab

Zweite Möglichkeit: Bleaching

  • Freiverkäufliche Produkte

Für weiße Zähne schrecken viele auch vor dem Bleaching, also dem Bleichen der Zähne zurück. Dafür gibt es freiverkäufliche Mittel für Zuhause. Die findet man in der Drogerie oder Apotheke.  Es gibt Streifen zum Aufkleben oder Gel zum Auftragen. Die Kosten  belaufen sich auf 10 bis 30 Euro. In der Regel werden solche Produkte von Zahnärzten jedoch nicht empfohlen, weil das Bleichmittel beim Auftragen seitlich herausquellen und das Weichgewebe reizen kann. Das wiederum könnte Entzündungen hervorrufen. Es gibt auch die Möglichkeit die Zähne Zuhause zu bleichen. Für das sogenannte Home- Bleaching bekommt man beim Zahnarzt eine Schiene für den Kiefer angefertigt.  In diese Schiene schmiert man dann selbstständig eine Paste, die ein Bleichmittel enthält.

  • Professionelles Bleaching beim Zahnarzt

Wesentlich höher konzentriert sind die Bleichmittel beim Zahnarzt. Dadurch können die Zähne auch entsprechend weißer werden. Beim Bleaching schützt der Zahnarzt das Zahnfleisch zunächst durch einen Gummiüberzug. Dann trägt er eine Paste auf, die in der Regel 15 bis 30 Minuten einwirkt. Anschließend wird die Paste entfernt und die Zähne fluoridiert und poliert. Je nach anvisiertem Ergebnis kann es aber notwendig sein, das Prozedere mehrmals zu wiederholen. Es gibt auch die Möglichkeit den Bleichvorgang durch den zusätzlichen Einsatz einer UV-Lampe zu verstärken. Die Kosten für ein professionelles Zahnbleaching sind deshalb schwer zu bemessen. Zwischen 100 und 800 Euro ist da alles möglich.

Achtung: Da ein Bleaching eine rein kosmetische Behandlung ist, wird es von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht übernommen. Auch die privaten Krankenkassen und die Zahnzusatzversicherungen beteiligen sich aus diesem Grund nicht an den Kosten für die Zahnaufhellung.

Wie lange hält der Effekt an?

In der Regel bleiben die Zähne dann erstmal 2 Jahre weiß. Allerdings können bestimmte Lebensmittel oder eine mangelnde Mundhygiene den Zeitraum verkürzen.

Gibt es Nebenwirkungen?

Für gesunde Zähne stellt das Bleichen unter professioneller Durchführung kein Risiko dar. Dennoch dringt die Chemie in den Zahnschmelz ein. Die Zähne können eventuell etwas schmerzempfindlicher sein. Hier hilft ein Fluoridgel. Die Substanz in der Bleaching-Paste kann auch den Zahnschmelz angreifen, erst zwei Wochen nach der Behandlung ist der Zahn wieder so stabil wie vorher. Schwangeren und stillenden Frauen sowie Kindern und Jugendlichen ist vom Bleichen allerdings abzuraten.

Fazit

Es gibt verschiedene Methoden, die Zahnfarbe etwas aufzuhellen. Spezielle Zahncremes oder Gels bringen meist keinen großen Effekt. Sie können allenfalls Verfärbungen durch Kaffee oder Zigaretten mildern oder entfernen. Weitaus effektiver aber auch teurer ist das professionelle Bleaching beim Zahnarzt. Es bringt allerdings auch den langfristigsten und besten Effekt.

Oft kann aber auch schon eine professionelle Zahnreinigung die Zähne weißer machen. Diese führt auch der Zahnarzt durch, er kann damit mehr erreichen als man selbst nur mit der Zahnbürste. Dadurch können die Zähne aufgehellt werden, primäres Ziel ist jedoch die Gesundhaltung der Zähne. Sie kostet je nach Aufwand 50 bis 150 Euro.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 22. April 2020 | 10:45 Uhr

Mehr Quicktipps