So klappt es mit den Frühlingsblühern!

20.03.2020 | 02:10 Uhr

Osterglocken 1 min
Bildrechte: Colourbox.de

MDR JUMP Fr 20.03.2020 02:10Uhr 01:05 min

Audio herunterladen [MP3 | 1.016,2 KB | 128 kbit/s] Audio herunterladen [MP4 | 2 MB | AAC | 256 kbit/s] https://www.jumpradio.de/podcasts/quicktipp/fruehblueher-208.html

Rechte: MDR JUMP

Audio

Im Handel wird das Angebot an Frühblüher von Tag zu Tag größer. Ob Narzissen, Tulpen, Krokusse, Primeln oder Hyazinthen – schon ab ca. 80 Cent gibt es die vorgetriebenen Pflanzen im Plastiktopf.

Check vor dem Kauf

Ob Discounter, Baumarkt oder Gartenfachmarkt: Schon beim Kauf ist einiges zu beachten, um auch wirklich Freude an den Pflanzen zu haben. So sollten Pflanzen oder Zwiebeln fest in der Erde stecken und sichtbar Wurzeln gebildet haben. Ist die Zwiebeln zu klein, besteht die Gefahr, dass sich zu kleine oder gar keine Blüten bilden. Pflanzen mit welken Blättern lässt man besser stehen.

Pflege zu Hause

Mit der richtigen Pflege lässt sich die Lebensdauer von Frühlingsblumen verlängern.

Frühlingsblüher stehen gern kalt. Die Fensterbank ist also ein guter Platz. Dort bekommen sie auch genug Licht. Wenn die ersten Blätter treiben, kann gedüngt werden.

Primeln werden regelmäßig von unten gegossen, welke Blüten und Blätter müssen entfernt werden. Narzissen und Tulpen hingegen sollte man gar nicht oder nur leicht gießen, denn sie haben in der Blumenzwiebel alles, was sie brauchen.

Staunässe ist bei allen Frühblühern zu vermeiden.

Ab nach draußen

Am wohlsten fühlen sich die Frühblüher draußen: Krokusse, Narzissen und Tulpen können schon bei leichten Minusgraden raus, Primeln und Hyazinthen erst bei Temperaturen über null Grad.

Werden die vorgetriebenen Pflanzen nach draußen gesetzt, nimmt man die Zwiebeln vorsichtig aus den Töpfen und schüttelt überflüssige Erde ab. Meist sind die Wurzelballen sehr trocken, deshalb taucht man die Pflanzen zunächst gründlich in Wasser bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen. Dann können die Pflanzen in Blumenkästen oder andere Gefäße gesetzt werden, die idealerweise mit einer lockeren Blumenerde, die zu einem Drittel mit Sand gemischt ist, befüllt sind. Die Blumenzwiebeln sollten oben noch ein bis zwei Zentimeter aus der Erde ragen.

Nach der Blüte

Nach der Blütezeit auf der Fensterbank oder im Balkonkasten müssen die Frühlingsblüher nicht entsorgt werden. Ist die letzte Blüte verblüht, schneidet man das Grün nicht komplett ab, sondern lässt ein oder zwei Blätter stehen. So kann die Zwiebel noch etwas Sonne tanken und Kraft für den nächsten Winter einlagern. Dafür werden Frühblüher auch nach der Blüte am besten noch einmal gedüngt. Dann lässt man die Erde austrocknen und nimmt die Zwiebeln aus den Töpfen. Vertrocknete, matschige oder schimmlige Blumenzwiebeln werden entsorgt und die einwandfreien luftig, trocken und schattig gelagert.

Im Garten können die Zwiebeln der Frühblüher auch dauerhaft im Beet bleiben. Sie vermehren sich durch Brutzwiebeln selbst. Sind die Blumen verblüht und das Laub gelb, wird beides entfernt.

Hände entfernen die Blätter von einer Blumenzwiebel.
Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Etliche Gattungen wie Schneeglöckchen und Winterlinge neigen dazu, großflächig zu verwildern. Wer das vermeiden will, nimmt die Zwiebeln – genau wie bei den Pflanzen auf Fensterbank oder Balkon – aus dem Boden und lagert sie bis zum Herbst ein.

Zur nächsten Saison kann man dann die gleichen Zwiebeln pflanzen und sich auch im kommenden Jahr über farbenfrohe Frühblüher freuen, ohne noch einmal Geld ausgegeben zu haben.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 20. März 2020 | 10:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. März 2020, 02:10 Uhr