Tipps fürs Heimkino: So wird jeder Filmabend zum Erlebnis

Heute kann jeder sein Wohnzimmer in ein Kino verwandeln…. Streaming-Diensten und großen, flachen Fernsehern sei Dank. Aber so flach wie die Bildschirme sind, ist oft auch ihr Sound. Doch mit zusätzlichen Lautsprechern lässt sich der Klang ganz einfach verbessern. Wie’s klappt mit dem perfekten Kino-Sound Zuhause, klären wir jetzt.

Der Klassiker – Das 5.1 System:

Die Kombination aus Verstärker und mehreren Standboxen ist für Klangliebhaber die beste Lösung für besonders guten Sound. Nur sie vermittelt den Zuschauern den Eindruck, sich mitten im Geschehen zu befinden. Für diesen Sound sind insgesamt sechs Boxen notwendig. Und jede Box hat ihre eigene Aufgabe

  • Ein Centerlautsprecher gibt z.B. Dialoge wieder.
  • Zwei Frontlautsprecher sorgen für Stereoklang.
  • Zwei Rücklautsprecher (Rear Speaker oder Rears im Fachjargon genannt) übernehmen die von hinten kommenden Spezialeffekte und Geräusche.
  • Eine Bassbox, „Subwoofer“ genannt, liefert die tiefen Töne.

Einzeln kaufen muss man die Elemente nicht, da die Hersteller All-in-one Systeme anbieten. Allerdings muss man einige Kabel zu den Boxen legen oder man greift zu Funklautsprechern.

Platzsparend und preisgünstig: Das 2.1. System!

Wer Zuhause nicht ganz so viel Platz für die ganzen Boxen hat und sich nicht in Unkosten stürzen möchte, greift zum einfachen 2.1. System. Das lässt sich leicht installieren. Dabei werden zwei klassische Lautsprecher durch einen Subwoofer unterstützt. Ein Surround-Feeling wie mit den umfangreichen Soundsystemen lässt sich so nicht erreichen, aber verglichen mit dem integrierten TV Klang, bringen 2.1. System gerade von vorne eine bessere Akustik ins Wohnzimmer. Gute Geräte bekommt man bereits für unter 100 Euro.

Perfektes Kino-Feeling: Das 7.1. System!

Das ist das komplexeste und atmosphärischste Heimkino-System. Neben dem Subwoofer kommen sieben Lautsprecher hinzu, die rund um den Zuschauer aufgestellt werden und so einen wahren Surround-Sound erzeugen. Allerdings ist die Installation sehr aufwendig und das System eignet sich auch nur für große Räume, weil man sonst den Unterschied zum 5.1 System nicht merkt.

Einfach und gut: Die Soundbar!

Wer einfach nur den TV Klang verbessern möchte, und keine umfangreichen Surround-Anlagen installieren möchte, für den eignen sich auch simple Soundbars. Die kann man einfach und platzsparend unter den Fernseher platzieren und sie bieten mit oder ohne separaten Subwoofer einen ordentlichen Klang.

Die richtige Positionierung der Lautsprecher!

Nur Lautsprecher, die optimal platziert sind, können ihre Klangqualität zur Geltung bringen. Da das menschliche Ohr ganz tiefe Frequenzen nicht orten kann, lässt sich ein Subwooofer im Raum verstecken. Alle anderen Boxen klingen in Ohrhöhe am besten. Geben Abstellflächen diese Höhe nicht her, helfen Wandaufhängungen und Lautsprecherständer. Wer keine großen Boxen will, findet bei vielen Anbietern kleine Front- und Rücklautsprecher.

Viele Boxen – egal ob groß oder klein - haben eine Öffnung, durch die ein Teil der Bässe abgestrahlt wird. Ist die Öffnung auf der Boxenrückseite, sollte sich die Box mindestens fünf Zentimeter von einer Wand entfernt befinden – oder besser noch etwas weiter weg. Klingt der Bass dröhnig, kann man mit Schaumstoff in den Öffnungen nachhelfen.

Eine bedeutende Rolle für den Klang spielen störende Reflexionen: Fenster, Wände und glatte Möbel werfen ihn wieder in den Raum, reflektieren ihn also und könnten stören. Vorhänge, Bücher, Teppiche und Polsterstoffe dämpfen Töne und reduzieren so in hallreichen Räumen die Reflexionen. Auch zu kleine und zu große Räume verhindern ein ausgewogenes Klangbild.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 02. September 2021 | 11:45 Uhr

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