Schützt eine Fahrradcodierung vor Diebstahl?

Jeden Tag werden in Deutschland rund 1.000 Fahrräder geklaut, doch nur rund 14 Prozent der Diebstähle werden aufgeklärt. Aber wie lässt sich ein Fahrrad zuverlässig schützen. Experten empfehlen eine Fahrradcodierung. Wir klären, wie das geht und worauf dabei zu achten ist.

Fahrräder stehen in reihe 1 min
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MDR JUMP Do 30.04.2020 10:45Uhr 01:08 min

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Klar, eine Codierung schützt nicht vor Diebstahl. Aber: geklaute Räder werden oft nur kurz zum Fahren benutzt und dann weggeworfen oder weiterverkauft – da hilft die Codierung, den eigentlichen Besitzer ausfindig zu machen. Außerdem erschwert eine solche Markierung den Weiterverkauf, da der Verkäufer nicht nachweisen kann, dass das Fahrrad auch wirklich ihm gehört. Schließlich fehlen die nötigen Unterlagen.

Warum die Rahmennummer keinen Schutz bietet

Jedes Bike hat eine Rahmennummer mit Angaben des Herstellers. So lässt es sich zwar eindeutig identifizieren, aber eben nicht immer klar seinem Eigentümer zuordnen. Bei einer Polizeikontrolle kann so nicht überprüft werden, ob das Rad wirklich dem jeweiligen Fahrer gehört, es sei denn, der Besitzer hat es schon mit dazugehöriger Rahmennummer als gestohlen gemeldet. Ist dein Fahrrad codiert und ein anderer wird damit angehalten, kann die Polizei sofort feststellen, ob es demjenigen gehört oder nicht. Deshalb ist eine Codierung  immer der bessere Weg, sein Rad zu schützen. Vergiss aber nicht, neben der Codierung auch in ein ordentliches Schloss zu investieren.

Geld sparen durch Fahrradcodierungen

Auf einem Fahrradrahmen befindet sich eine Codierungsnummer und der Hinweis "Rad ist codiert".
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Ein weiterer Vorteil: Versicherungen gewähren meist einen Rabatt von bis zu zehn Prozent, wenn das Fahrrad codiert ist. Dabei wird eine individuelle Codenummer in den Rahmen codiert oder mit einem Spezialaufkleber am Rahmen befestigt. Das übernimmt der Fahrradladen des Vertrauens oder der ADFC. In größeren Städten bietet auch die Polizei diesen Service an.

Das brauchst du für die Codierung

Im Geschäft oder bei der Polizei wird geprüft, ob du wirklich der Eigentümer des Fahrrades bist. Also am besten die Rechnung oder einen Kaufvertrag dabei haben. Außerdem solltest du deinen Personalausweis mitnehmen. Die Kosten liegen meist unter zehn Euro. Aber Achtung: Manche Hersteller drohen bei einer Codierung mit dem Ende der Garantie, weil ihrer Meinung nach der Rahmen beschädigt wird. Dann empfiehlt sich, nur einen Aufkleber mit der individuellen Nummer anbringen zu lassen.

Was ist bei einem Verkauf oder Umzug zu beachten?

Ändert sich deine Adresse, solltest du einen neuen Code anbringen lassen. Dabei solltest du aber den alten Code auf keinen Fall zerstören. Bei einer Polizeikontrolle machst du dich damit schnell verdächtig. Ansonsten sind sie aber auch über den alten Code mit Hilfe des Einwohnermeldeamtes auffindbar. Bei Kauf oder Verkauf von gebrauchten, codierten Rädern sicherst du dich am besten mit einem Kaufvertag ab, indem der Code eingetragen ist.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 30. April 2020 | 10:45 Uhr

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