Hausmittel gegen Erkältung

Wenn es im Hals kratzt oder die Nase läuft, bahnt sich oft eine Erkältung an. Nicht selten kommen noch Kopfschmerzen und Husten hinzu. In den Apotheken stehen tausende Produkte gegen Erkältungsbeschwerden zur Auswahl. Doch die harte Medizin-Keule braucht man bei einer normalen Erkältung oft gar nicht.

Eine Frau liegt mit Schnupfen auf dem Sofa 1 min
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MDR JUMP Fr 13.11.2020 10:45Uhr 01:02 min

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Schlafen / Ruhen

Schlaf ist die beste Medizin. Es unterstützt die Arbeit der Abwehrzellen und stärkt das Immunsystem. Wer also erkältet ist, sollte viel Zeit im Bett oder auf der Couch verbringen. Auch ein warmes Erkältungsbad entspannt und Gliederschmerzen können nachlassen. Aber nicht länger als 20 Minuten und nicht bei Fieber!

Viel Trinken

Mindestens 2 Liter Wasser oder Tee trinken. Das verflüssigt den Schleim in den Atemwegen und vermehrt Speichel. Erkältungstees sind echte Klassiker bei einer Erkältung. Egal ob Ingwer, - Kamille oder Lindenblütentee. Je nach Heilpflanze haben die Tees eine entzündungshemmende, antiseptische oder beruhigende Wirkung. Bei Husten oder Bronchitis kann Kirschstiel-Tee bzw. Kirschsteil-Sirup gut helfen. Dieser wirkt schleimlösend und erleichtert das abhusten. Außerdem wirkt er entwässernd. Also nächsten Sommer keine Kirschstiele wegwerfen, sondern sammeln und trocknen für den Winter.

Zwiebelsaft gehört zu den klassischen Hausmitteln bei Husten. Mehrfach täglich eingenommen soll er beruhigend auf Bronchien wirken und dank der ätherischen Öle der Zwiebel Keime abtöten und Entzündungen hemmen.

Inhalieren

inhalierende Frau
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Warme Dämpfe befeuchten die Atemwege und lösen festsitzenden Schleim. Den Kopf über eine heiße Schüssel mit Wasser (auch zugesetzt mit Kamillenblüten) halten, Handtuch über das Haupt ziehen und die heißen Dämpfe einatmen. Kamille besitzt antientzündliche Effekte und soll damit die gereizten Schleimhäute im Atemtrakt beruhigen.

Fertige Dampfinhalatoren aus der Apotheke haben gegenüber dem klassischen Kochtopf den Vorteil, dass die Wirkstoffe direkter in Nase und Rachen gelangen. Außerdem sind sie sicherer zu handhaben.

Nasendusche mit Salzwasser

Eine Nasendusche kann helfen besser durchzuatmen. Die Nasenschleimhaut wird dabei mit einer salzhaltigen Flüssigkeit gespült. Schleim, Sekret, Pollen oder Staub werden dabei abtransportiert und auch Krankheitserreger aus der Nase befördert. Die Spüllösung kann man mit Wasser und Salz selbst herstellen.

Wadenwickel

Eine Mutter macht ihrer kranken Tochter Wadenwickel
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Eine Möglichkeit zur Fiebersenkung ist eine Abkühlung durch Wadenwickel. Diese sollte man nur anwenden, wenn keine Kreislaufprobleme bestehen. Für den Wadenwickel feuchtet man ein dünnes Leinen- oder Baumwolltuch mit handwarmem Wasser an. Belassen sollte man diese  Wickel bei kleinen Kindern und Senioren höchstens zehn Minuten. Bei größeren Kindern und Erwachsenen dürfen die Wickel 15 bis 20 Minuten an ihrem Platz bleiben.

Warme Kartoffelwickel

Sie sollen Halsschmerzen lindern, Verspannungen lösen und gegen Husten helfen: Kartoffelwickel. Dazu werden die Knollen gekocht, in ein Leinentuch gewickelt und zerdrückt. Etwas abkühlen lassen, bis die Temperatur erträglich ist und keine Verbrennungen mehr möglich sind. Anschließend kommt der Wickel – je nach Anwendungsgebiet – auf Brust, Hals oder Rücken und bleibt dort, bis er erkaltet.

Hühnersuppe

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Hühnersuppe bei einer Erkältung hilft. Sie enthält den Eiweißstoff Cystein, der die Schleimhäute abschwellen lässt. Außerdem liefert sie Zink zur Stärkung der Abwehrkräfte. Generell fördern warme Speisen und Getränke die Durchblutung und das ermöglicht den Immunzellen schneller zu den Viren zu gelangen.

Rotlicht

Die lokale Wärmebehandlung kann Schmerzen lindern und die Durchblutung fördern. Das hilft u.a. bei einer Nasennebenhöhlenentzündung oder Mittelohrentzündung. Doch Vorsicht: Infrarotstrahlen können die Augen schädigen, auch wenn die Augen geschlossen sind, deshalb sollte man eine Schutzbrille tragen. Außerdem sollte man genügend Abstand zu der Lampe halten – optimal sind 30 bis 50 cm und sich nicht länger als 10 – 20 Minuten bestrahlen lassen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 13. November 2020 | 10:45 Uhr

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