Quicktipp So sparst du Wasser - und bares Geld

Hände unter einem aus einem Wasserhahn sprudelnden Wasserstrahl 2 min
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MDR JUMP Di 23.01.2018 02:10Uhr 02:02 min

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Vor allem im Haushalt lohnt es sich, auf den Wasserverbrauch zu achten: 2016 betrug der pro Kopf Verbrauch in Deutschland 123 Liter pro Tag. Davon wurden nur drei Liter zum Kochen und Trinken aufgewendet. Beim Spülen, Waschen oder Duschen gibt es einige Möglichkeiten, Wasser und somit auch Geld zu sparen.

Spartaste bei Toiletten

Die Toilettenspülung verbraucht im Haushalt durchschnittlich das meiste Wasser. Hier sollte daher als erstes geschaut werden, ob Wasser eingespart werden kann. Das wichtigste ist dabei der Einbau einer Spartaste. Sie leert nicht den kompletten Spülkasten, wenn es nicht nötig ist. Der Verbrauch für die Toilettenspülung kann mit modernen Spülkästen halbiert werden. Die Stopptasten sind auch als Nachrüstsätze für 5 bis 10 Euro erhältlich.

Duschkopf mit Sparfunktion

Duschbrause
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Beim Duschen werden im Durchschnitt immerhin 80 Liter Wasser verbraucht, aber auch hier gibt es viel Einsparpotenzial. Weniger als zehn Euro kostet der Einbau eines Dusch-Stopps, mit dem die  eingestellte Wassertemperatur erhalten bleibt, auch wenn das Wasser zwischenzeitlich abgestellt wird, zum Beispiel beim Einseifen. Auch mit einem neuen Duschkopf lässt sich Wasser sparen, weil er im Vergleich zum Standardduschkopf etwa halb so viel Wasser durchlaufen lässt. Bei Sparduschköpfen wird der Wasserstrahl durch Vermischen von Luft so verändert, dass er sich voller anfühlt, als er tatsächlich ist. Neue Handbrausen gibt es ab rund 15 Euro im Baumarkt.

Für nur fünf Euro etwa können ältere Duschköpfe durch einen sogenannten Durchflussreduzierer wassersparend umgebaut werden. Der Durchflussreduzierer reagiert flexibel auf den Druck des Wassers. Ist er hoch, verkleinert ein O-Ring die Durchtrittsöffnung. Bei geringem Druck vergrößert er sie und hält so die verbrauchte Wassermenge konstant.

Trickreich sparen auch mit der Armatur

Was beim Duschkopf funktioniert, klappt auch mit der Wascharmatur. Waschtischmischer funktionieren im Grunde wie die Brause durch gezieltes Beimischen von Luft. Dadurch wird die Durchflussmenge verringert und der Verbrauch reduziert. Solche Wasserhähne kommen mit drei bis fünf Liter in der Minute aus – herkömmliche Armaturen verbrauchen bis zu 13 Liter. Eine Alternative sind Armaturen mit Wasserbremse, die beim Aufdrehen einen leichten Widerstand geben, der bewusst überwunden werden muss. Außerdem sollte jeder regelmäßig kontrollieren, ob alle Dichtungen an den Wasserhähnen nicht porös oder verkalkt sind – denn auch das sorgt für einen größeren Wasserverbrauch.

Tipps für den Kauf von Spül- und Waschmaschine

Bei der Anschaffung neuer Haushaltsgeräte nicht nur auf den Energie-, sondern auch auf den Wasserverbrauch zu achten, ist ratsam. Oft sind teurere Geräte im Endeffekt sogar billiger, weil sie weniger Wasser verbrauchen. Neuere Waschmaschinen verbrauchen 35 bis 50 Liter pro Waschgang, ältere Modelle bis zu 65 Liter. Viele Maschinen werden mit geringerem Wasserverbrauch angeboten, sodass mit einer neuen Maschine viel Wasser eingespart werden kann.

Fazit

Beim Duschen, Baden und der Körperpflege wird der größte Teil des warmen Wassers im Haushalt verbraucht. Rund ein Drittel des Gesamtwasserverbrauchs fallen hier an. Mit günstigen Maßnahmen lassen sich schnell Sparerfolge erzielen: Durchlaufbegrenzer oder Wassersparbrausen teilen beispielsweise den Wasserstrahl am Hahn oder mischen dem Wasser Luft bei. Sie sind günstig in der Anschaffung und einfach zu installieren. Toiletten sollten prinzipiell mit einer Spartaste versehen sein, weil diese verhindert, dass bei jeder Spülung der volle Spülkasten entleert wird. Bei der Anschaffung von Waschmaschinen und Geschirrspülern sollte man zudem stets auf dem Wasserverbrauch achten – selbst wenn die Maschinen in der Anschaffung etwas mehr kosten, könnte sich das durch die geringeren Strom- und Wasserkosten schnell amortisieren.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Vormittag | 23. Januar 2018 | 09:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2018, 02:10 Uhr