Mobile WLAN-Hotspots

16.07.2018 | 02:10 Uhr

Umschau-Quicktipp: Mobile WLAN-Hotspots
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Eine Frau liegt am Strand auf einer Liege und schaut auf ihr Tablet.
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Ein mobiler Hotspot ist ein kleines Kästchen mit einer Mobilfunkkarte und einem Akku oder Netzteil. Er baut über das Mobilfunknetz eine Internetverbindung auf und stellt sie per WLAN zur Verfügung. Dann können sich gleichzeitig mehrere Geräte mittels Passwort verbinden und via WLAN surfen. Problemlos klappt es bei allen mobilen Hotspot-Anbietern mit bis zu fünf Geräten gleichzeitig, einige Anbieter schaffen auch deutlich mehr. Es gibt meist auch die Möglichkeit, Daten per Kabel direkt zu übertragen, etwa wenn die WLAN-Funkübertragung hakt.

Wie teuer?

Ein mobiler Hotspot kostet derzeit ungefähr zwischen 90 und 230 Euro. Weil er mit dem Mobilfunknetz arbeitet, ist eine Mobilfunkkarte notwendig, wofür ebenfalls Kosten anfallen, deren Höhe sich nach den jeweiligen Vertragsbedingungen richtet

Vorteile gegenüber öffentlichen Hotspots

Im Vergleich zu öffentlichen WLAN ist mobiles WLAN sicherer, weil die Funkübertragung verschlüsselt wird. "Bei fremden Hotspots sollte man immer vorsichtig sein, welche Informationen man freigibt und welche nicht", erklärt Urs Mannsmann von der Fachzeitschrift c’t. Außerdem werden Daten in der mobilen Variante meist schneller übertragen als beim öffentlichen Pendant.

Auch im Urlaub oder im Garten kann man davon profitieren, wenn sich die ganze Familie über einen einzigen WLAN-Hotspot einloggen kann. Dann braucht nicht jeder eine eigene Sim-Karte, wodurch sich Kosten minimieren lassen.

Bedienbarkeit

mobiler WLAN-Hotspot
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Hotspots lassen sich relativ leicht bedienen, meist auf dem Display per Touchscreen oder per App vom Handy aus. Die Akku-Hotspots halten bis auf wenige Ausnahmen in der Regel vier bis sieben Stunden. Bei einigen Geräten lassen sich die Akkus wechseln, andere haben zusätzliche Netzstromversorgung, sodass die Geräte dann rund um die Uhr laufen können. Außerdem lassen sie sich auch während der Nutzung über einen USB-Anschluss laden.

Qualität und Surfgeschwindigkeit von örtlichen Gegebenheiten abhängig

Fast alle Hotspots liefern Internet über den derzeit schnellen LTE-Funk. Wie gut das Internet vor Ort dann tatsächlich funktioniert, hängt jedoch von der Qualität des Mobilfunknetzes ab. Setzt die LTE-Versorgung aus, wechselt der Hotspot ins langsamere UMTS-Netz. Das reicht zum Surfen und Mailen, nicht aber, um Filme von Streamingdiensten in hoher Qualität zu sehen.

Tarife mit großen Datenvolumen notwendig

Für die Datengeräte braucht es einen Mobilfunktarif mit extra Datenvolumen. Bei fast allen Geräten können die Nutzer den Mobilfunkanbieter auch frei wählen. In Ausnahmefällen ist der Hotspot an einen spezifischen Tarif gebunden.

Ein Mann liegt in einer Stadt neben seinem Rad am Fluss vor seinem Notebook.
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Bevor man die Tarife bucht, sollte man aber selbst überschlagen, wie viel Datenvolumen benötigt wird. Das hängt vom eigenen Surfverhalten ab. "Die Faustregel lautet: Wer über WLAN nur Messenger-Dienste abruft und ein bisschen telefoniert, benötigt rund zwei Gigabyte im Monat", erklärt Urs Mannsmann. Videos brauchen dagegen extrem viel Datenvolumen: "Ein Film in HD bei Netflix oder Amazon prime verbraucht vier bis fünf Gigabyte pro Stunde", erklärt der Experte weiter. Der Verbrauch hängt aber auch davon ab, wie viele Nutzer den WLAN-Hotspot nutzen.

Wer den mobilen Hotspot nur sporadisch nutzt, also beispielsweise im Urlaub, kann sich einen Prepaid-Tarif besorgen. Fünf Gigabyte kosten beispielsweise zwölf Euro pro Monat, zehn Gigabyte gibt es für rund 30 Euro. Es gibt aber auch unbegrenzte Datenflatrates für einen einzigen Tag, was im Urlaub auch eine Alternative sein kann. Das kostet zum Beispiel bei der Telekom fünf bis zehn Euro pro Tag.

Handy als gute Alternative

Auch viele Handys, Tablets und Laptops mit integriertem Mobilfunkmodem lassen sich als WLAN-Hotspot nutzen. Ein Nachteil des sogenannten Tetherings: Damit sinkt die Akkulaufzeit bei einigen Geräten. Während ein mobiler Hotspot problemlos auch anderen mitgegeben werden kann, etwa den Kindern und Freunden für den Urlaub, ist das mit dem eigenen Handy eher nicht der Fall. Liegt aber noch ein tetheringfähges Smartphone ungenutzt in der Schublade, kann dieses einfach mit einer Daten-SIM-Karte als mobilen Breitband-Router genutzt werden.

Hotspots im Ausland

"Die meisten mobilen Hotspots laufen europaweit ohne Schwierigkeiten", erklärt der Experte von der Heise Mediengruppe. Allerdings sollten Nutzer beim Tarif aufpassen. "Oft gibt es Einschränkungen im Ausland, wenn ich hierzulande ein bestimmtes Datenvolumen zur Verfügung habe, selbst bei teuren Tarifen." Vor der Abreise sollte man die Tarife des eigenen Netzbetreibers prüfen. Oft ist es laut Urs Mannsmann am günstigsten, sich im Urlaubsort über nationale Tarife zu informieren und sich dann dort eine Prepaid-Karte zuzulegen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Vormittag | 16. Juli 2018 | 09:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2018, 02:10 Uhr