Haarentfernung: Die besten Tipps für den Sommer

18.07.2018 | 02:10 Uhr

Eine Junge Frau rasiert sich ihre Beine. 2 min
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Umschau-Quicktipp Haarentfernung

Haarentfernung

MDR JUMP Mi 18.07.2018 02:10Uhr 02:03 min

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Rasierer: Hält bis zu drei Tage

Der Klassiker unter der Haarentfernung ist nach wie vor die Nassrasur. Die scharfen Klingen des Rasierers schneiden die Haare an der obersten Hautschicht ab. Sie werden also nur gekürzt und nicht mit der Wurzel entfernt. Deshalb wachsen die Haare auch in wenigen Tagen wieder nach. Damit die Rasur möglichst gründlich ist und die Haut so wenig wie möglich irritiert wird, ist es wichtig, die Hautpartien mit warmem Wasser vorzubereiten und Rasierschaum aufzutragen.

Wichtig ist auch, die Klingen regelmäßig zu wechseln, damit sich daran keine Keime sammeln, die bei Schnittverletzungen die Haut entzünden könnten. Außerdem sollte man nicht zu stark aufdrücken, sondern den Rasierer sanft über die Haut gleiten lassen. Nach der Rasur braucht die Haut eine milde, feuchtigkeitsspende Lotion zur Beruhigung. Frisch rasierte Achseln vertragen kein Deo mit Aluminiumsalzen. Deshalb ist es besser, sich abends zu rasieren und erst früh das Deo zu nutzen. Die Preise für die Nassrasur sind überschaubar: Rasierer gibt es im Drogeriemarkt ab etwa fünd Euro. Zusatzkosten entstehen für Nachfüllklingen und Rasierschaum. Daneben gibt es auch elektrische Rasiergeräte, die im Preis sehr unterschiedlich ausfallen und meist nur für die trockene Rasur geeignet sind – eine weniger gründliche Methode als die Nassrasur.

Enthaarungscreme: Hält bis zu sieben Tage

Die chemische Variante der Haarentfernung sind alkalisch-ätzende Cremes. Sie werden auf die behaarten Stellen aufgetragen und lösen die Haare an der Hautoberfläche auf. Nach etwa zehn Minuten wird die Creme mit einem Schwamm abgetragen und es bleiben glatte Hautpartien. Auch hierbei werden die Haare nicht mit der Wurzel entfernt, weshalb nach spätestens einer Woche die Haare wieder zu sehen sind. Das ist etwas später als beim Rasieren und fällt den Herstellern zufolge auch spärlicher aus. Der Vorteil der Methode: Die Haut kann nicht wie bei der Rasur durch die Klingen geschnitten werden. Allerdings ist die Methode dermatologisch nicht ganz unbedenklich, da die verwendeten Chemikalien die Haut angreifen und reizen können. Bei Entzündungen, Irritationen und Sonnenbrand dürfen sie nicht eingesetzt werden. Hautärzte empfehlen, vor der ersten Verwendung an einer kleinen Hautstelle die Verträglichkeit zu testen. Haarentfernungscremes gibt es ab etwa vier Euro.

Epilierer: Hält bis zu vier Wochen

Epilator
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Wer die Haare mit der Wurzel entfernen will, für den eignet sich ein Epilierer. In dem Gerät rotieren Mini-Pinzetten, die die Haare ausreißen. Ja, das klingt nicht nur schmerzhaft, sondern ist es auch. Die Hersteller versuchen, die Epilation mit Hilfe von Massagebürsten und integrierten Kühlpacks etwas angenehmer zu machen. Wichtig ist, dass die Haut straff und das Gerät in einem bestimmten Winkel gehalten werden. Nur so können die Pinzetten wirklich gründlich die Haare entfernen. Das ist übrigens auch nur bei Haaren von mindestens einem halben Zentimeter möglich, sonst können sie nicht gegriffen werden. Das Ergebnis ist individuell verschieden: Bei einigen wachsen schon nach wenigen Tagen die Haare wieder nach, bei anderen erst nach etwa einem Monat. Regelmäßige Anwendung soll jedoch helfen, den Haarwuchs zu bremsen. Epilier-Geräte kosten, je nach angebotenem Zubehör und Leistung, zwischen 20 und 120 Euro.

Waxing und Sugaring: Hält vier bis sechs Wochen

Eine junge Frau enthaart ihre Beine mit Wachsstreifen.
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Wer es bereits unangenehm findet, ein Pflaster wieder von der Haut abzuziehen, wird mit dem Waxing vermutlich seine Probleme haben, denn diese Methode ist etwas schmerzhafter. Das Grundprinzip der Haarentfernung mit Wachs: Wachs wird auf die Haut aufgetragen und mittels Stoff- oder Plastikstreifen ruckartig abgezogen. Das Wachs umschließt die Haare einzeln, beim Abziehen werden die Haare mitsamt den Wurzeln entfernt. Damit es gut klappt, muss das Haar einige Millimeter lang sein. Waxing sorgt für ein länger anhaltendes Ergebnis als das Rasieren und die Prozedur muss nur etwa einmal im Monat durchgeführt werden. Allerdings können Haare bei falscher Anwendung abbrechen und in die Haut einwachsen, was schmerzhafte Folgen haben kann. Zudem kann das Wachs die Haut reizen. Für die Anwendung zu Hause gibt es sowohl Kaltwachs-Streifen als auch Heißwachs-Produkte zu kaufen. Die Heißwachs-Methode ist etwas effektiver, weil sie mehr Haare erfasst und weniger Wiederholungen nötig sind. In der Drogerie kosten Kalt- und Warmwachsprodukte jeweils um die sieben Euro und reichen für bis zu drei Anwendungen. Wer sich die Haare professionell mit Wachs entfernen lassen will, kann das in Kosmetik- und speziellen Waxing-Studios machen lassen. Eine komplette Beinenthaarung kostet dort etwa 30 Euro.

Eine Dose mit einer Zuckermischung zur Haarentfernung.
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Beim Sugaring werden die Haare ähnlich wie beim Wachsen mit einem Ruck herausgezogen. Anstelle von Wachs wird dafür eine klebrige Zucker-Wasser-Masse benutzt. Die kleinen Zuckermoleküle verbinden sich laut Hautärzten besser mit den Haaren als Wachs und werden somit gründlicher entfernt. Ein Vorteil: Die Zuckermasse reizt die Haut nicht. Sugaring wird von vielen Kosmetikstudios angeboten und ist mit 40 bis 50 Euro für beide Beine etwas teurer als das Entfernen mit Wachs.

Laser: Hält langfristig

Beim Lasern sollen die Härchen theoretisch gar nicht mehr zurückkommen, weil durch die Bestrahlung die Haarwurzeln geschädigt werden. Das Haar wird großflächig mit Lichtimpulsen bestrahlt. Die Energie des Lichts wird von den dunklen Farbstoffen im Haar aufgenommen und zerstört die Haarwurzel. Je dunkler also das Haar ist, umso besser funktioniert die Laserbehandlung. Helle oder graue Haare lassen sich damit nur schwer oder gar nicht entfernen. Auch wer gebräunte oder von Natur aus dunklere Haut hat, muss aufs Lasern in der Regel verzichten. Die dunkle Farbe kann dazu führen, dass zu viel Energie auf die Haut abstrahlt, was zu Verbrennungen führen kann. Aufgrund dieser und anderer möglicher Nebenwirkungen wie Pigmentverschiebungen sollte man zum Lasern unbedingt zum Dermatologen gehen. Mit einem Besuch beim Hautarzt ist es jedoch nicht getan: Die Methode ist aufwendig, schmerzhaft und teuer. Für beide Beine kostet das Entfernen der Haare mit dem Laser pro Sitzung mehrere hundert Euro. Je nach Haar- und Hauttyp sind vier bis zehn Behandlungen im Abstand von mehreren Wochen nötig. Diese Methode ist aus Sicht von Experten eher etwas für kleine Bereiche, etwa für extrem störende Haare im Gesicht.

Fazit: Nicht alle Methoden für jeden geeignet

Welche Methode man für die Haarentfernung wählt, darüber entscheidet vermutlich nicht nur der Preis, sondern auch das eigene Schmerzempfinden und die Zeit, die man für die regelmäßige Anwendung aufbringen möchte. Eine Einmalbehandlung, nach der alle Haare für immer weg sind, gibt es nicht. Spätestens nach vier bis sechs Wochen müssen die nachwachsenden Haare wieder entfernt werden. Lasern ist nur bedingt empfehlenswert und eher für kleine Partien sinnvoll und auch dabei sind mehrere

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Vormittag | 18. Juli 2018 | 09:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2018, 02:10 Uhr