Quicktipp: Vanillekipferl, Zimtsterne und Co. Weihnachtsgebäck richtig lagern

Neben relativ stabilen Zutaten wie Zucker, Honig und Kakao, finden sich in den Rezeptlisten oft auch Butter, Sahne und Eier. Die verderben gerne und schnell. So halten sich eher trockene Plätzen länger - als Backwerk mit Cremefüllung oder weichem Marzipan-Marmeladenkern. Stollen ist fast sechs Monate haltbar und besteht auch aus vielen leicht verderblichen Zutaten. Doch Stollen hat im Vergleich zu seiner großen Masse eine relativ kleine Oberfläche. Bei Plätzchen und Keksen ist das ganz anders. Die sind relativ leicht und haben eine große Oberfläche. Die sorgt für optimalen Kontakt zu den Geschmacksknospen, bietet aber auch Keimen eine prima Angriffsfläche.

Nach dem Backen auskühlen lassen

Egal bei welcher Art Weihnachtsgebäck, es gilt immer: Lass alles Backwerk vor dem Einpacken und Lagern richtig auskühlen. Werden Plätzchen warm verpackt, bleiben sie im schlimmsten Falle weich und klebrig. Auch Zuckerguss, Schokoladenüberzug und andere Verzierungen sollten vollkommen abgetrocknet sein, damit sie beim Verpacken nicht verkleben.

Getrennt lagern

Weihnachtsgebäck hat je nach Sorte und Verarbeitung verschiedene Ansprüche an die richtige Lagerung. Hinzu kommen unterschiedlich lange Lagerungszeiten. Packe also nicht alles in eine Kiste. Nur getrennt bewahren die Gebäckstücke die für sie typischen Geschmackseigenschaften.

Blechdose und Tontopf

Lebkuchen und Plätzchen bewahrst du am besten in einer Blechdose auf. Diese verschließen nicht ganz luftdicht. Gebäck bleibt hier eher knusprig und behält seinen Biss. Lass die Blechdose am Anfang ein paar Tage offen, so können Lebkuchen ihr volles Aroma entfalten. Am besten legst du zwischen jede Lage Gebäck eine Lage Backpapier. So kannst du auch leicht unterschiedliche Sorten - weiße und braune Lebkuchen etwa - voneinander trennen. "Sollten die Lebkuchen und Plätzchen zu hart werden, dann geben Sie ein Stück Apfel hinzu. Das müssen Sie aber aller zwei Tage auswechseln, damit nichts schimmelt", empfiehlt Fernsehköchin und Foodstylistin Aurélie Bastien.

Tupperdose

Verschiedene Tupperboxen
In der Tupperdose bleibt das Gebäck eher weich. Bildrechte: IMAGO

Soll Weihnachtsgebäck eher weich bleiben, dann empfiehlt unsere Expertin eine Gefrierdose. "Da kommen vor allem Makronen rein. Also auch Gebäck mit Creme und Schaum. Das können Sie dann in den Kühlschrank stellen", empfiehlt Aurélie Bastien. Auch hier helfen kleine Apfelstücke oder auch ein Stück Schale von Mandarine oder Orange, um das Gebäck feucht zu halten. Vergiss das Auswechseln dieser Helfer nach zwei Tagen nicht. Sonst droht Schimmel.

Die richtige Temperatur

Kühl ist immer besser als warm. "Für Pfefferkuchen und trockene Kekse ist die Zimmertemperatur im Schlafzimmer mit etwa 18 grad ideal. In Wohnzimmer und  Küche oben auf dem Schrank scheidet aus, hier ist es zu warm und manchmal auch zu feucht“, mahnt unsere Expertin. Eine Keller- oder Bodentreppe mit möglichst gleichbleibender kühler Temperatur sind ideale Orte für die Plätzchendosen. Feuchte Makronen oder Gebäck mit Creme gehören in den Kühlschrank. Für Plätzchen mit Schokoüberzug ist der Kühlschrank hingegen nicht geeignet. Die Schokolade kann hier kleine Zuckerkristalle "ausblühen", diese färbt sich grau. Geschmacklich ändert das nichts, es sieht nur nicht schön aus.  

Lagerzeiten

Trocken gebackene Plätzchen und Gebäck wie Zimtsterne kannst du bis zu acht Wochen aufbewahren. Lebkuchen sind bis zu vier Monate haltbar. Gebäck mit cremigen Füllungen oder Marmeladen-Verzierung solltest du hingegen spätestens nach einer Woche aufgebraucht haben.

Einfrieren

Makronen
Makronen lassen sich prima einfrieren. Bildrechte: Colourbox.de

Für leicht verderbliche Gebäckstücke wie Makronen ist auch das Gefrierfach ein idealer Aufbewahrungsort. Dazu empfiehlt unsere Expertin: "Packen Sie die Plätzchen oder Makronen einzeln auf Backpapier in eine Box. Der verschlossene Karton kommt in das Frostfach. Bei Bedarf nehmen Sie die Plätzchen raus. Nach rund zehn Minuten Auftauzeit haben Sie frisches Gebäck". Friere keine Plätzchen oder Kekse ein, in denen ganze Früchte verarbeitet sind. Das führt beim Auftauen zu Matsch. Im Frostfach kann Weihnachtsgebäck bis zu drei Monate gelagert werden, wenn du solange durchhältst.

Am besten frisch backen

Außer bestimmte Pfefferkuchen oder Lebkuchen, die erst nach ein paar Tagen ihr volles Aroma entfalten, solltest du versuchen, Weihnachtsgebäck frisch zu backen. So schmeckt es am besten und der Duft der Zutaten sorgt beim Backen für extra Vorfreude und Weihnachtsstimmung.

Halloween Kekse
Kekse werden natürlich zu vielen Anlässen gebacken. Mit den Tipps bleiben Sie immer länger frisch. Bildrechte: Colourbox.de

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Vormittag | 13. Dezember 2017 | 09:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2017, 02:10 Uhr